Montag, 05. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 63691

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter auf Wachstumskurs

EWE veröffentlicht Halbjahresbericht 2008

(lifePR) (Oldenburg, ) Die hohen Energie- und Rohstoffpreise an den Beschaffungsmärkten haben die Geschäfte des Oldenburger Energiekonzerns EWE belastet. Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,1 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Dieses Wachstum ist auf Preis- und Mengensteigerungen zurückzuführen. Trotz höherer Umsatzerlöse lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 229,8 Mio. Euro um 12,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. "Die Strom- und Gasbezugskosten haben sich in den vergangenen zwölf Monaten stark verteuert", erläutert Dr. Werner Brinker, Vorstandsvorsitzender der EWE AG, anlässlich der Veröffentlichung des Halbjahresberichts. "Diese Kosten mussten wir an die Kunden weitergeben. Die Zeitverzögerung, mit der das in der Regel geschieht, hat unser Ergebnis belastet."

Der Konzern-Periodenüberschuss belief sich auf 127,2 Mio. Euro (Vorjahr: 145,1 Mio. Euro). Die dynamische Entwicklung im Bereich Telekommunikation und IT ist der Hauptgrund für den Anstieg der Beschäftigtenzahlen im ersten Halbjahr auf 5.117 (4.693).

Schwieriges Marktumfeld für Geschäftsbereich Energie
Das EBIT im Geschäftsbereich Energie lag mit 91,8 Mio. Euro um 33,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. In einem schwierigen Marktumfeld war der deutliche Ergebnisrückgang hauptsächlich durch den stark verteuerten Energiebezug und den zunehmenden Wettbewerb bedingt. Das Umsatzplus im Stromgeschäft spiegelt die gestiegenen Großhandelspreise wider. Diese hatten im April und November 2007 zu einer Erhöhung der Strompreise bei EWE geführt.

Gegenläufig wirkten Mengenverluste in allen Kundensegmenten. Das Erdgasgeschäft verzeichnete witterungsbedingt höhere Umsätze. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Temperaturen legte der Gasabsatz im ersten Halbjahr um 6,8 Prozent zu.

Netzergebnis weiter unter Regulierungsdruck
Der Geschäftsbereich Netz verzeichnet in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang beim operativen Ergebnis (EBIT) um 13,7 Prozent auf 76,3 Mio. Euro. Für den Ergebnisrückgang war vor allem die Kürzung der Stromnetzentgelte durch die Bundesnetzagentur zum 1. März 2008 verantwortlich, die durch ein straffes Kostenmanagement nicht vollständig kompensiert werden konnte.

Positive Entwicklung bei Telekommunikation und IT
Der Geschäftsbereich I+K hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Der Umsatz kletterte um 12,4 Prozent auf 285,6 Mio. Euro. Das EBIT konnte mit 20,1 Mio. Euro (Vorjahr: 10,2 Mio. Euro) fast verdoppelt werden. Im Bereich Telekommunikation stiegen die Kundenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 25 Prozent. Hierzu trugen die Erwerbe des Braunschweiger Telekommunikationsanbieters BCC und des Hamburger Kabelnetzbetreibers Martens ebenso bei wie das organische Wachstum aller Telekommunikationsgesellschaften. Besonders dynamisch hat sich das DSLGeschäft entwickelt mit einer Steigerung um 15 Prozent auf insgesamt rund 500.000 Kunden im Breitbandbereich. Gegenläufig wirkten der anhaltend starke Preisdruck im Telekommunikationsmarkt. Der IT-Bereich konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld behaupten.

Umsatzprognose für 2008 bestätigt
Für das Jahr 2008 rechnet EWE weiterhin mit einem operativen Ergebnis unter dem Niveau des Vorjahrs und erwartet für den Konzern einen Rückgang des EBIT um etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Der Verlauf des ersten Halbjahrs hat die Erwartungen, die wir angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten für das Gesamtjahr haben, bestätigt", sagt Brinker. "Dies verstehen wir als Ansporn. Wir sind optimistisch, wenn es darum geht, die Gegebenheiten unserer Märke mit den Anforderungen unserer Kunden in Einklang zu bringen und überzeugende Lösungen anzubieten.

Dazu haben wir in den vergangenen Monaten ein Bündel neuer Produkte entwickelt, mit dem wir neue Vertriebsgebiete erschließen wollen. Auch unser internationales Geschäft konnten wir durch den Einstieg beim türkischen Erdgasversorger Kayserigaz weiter ausbauen."

EWE Aktiengesellschaft

EWE mit Hauptsitz in Oldenburg ist eines der größten Energieunternehmen in Deutschland. Das Leistungsspektrum des Konzerns umfasst Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Energie- und Umwelttechnik, Gastransport und -handel sowie Telekommunikation und Informationstechnologie. Damit bietet EWE klassische und innovative Dienstleistungen aus einer Hand. Die Netz-Infrastruktur von EWE zeichnet sich aus durch hohe technische Qualität, Versorgungssicherheit und wirtschaftlich effizienten Betrieb. Frühzeitig hat EWE seine Kernkompetenzen zum Betreiben komplexer Netze und sein umfassendes Know-how an Fernwirk- und Regeltechnik zu einem zukunftsorientierten Multi-Service-Angebot ausgebaut. Über das angestammte Geschäftsgebiet in Norddeutschland hinaus ist EWE auch in den neuen Bundesländern, Polen und in der Türkei erfolgreich tätig. Der EWE-Konzern beschäftigte Ende 2007 rund 4.700 Mitarbeiter und setzte 4,7 Mrd. Euro um.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Die Pflegereform kommt, die Lücke bleibt

, Finanzen & Versicherungen, Wüstenrot & Württembergische AG

Zum 1. Januar 2017 tritt das Pflegestärkungsgeset­z II in Kraft. Bei der bisher größten Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung werden ein...

Dank Gebäudesanierung hat das Heckenfest eine Zukunft

, Finanzen & Versicherungen, Taunus Sparkasse

Zahlreiche Sportvereine erfüllen neben dem Sport noch weitere wichtige Funktionen. Oft sind sie die wichtigen Treiber, die Traditionen aufrechterhalten...

Das Anlegerdilemma:

, Finanzen & Versicherungen, P.A.M. Prometheus Asset Management GmbH

Die Diskussion, dass private Anleger mit dem Aufbau ihrer Altersvorsorge sowie der Anlage ihrer Ersparnisse überfordert sind, ist nicht neu....

Disclaimer