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Fachverband Biogas gibt Energiepflanzen-Sonderheft heraus
Umfangreiche Übersicht über aktuelle Forschungsprojekte an Energiepflanzen / Vielversprechende Alternativen zum Mais / Geschäftsführer des Fachverbandes blickt optimistisch in die Zukunft
"Nach dem großen Erfolg der ersten Ausgabe des Energiepflanzen-Sonderheftes vom November 2010 freut es mich besonders, dass mit der Neuauflage die rasante Entwicklung im Energiepflanzen-Anbau dokumentiert wird", sagt der Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez. Nicht erst seit dem im EEG 2012 festgeschriebenen Maisdeckel arbeiten zahlreiche Institute, Hochschulen und Firmen an Alternativen zu der bislang noch immer vorzüglichsten Energiepflanze Mais.
In Projekten wie "EVA", "Energie aus Wildpflanzen" oder dem lokalen "Plenum" wird schon seit Jahren intensiv geforscht. An dem vom Bundeslandwirtschaftsministerium ins Leben gerufenen Mammutprojekt EVA (Entwicklung und Vergleich von standortangepassten Anbausystemen für Energiepflanzen) sind deutschlandweit 14 Forschungsinstitute und Landesanstalten beteiligt. Die Eignung von Wildpflanzen für die Vergärung in Biogasanlagen wird seit einigen Jahren von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) untersucht. Und am Bodensee haben sich 15 Landwirte zusammen getan, um im "Plenum", dem "Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt", Wildpflanzen anzubauen und zu testen.
Neben derlei größeren Projekten laufen zahlreiche Forschungsversuche im ganzen Land. Für die Zuckerrübe liegen bereits umfangreiche Ergebnisse zum Anbau, der Ernte und Lagerung vor. Auch die Durchwachsene Silphie wird bereits seit einigen Jahren intensiv erforscht und bereits heute erfolgreich angebaut. Das Szarvasigras gewinnt erst allmählich an Bedeutung - wohingegen das Alkar Powergras und Sida Hermaphrodita bislang noch den wenigsten bekannt ist. Doch auch Gras und Kleegras, der Zwischenfruchtanbau und Untersaaten bieten noch viel Potenzial an Biomasse für den Einsatz in Biogasanlagen.
Neben all den verschiedenen Pflanzenarten ist das Anlegen von Blühstreifen ein weiteres probates Mittel, "Farbe ins Feld" (FiF) zu bringen. Durch das vom Fachverband ins Leben gerufene gleichnamige Projekt wurde im vergangenen Jahr bereits eine Fläche mit Wildpflanzen bestellt, die einem drei Meter breiten Streifen zwischen Dänemark und den Alpen entspricht.
"Das Energiepflanzen-Sonderheft gibt einen umfassenden Überblick über aktuelle Forschungsvorhaben, stellt vorbildliche Best-Practice-Beispiele vor und macht Mut für die positive Entwicklung der Biogasnutzung in Deutschland", freut sich da Costa Gomez.
Bestellung von kostenlosen Einzelexemplaren unter: info@biogas.org
Über den Fachverband Biogas e.V.
Der Fachverband Biogas e.V. ist mit über 4.700 Mitgliedern Europas größte Interessenvertretung der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber. Die Biogas-Branche hat inzwischen über 50.000 Arbeitsplätze zumeist in ländlichen Regionen geschaffen.
www.biogas.org
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