Samstag, 10. Dezember 2016


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Nominierungen für den European Inventor Award 2010: Sparsamere Trinkwassernutzung, sanftere Krebstherapien, Internet aus der Steckdose, digitale Datenverschlüsselung, "Fussball-Moleküle" aus Kohlenstoff

Nominierte aus neun Staaten / 12 Kandidaten in den vier Kategorien auf der Short-List der Jury / Preisverleihung am 28. April 2010 in Madrid

(lifePR) (Brüssel/München, ) Zwölf Kandidaten aus neun Ländern hoffen dieses Jahr auf den Gewinn des European Inventor Award 2010. Gemeinsam mit der Europäischen Kommission zeichnet das Europäische Patentamt (EPA) jährlich bedeutende Erfindungen mit dem angesehenen Innovationspreis aus. Der rein ideelle, nicht dotierte Preis wird in den vier Kategorien Lebenswerk, Industrie, KMU/Forschung und außereuropäische Staaten verliehen. Geehrt werden Erfinder und Erfinderteams, die mit ihren bahnbrechenden Arbeiten Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit geben und so zu Fortschritt und Wohlstand beitragen. Eine hochrangig besetzte internationale Jury wird die vier Sieger bestimmen, die am 28. April 2010 in Madrid die Preise aus der Hand von EPA-Präsidentin Alison Brimelow erhalten.

Zum Kreis der Nominierten gehören Erfinder, die zukunftsweisende Innovationen auf Gebieten wie der Einsparung von Trinkwasser, der Synthese von Kohlenstoff-Molekülen in "Fußball"-Form (Fullerenen), der Behandlung von Krebserkrankungen bis hin zur digitalen Datenverschlüsselung auf den Weg gebracht haben. Die weiteren Nominierungen betreffen technische Entwicklungen, die zum Erfolg der Spielekonsole Wii bzw. der zivilen Nutzung des GPS beigetragen haben. Wegweisende Forschungen zum mobilen Einsatz von Brennstoffzellen gehören ebenso dazu, wie ein "grüner" Kunststoff und die Internet-Verbindung über die Steckdose. Neben den traditionell innovationsorientierten Ländern Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und USA sind dieses Jahr auch Beiträge aus Belgien, Dänemark, Spanien und Kanada vertreten.

Antonio Tajani, Vizepräsident und EU-Kommissar für Industrie und Unternehmen, sagt: "Die Nominierten führen uns den Reichtum der menschlichen Vorstellungskraft vor Augen. Ihre Erfindungen haben die Menschheit vorangebracht und unsere moderne Welt geprägt. Ihr Erfindergeist trägt aber auch dazu bei, Arbeitsplätze in Europa zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu steigern. Ich hoffe, dass diese Erfinder andere ermutigen werden, in ihre Fußstapfen zu treten."

"Die Kernaufgabe des Patentsystems liegt in der Unterstützung des Innovationsprozess durch den wirksamen Schutz von Erfindungen. Die Leistungsfähigkeit des Systems muss erhalten und gestärkt werden, um auch in Zukunft die patentgestützte Verbreitung bahnbrechender Technologien zu ermöglichen", erklärt EPA-Präsidentin Alison Brimelow.

Die Nominierungen zum European Inventor Award erfolgen über die Selbstbewerbung von Unternehmen sowie auf Vorschläge der Patentprüfer der nationalen Patentämter und des EPA. Alle eingegangenen Vorschläge werden von Experten des EPA auf die Erfüllung inhaltlicher und formeller Kriterien hin überprüft, ehe sie der Jury vorgelegt werden. Zu den früheren Gewinnern des Award zählen der Vater der Solartechnik, Adolf Goetzberger (2009), Physik-Nobelpreisträger Peter Grünberg (2006), AIDS-Forscher Erik De Clercq (2008) und der Erfinder des Mikroprozessors, Federico Faggin (2006).

Die Short List des European Inventor Award 2010:

Kategorie Industrie

- Erfinder: Hermann Grether, Christoph Weis (D)
Erfindung: Der Perlator, ein Strahlregler für Wasserhähne, spart wirkungsvoll wertvolles Trinkwasser.
- Erfinder: Albert Markendorf, Raimund Loser (CH)
Erfindung: Das dreidimensionale, lasergesteuerte Messsystem zur Qualitätskontrolle in der Automobil- und Luftfahrtindustrie vermisst Objekte mit höchster Präzision.
- Erfinder: Benedetto Vigna (I)
Erfindung: Der dreidimensionale Bewegungssensor steckt hinter kabellosen Controllern wie jenem der Spielekonsole Nintendo Wii.

Kategorie KMU/Forschung

- Erfinder: Jürgen Pfitzer, Helmut Nägele (D)
Erfindung: Der Naturkunststoff Arboform ist eine "grüne Plastikalternative", mit der heute weltweit Autoteile, Spielwaren, Möbel und vieles mehr hergestellt werden.
- Erfinder: Albert Gelet, Jean-Yves Chapelon, Dominique Cathignol, Emmanuel Blanc (F)
Erfindung: Die Ultraschallwellen-Therapie ist heute Bestandteil eines hoch wirksamen Gerätes zur Bekämpfung von Prostatakrebs.
- Erfinder: Jorge Blasco (E)
Erfindung: Mittels Datenübertragung per Stromnetz gibt es einen schnellen Internetzugang über die Steckdose.

Kategorie Lebenswerk

- Erfinder: Peter Landrock (DK)
Lebenswerk: Viele der heute zur digitalen Übermittlung vertraulicher Daten verwendeten Verschlüsselungstechnologien basieren auf Landrocks Pionierarbeit.
- Erfinder: Wolfgang Krätschmer (D)
Lebenswerk: Die von Krätschmer entwickelte Synthese von C60- Kohlenstoffmolekülen (Fullerenen) ermöglicht die Entwicklung neuer Schmier- und Treibstoffe, elektronischer Supraleiter und Kunststoffe für die Speicherung von Daten.
- Erfinder: Désiré Collen (B)
Lebenswerk: Die Erkenntnisse des Belgiers über Blutgerinnsel waren bahnbrechend für die medikamentöse Behandlung von Schlaganfällen und Herzinfarkten.

Kategorie außereuropäische Staaten

- Erfinder: Sanjai Kohli und sein Team (USA)
Erfindung: Dank des revolutionären Receiver-Chip-Designs konnte das Global Positioning System GPS erfolgreich Einzug auf dem Verbrauchermarkt halten.
- Erfinder: Danny Epp, Ben Wiens (KAN)
Erfindung: Die Wasserstoff-Brennstoffzellen für mobile Anwendungen sind heute unter anderem in vielen Bussen weltweit im Einsatz.
- Erfinder: Napoleone Ferrara und sein Team (USA)
Erfindung: Das Krebsmedikament Avastin verhindert das Wachstum von Krebszellen und bildet die Grundlage für eine sanftere und zielgerichtete Therapie.

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