Freitag, 30. September 2016


  • Pressemitteilung BoxID 531566

26 neue Maissorten für die Ernte 2015

(lifePR) (Nyon 1, ) Swiss granum hat die Liste der empfohlenen Maissorten für die Ernte 2015 erstellt. Sie basiert auf den Ergebnissen von zweijährigen Sortenversuchen bei Agroscope. Gegenüber dem Vorjahr wurden sechsundzwanzig neue Sorten aufgenommen und zwölf Sorten gestrichen.

Sechs neue Körnermaissorten
Die Auswahl beim Körnermais wurde mit sechs neuen Sorten ergänzt. Von den neu empfohlenen Sorten werden fünf für den Anbau nördlich der Alpen und eine für den Anbau südlich der Alpen empfohlen. Mit Kompetens steht zudem eine neue Doppelnutzungssorte zur Verfügung.
Nördlich der Alpen wird mit KWS Stabil (KWS) eine neue Sorte in der frühen Reifegruppe empfohlen. In der mittelfrühen Reifegruppe werden neu Hoxxmann (RAGT) und Quattro (DSP) und in der mittelspäten Reifegruppe DKC 3441 (Monsanto) und Kompetens (KWS) empfohlen. Für den Anbau südlich der Alpen wird neu in der mittelspäten Reifegruppe KWS 2373 empfohlen.

Alle neuen Körnermaissorten zeichnen sich durch gute bis sehr gute Kornerträge innerhalb ihrer Reifegruppe aus. Der Pufa-Mufa-Index von Kompetens ist hoch, und derjenige von KWS 2373 tief, während er bei allen anderen neuen Sorten als «mittel» beurteilt wird.

KWS Stabil weist eine gute Resistenz gegen Beulenbrand, aber eine Schwäche bei der Standfestigkeit während der Vegetation auf. Hoxxmann und Quattro zeigten in den Versuchen eine gute Resistenz gegen Stängelfäule. Zusätzlich hatte Quattro noch eine gute Resistenz gegen Beulenbrand und wies wenig gebrochene Stängel bei der Ernte auf. DKC 3441 hatte eine verhaltene Jugendentwicklung und wurde aufgrund der vorliegenden Ergebnisse bei der Anfälligkeit auf Beulenbrand als «mittel» eingestuft. Dafür zeigte diese Sorte eine geringe Anfälligkeit auf die Helminthosporium-Blattflecken. Kompetens wiederum überzeugte mit einer guten Standfestigkeit bis hin zum Erntezeitpunkt, wenig gebrochenen Pflanzen und einer guten Resistenz gegen Stängelfäule. KWS 2373 ist bezüglich Reife bei den späteren Sorten in dieser Reifegruppe angesiedelt, konnte aufgrund der vorliegenden Ergebnisse bezüglich der meisten Eigenschaften als «gut» eingestuft werden, mit Ausnahme der Resistenz gegenüber Helmithosporium-Blattflecken (mittel bis gut) und des Ertragsniveaus (sehr gut).

Silomais-Neuheiten
Die Liste der empfohlenen Silomaissorten für die Ernte 2015 enthält einundzwanzig neue Silomaissorten, davon mit Kompetens auch eine Doppelnutzungssorte. Alle Sorten werden für den Anbau nördlich der Alpen empfohlen.
ES Scorpion, ES Cluedo (Euralis), Lidano (Saatbau Linz), SY Tivio, SY Tribore, SY Amboss (Syngenta), P7524 (Pioneer), Kompetens (KWS) und Coditank (Caussade) sind neue frühe Silomaissorten. SY Pracht (Syngenta), P7631, P8200 (Pioneer), Kubitus, Juvento, Trianon (KWS), LG 30.248, LG 30.215 (Limagrain), DKC 3440 (Monsanto) und Xxilo (RAGT) sind neue mittelfrühe Silomaissorten. LG 30.306 (Limagrain) und Quincey (Advanta (LG)) sind neue mittelspäte Silomaissorten.

Alle Neueinschreibungen erbringen im Vergleich zu den Referenzsorten im Mittel aller untersuchten Eigenschaften einen Mehrnutzen. Trotzdem kann in der Gruppe der frühreifen Sorten bei ES Scorpion, SY Tivio und SY Amboss der sehr hohe Ertrag, bei SY Tivio, ES Cluedo und Kompetens die sehr gute Verdaulichkeit und bei SY Tivio, Kompetens und SY Amboss der sehr hohe Stärkegehalt besonders hervorgehoben werden. Bezüglich der Standfestigkeit und der Resistenz gegen Beulenbrand gibt es Sortenunterschiede, diese sind aber nicht sehr gross. Dies im Unterschied zu der Resistenz gegen Helminthosporium-Blattflecken: ES Scorpion wurde aufgrund der vorliegenden Daten als «schwach» und P7524 als «mittel bis schwach» eingestuft, während die Sorte SY Amboss als «mittel bis gut» eingestuft werden konnte. Alle anderen Sorten wurden bei dieser Eigenschaft als «mittel» beurteilt. Bezüglich Abreife sind in dieser Reifegruppe ES Scorpion und Lidano bei den frühen Sorten und Kompetens, SY Tribore, Coditank und SY Amboss bei den später abreifenden Sorten einzuordnen.

Bei den neuen Silomaissorten in der mittelfrühen Reifegruppe ist bei P7631, Kubitus, LG 30.215, Juvento und Trianon die sehr gute Verdaulichkeit, bei LG 30.215 der sehr hohe Stärkegehalt und bei Trianon die «mittel bis gute» Resistenz gegenüber den Helminthosporium-Blattflecken zu erwähnen. Trianon weist aber eine verhaltene Jugendentwicklung auf und einen weniger hohen Ertrag als die anderen Neuzüchtungen. Die tiefsten Stärkegehalte erzielten die Sorten LG 30.248, P8200 und Xxilo. Die Standfestigkeit während der Vegetation konnte bei allen Sorten als «gut» beurteilt werden, mit Ausnahme von LG 30.215 (mittel) und DKC 3440 (mittel bis gut). Zum Zeitpunkt der Ernte wurde die Standfestigkeit zusätzlich zu LG 30.215 auch bei LG 30.248 und Xxilo als «mittel» beurteilt. Bei der Resistenz gegenüber den Blattflecken weisen Trianon, Kubitus und LG 30.248 eine «mittlere bis gute», Juvento und P8200 eine «mittlere bis schlechte» und die anderen Sorten eine «mittlere» Resistenz auf.
Die beiden neuen Sorten in der mittelspäten Reifegruppe sind zwar bezüglich Abreife und Anfälligkeit auf Stängelfäule und Beulenbrand sehr ähnlich, unterschieden sich aber bei den anderen Eigenschaften ziemlich stark voneinander: Während LG 30.306 ertragsstärker als Quincey ist, weist Quincey eine bessere Verdaulichkeit sowie eine bessere Standfestigkeit während der Vegetation und zum Zeitpunkt der Ernte auf. Ebenso unterschieden sich diese beiden Sorten bezüglich der Resistenz gegen Helminthosporium (LG 30.306: «mittel bis schlecht», Quincey: «gut»).

Streichungen
Die folgenden Körnermais-Sorten wurden von der Liste gestrichen: LG 32.20, Delcampo, Obixx, DKC 4372 und DKC 5276.
Bei den empfohlenen Silomais-Sorten wurden Poya, NK Cassio, LG 30.225, Pentexx, Ronaldinio, PR39T45 und Marcello gestrichen.

Die neue Liste der empfohlenen Mais-Sorten kann ab Ende Februar bestellt werden unter: Swiss granum, Postfach 7957, 3001 Bern, info@swissgranum.ch. Die Liste wird auch dem Versand der Datenblätter Ackerbau von Agridea sowie der Agrarforschung Schweiz im Februar beigelegt. Sie ist ab sofort abrufbar unter: http://www.agroscope.ch/mais/03273/index.html?lang=de

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