Mittwoch, 07. Dezember 2016


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FHM-Fachtagung zu werteorientierter Personalarbeit

70 Personalexperten informierten sich in Bielefeld

(lifePR) (Bielefeld, ) Personalverantwortliche, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Personal- oder Organisationsentwicklung sowie mittelständische Unternehmer der Region trafen sich gestern bei einer Fachtagung der staatlich anerkannten, privaten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld. "Mit werteorientierter Personalarbeit die Wertschöpfung steigern!" lautete der Titel einer Fachtagung, bei der sich die Unternehmen anhand von Fachvorträgen und Praxisbeispielen über Ansätze eines gezielten Wertemanagements in Unternehmen informierten und mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten. Es haben sich rund 70 Experten aus der Region und ganz Deutschland zusammengefunden.

Die Übernahme gesamtgesellschaftlicher und sozialer Verantwortung zahlt, aktuellen Studien zufolge, auf den ökonomischen Erfolg eines Unternehmens ein. Ein zunehmendes Bewusstsein für eine wertschätzende Haltung von Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitern sowie Kunden gewinnt daher nicht nur aus unternehmenskultureller, sondern auch aus absatzorientierter Sicht, zunehmend an Relevanz. Aus Sicht des Personalmanagements gebührt der Thematik ein besonderes Augenmerk, da vor allem hoch qualifizierte Mitarbeiter ihre Arbeitgeberwahl immer stärker davon abhängig machen, ob Unternehmen ihrer Umwelt- und Mitarbeiterverantwortung gerecht werden.

Im Rahmen der Fachtagung wurden Best-Practice-Beispiele mit den Praktikern und Wissenschaftlern vor Ort diskutiert. So referierte Andrea Puschmann, Diversity-Managerin bei den Ford-Werken in Köln, die sich dem Diversity Ansatz verschrieben haben, über Vielfalt als Wert für das Unternehmen: "Diversity, also die Wertschätzung von Vielfalt, ist für uns weder ein Programm, noch eine Initiative, sondern es soll ein Arbeitsumfeld geschaffen werden, in dem jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin zum Erfolg von Ford beitragen kann. Dies ist auch für kleine und mittelständische Unternehmen und öffentliche Verwaltungen realisierbar, da in einem Klima der Wertschätzung und der Einbeziehung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Unternehmen/die Organisation besser in der Lage sein wird, innovativere und kundengerechtere Produkte zu entwickeln, eine auf die Zielgruppe zugeschnittene Vermarktung sicherzustellen und die Motivation der Belegschaft zu erhöhen. Das ist Fords Überzeugung und daher praktizieren wir Diversity Management in Deutschland auch schon seit 1997."

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation geht es auch für mittelständische Unternehmen darum, sich am Markt zu positionieren und somit die Zukunft zu sichern. Durchaus positiv bewertete Claire Scollar, Geschäftsführerin der I.e.P GmbH, dabei die Ausgangssituation für mittelständische Unternehmen. Diesen wird, Studien zufolge, besonderes Vertrauen von Konsumentenseite entgegengebracht. Durch eine konstruktive Nutzung und Verstärkung diesen Vertrauens, bietet sich dem Mittelstand die Chance, eine Verstärkung des positiven Images zu erzielen, so Scollar, die an die "alten Tugenden des ehrbaren Kaufmanns" erinnerte.

Neben den alten Tugenden wurde in fast allen Beiträgen der Aspekt "Vertrauen" thematisiert. Insbesondere im Rahmen der Wirtschaftskrise sei Vertrauen verloren gegangen und müsse nun wieder gewonnen werden. Vertrauen sei zum einen nötig um die Mitarbeiter zu motivieren, zum anderen um neue Kooperationen aufzubauen. Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit sei Voraussetzung für den Zugriff auf innovatives Wissen, weltweite Vertriebskanäle sowie Kapitalmärkte und somit der Schlüssel zur Konkurrenzfähigkeit auf globalen Märkten. Daher könne ein modernes Unternehmen auf ein Management von Werten nicht verzichten.

Einen überzeugenden Einblick in ein weiteres Best-Practice-Beispiel lieferte Dr. Johanna Dahm, Head of Talent Management, Organizational Development and Employer Branding von Novartis Pharma. Im Vortrag wurde deutlich, dass das mit dem Preis für Unternehmensethik ausgezeichnete Unternehmen die Überzeugungen, die es nach außen vertritt auch nach innen lebt.

Zwei Fragen bestimmten die angeregte Diskussion im Rahmen der FHM-Fachtagung: Welche Verantwortung hat das Unternehmen in seinem Umfeld und wie wird es dieser gerecht? "Zur Beantwortung der Fragen konnten die Referenten tragfähige Konzepte aus der eigenen Unternehmenspraxis vorstellen und den Teilnehmern auf diese Weise interessante Anregungen für die eigene Praxis mit auf den Weg geben", resümiert Dipl.-Psychologin Andrea Weitz, wissenschaftliche Leiterin des FHM-Kompetenzzentrums.

Fachhochschule des Mittelstands (FHM) Bielefeld

Die staatlich anerkannte, private Fachhochschule des Mittelstands (FHM) wurde im Jahr 2000 vom Mittelstand für den Mittelstand gegründet. Ziel ist die praxisnahe Qualifizierung von Fach- und Führungskräften mit betriebswirtschaftlichem Know-how für die mittelständische Wirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen entwickelt und realisiert die FHM in diesem Sinne wissenschaftlich fundierte Studien- und Weiterbildungsangebote sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Das Studienangebot umfasst staatlich und international anerkannte Bachelor- und Master- Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Medien und Personal/Gesundheit/Soziales. Das Studienkonzept der FHM beinhaltet eine hohe Berufsorientierung, eine individuelle Betreuung und kleine Studiengruppen. Weitere Schwerpunkte setzt die FHM mit ihren Instituten in der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Existenzgründung und Unternehmensnachfolge im In- und Ausland.

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