Dienstag, 06. Dezember 2016


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IFAS 2008: Herausforderungen in der Pflege

Vom Erfolgsdruck zur Höchstleistung

(lifePR) (Fällanden, ) KrankenpflegerInnen und Ärzte sehen sich täglich der Herausforderung im Umgang mit schwierigen Patienten konfrontiert. Wer sich davon zu stark beeinträchtigen oder abnützen lässt, dem droht psychische oder physische Erschöpfung bis hin zu Burn-Out. Die richtige Einstellung ist lernbar - durch mentales Training. Medizinaltechnische Produkte, die vom 28. bis 31. Oktober 2008 auf der 30. Durchführung der IFAS - Fachmesse für Arzt- und Spitalbedarf - gezeigt werden, unterstützen diesen Prozess.

An der von über 400 Pflegefachpersonen besuchten Tagung «Bezugspflegesystem: Neue Zusammensetzung der Pflegeteams - benötigen wir ein anderes Organisationsmodell?» am Universitätsspital Zürich wurde unter anderem diskutiert, mit welchen Management-Methoden den Herausforderungen nach Verbesserung, Effizienzsteigerung und Umgang mit der Kostenschere in der Pflege beizukommen ist. Eine mögliche Disziplin ist mentales Training. Es ist eine natürliche Methode, hat keine unerwünschten Nebenwirkungen und ist in der Raumfahrt und im Sport etabliert. Zunehmend findet es auch Einlass in das Management von Unternehmen. Mentaltraining kann auch als Handlungsanleitung im Umgang im Pflegealltag dienen.

Der Autor von «Erfolgreicher durch mentales Training. Die Methoden und ihre Umsetzung im Berufsalltag», Robert B. Lauber unterscheidet drei Formen von Stress: physischen Stress bei körperlicher Überlastung, mentalen Stress bei geistiger Überanstrengung und emotionalen Stress wie Wut oder Angst. Gefährlich wird es, wenn jemand laufend unter starkem Stress leidet. Wer in solchen Situationen permanent zu Pharmaka oder übertriebenem Konsum von Genussmitteln greift, riskiert seine Gesundheit und Burn-Out.

Robert Laubers Institut Praxisbrücke in Riehen bei Basel berät Spitzenunternehmen in neuen Herausforderungen, die sich durch Themen wie Globalisierung oder Leistungs- und Konkurrenzdruck stellen. In der erwähnten, bemerkenswerten Broschüre gibt er einen bildlichen Vergleich im Umgang mit nicht bearbeiteten Konfliktsituationen: «Die persönliche Energiebilanz muss längerfristig ausgeglichen sein; ein «Kontoüberzug ist - ohne die Gefährdung der Gesundheit - nur kurzfristig möglich».

Wo und wie also ansetzen zur Reduktion von Stress, zur Bewältigung von Konfliktsituationen, für eine gesunde Lebensführung, ja zur Erreichung von Höchstleistungen?

Mit einem Aufwand von fünf bis zehn Minuten täglich können die Grundlagen für das Erreichen von Spitzenleistungen - und für mehr Lebensqualität geschaffen werden. Wie beim Sport gilt die - lernbare - positive Einstellung auch in der Wirtschaft als eine der wichtigsten Erfolgsvoraussetzungen. Grundlage ist eine realistische Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens anstelle von überambitionierten, unerreichbaren Zielsetzungen. Zu den Säulen einer richtigen Einstellung gehört, genau wie im Sport, der Umgang mit Niederlagen. Winnertypen und Siegerteams zeichnen sich unter anderem darin aus, dass sie über Enttäuschungen innert kürzester Frist hinauswachsen. Auch im Management hat sich die Überzeugung durchgesetzt, dass die besten Verkäufer nicht jene mit den besten Produkten oder mit der härtesten Rhethorik sind, sondern jene, die einmal mehr aufstehen als hinfallen, das heisst, Rückschläge in Kauf nehmen und verarbeiten können. Robert Lauber dazu: «Man wird Sieger bereits vor dem Kampf, weil man zuerst den Kampf gegen sich selbst gewinnt».

Genau so, wie Fussballer Kondition oder das Verwerten von Penalties trainieren, immer und immer wieder, genau so lässt sich auch die richtige mentale Einstellung üben. Voraussetzung ist eine Verhaltensänderung respektive ein Umlernen von gewohnten Mustern. Robert Lauber macht die pointierte Feststellung, dass die Angst vor einer konfliktreichen Situation respektive vor dem Versagen in der Schule als falsches Muster «antrainiert» wird, indem unser Notensystem die Angst vor Fehlern und damit eine regressive Absicherungsmentalität fördert anstatt ein progressives Siegerdenken. Bildlich gesprochen versucht man, keine Fehler zu machen, anstatt sich darauf zu konzentrieren, mit Lust Tore zu schiessen.

Das kann gelingen, indem wir das aus dem Sport, der Aviatik und der Raumfahrt bekannte Muster der mentalen Handlungssimulation einsetzen. Das heisst, wir nehmen eine Konfliktsituation geistig vorweg und exerzieren sie durch, um dann den richtigen Umgang mit ihnen mental zu skizzieren - und immer und immer wieder durchzuspielen. Das kann im Hinblick auf Prüfungen, aber auch im Umgang mit personellen Konflikten sein. Spitzensportler gehen den Ablauf eines Wettkampfes in allen Details durch: Von der Fahrt zum Wettkampf, über die Registrierung und das Aufwärmen bis hin zum Zieldurchlauf. Sie stellen sich darauf ein, wann und wie ein Leistungsexploit auszusehen hat und schreiten ihn im Gedächtnis mehrmals ab. Es ist das Modell, aus dem Olympiasieger gemacht sind, die in den vier Jahren ihrer Vorbereitung visualisieren, wie sie als Erste durchs Ziel laufen und wie sie der Applaus der Zuschauer motiviert.

Robert Lauber gibt einfache, lernbare Tipps, wie man sich mental fit macht. Etwa in autosuggestiven Formeln. Sie müssen immer positiv formuliert sein. Das Wort «nicht» darf nicht vorkommen. Anstatt «ich flippe nicht mehr aus» muss es heissen: «Ich gehe eine Sache ruhig und gelassen an». Und er sagt: «Wer sich gut vorbereitet, hat bessere Chancen, sein Ziel zu erreichen». Es ist der Stoff, das eine Fussballmannschaft von einer Siegermannschaft unterscheidet.

IFAS 2008 mit breit verankerter ideeller Unterstützung
Themen zu Bereichen der Gesundheit und der Gesundheitstechnik begleiten die IFAS seit vielen Jahren. Sie hat eine einzigartige Stellung unter den schweizerischen Fachmessen. Rund 80 Prozent der ansässigen Industrie für Medizinaltechnik, darunter befinden sich nicht wenige Weltmarktleader, nimmt als Aussteller teil. Diese markante Stellung führt laufend zu einer verbreiteten ideellen Unterstützung durch die wichtigsten Verbände und laufend kommen neue dazu. Neu im 2008 ist die verstärkte Zusammenarbeit mit SGAM, SBK oder der spitalexternen Pflegeorganisation SPITEX. Sie wird im Hinblick auf kommende Messen noch verstärkt. Die IFAS bekommt damit als Begegnungsplattform und Drehscheibe der pflegenden Industrie ein noch stärkeres Profil, indem sich nicht nur mehr, sondern auch die richtigen TeilnehmerInnen über neuste Entwicklungen und Produkte informieren. Bereits im August war die IFAS 2008 bis auf wenige Standflächen ausgebucht und laufend kommen Anfragen von potenziellen Ausstellern dazu. Über 400 Aussteller belegen eine Standfläche von rund 16'000 Quadratmetern. Die praktisch lückenlose Abdeckung sämtlicher Themenbereiche der Medizinaltechnik (siehe Kasten) gewährleistet einen umfassenden Einblick in die Medizinaltechnik. In ihrer 30. Austragung ist die IFAS damit jene Konstante in der Branche, die bei jeder Austragung noch an Stellenwert gewinnt. Die ideelle Unterstützung der bisherigen Verbände FASMED, SwissT.net, H+ und FMH Services unterstreicht das Interesse sowohl der Industrie als auch des Pflegepersonals an der IFAS.

Die IFAS 2008 im Überblick
Ausstellungsfläche: 16'000 m2
Anzahl Aussteller: 400
Fachgebiete: Elektromedizin, Medizintechnik, Diagnostik, Labortechnik, Rehabilitation, Pflege, Therapie, Verbrauch, Hygiene, Informatik, Organisation, Einrichtung, Dienstleistungen und Verlagserzeugnisse
Ort: Messezentrum Zürich
Datum: 28. - 31. Oktober 2008
Veranstalter: Exhibit & More AG, 8117 Fällanden

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