Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Verbraucher blicken wieder optimistischer in die Zukunft, wollen aber sparen

Umfrage zur Verbraucherstimmung

(lifePR) (Stuttgart, ) Finanzielle Lage der Verbraucher besser als vor einem Jahr / Konjunkturentwicklung wird ebenfalls positiver eingeschätzt / Aber jeder fünfte hat Angst um Arbeitsplatz, jeder zweite fühlt sich von Wirtschaftskrise betroffen / Verbraucher wollen Konsum einschränken und vor allem bei größeren Anschaffungen sparen

Angesichts der Wirtschaftskrise machen sich zwar nach wie vor viele Menschen Sorgen um ihren Arbeitsplatz, zudem spüren immer mehr Menschen die Auswirkungen der Krise in ihrem Geldbeutel. Allerdings hoffen wieder mehr Menschen auf eine Besserung der konjunkturellen Lage in Deutschland. Und auch ihre eigene finanzielle Situation bewerten die Verbraucher wieder positiver als noch vor einem Jahr. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Basis der Studie ist eine repräsentative Umfrage unter 3.000 Verbrauchern.

Angesichts der schwachen Entwicklung der Wirtschaft befürchten relativ viele Menschen den Verlust ihres Arbeitsplatzes: Jeder fünfte Befragte (22 Prozent) ist der Meinung, dass sein Arbeitsplatz eher unsicher oder sogar sehr unsicher ist. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 20 Prozent etwa auf dem gleichen Niveau. Allerdings bezeichnen derzeit nur noch 36 Prozent der Befragten ihren Arbeitsplatz als "sehr sicher" - vor einem Jahr waren es 48 Prozent.

Die größten Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen sich Geringverdiener. Fast jeder dritte Arbeitnehmer mit einem Haushaltseinkommen von unter 25.000 Euro sieht seinen Arbeitsplatz gefährdet. Von den Personen, die über ein Haushaltseinkommen von mehr als 50.000 Euro verfügen können, ist nur jeder elfte über die Sicherheit seines Arbeitsplatzes besorgt.

Zufriedenheit mit eigener Situation leicht gestiegen

Trotz der Wirtschaftskrise und der steigenden Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Jahr die Zufriedenheit der Verbraucher mit der eigenen finanziellen Situation leicht gestiegen. Derzeit geben 84 Prozent der Befragten an, dass ihre finanzielle Lage "mittel" oder "gut" sei, vor einem Jahr lag der Anteil nur bei 79 Prozent. Und auch der Ausblick ist etwas optimistischer geworden: Im vergangenen Jahr waren 20 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sich ihre persönliche finanzielle Situation in den folgenden 12 Monaten verbessern würden, aktuell liegt der Anteil bei 27 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil der Pessimisten von 31 auf 15 Prozent gesunken.

"Bislang hielten sich die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den privaten Konsum in Grenzen - auch weil dank staatlicher Hilfen (Abwrackprämie, Kurzarbeit) das ganze Ausmaß des Abschwungs gar nicht vollständig sichtbar wurde und sich der Arbeitsmarkt überraschend stabil hielt", kommentiert Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. Daher habe der Einzelhandel auch allen Grund, auf ein im Vergleich zum Vorjahr stabiles Weihnachtsgeschäft zu hoffen. Für das kommende Jahr sei eine Prognose aber sehr schwierig, so Harms: "Derzeit spricht vieles dafür, dass die Verbraucher insgesamt den Gürtel enger schnallen werden. Sollte es zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen, wird der Einzelhandel das sehr deutlich zu spüren bekommen".

Verbraucher wollen sparen

Jeder zweite Verbraucher gibt an, die Folgen der Wirtschaftskrise zu spüren - und zwar vor allem im eigenen Geldbeutel: 25 Prozent beklagen einen Einkommensrückgang, beispielsweise wegen Kurzarbeit oder der Kürzung bei flexiblen Gehaltsbestandteilen. 18 Prozent mussten einen Vermögensrückgang hinnehmen, etwa weil Fonds oder Aktien im Wert gesunken sind.

Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage will die Mehrheit der Deutschen - 60 Prozent - ihr Einkaufsverhaltens verändern: Zwei von drei Verbrauchern achten stärker auf den Preis und auf Sonderangebote, 45 Prozent kaufen häufiger bei Discountern ein, jeder fünfte legt mehr Geld zurück. Große Anschaffungen wie Autokauf werden besonders häufig vertagt (26 Prozent), ebenfalls jeder vierte verzichtet häufiger auf den Restaurantbesuch oder auch den Urlaub.

"Gewinner dieser Entwicklung werden voraussichtlich vor allem Anbieter mit Niedrigpreisstrategie sein", folgert Peter Schommer, Partner bei Ernst & Young. Vor allem Familien mit Kindern und Personen mit niedrigen bis mittleren Einkommen wollen insgesamt ihren privaten Konsum reduzieren und kaufen verstärkt bei Discountern ein.

Lebensstandard gesunken

Vier von zehn Befragten sind der Meinung, dass ihr Lebensstandard in den vergangenen zehn Jahren gesunken ist - nur 29 Prozent sehen eine Verbesserung ihres Lebensstandards. Vor allem Personen mit geringem Einkommen beklagen eine Verschlechterung ihrer Situation. Wer hingegen derzeit über ein Haushaltseinkommen von mehr als 50.000 Euro verfügt, beurteilt die Entwicklung des eigenen Lebensstandards deutlich positiver: In dieser Gruppe sehen 55 Prozent der Befragten eine Verbesserung und nur 18 Prozent eine Verschlechterung. "Selbst in den guten Jahren, als die Arbeitslosigkeit deutlich zurück ging und die Wirtschaft florierte, hatten viele Menschen in Deutschland das Gefühl, dass sie sich weniger leisten konnten", so Schommer. "Die aktuelle Krise wird diese Entwicklung wohl noch verstärken."

*Der Name Ernst & Young bezieht sich in diesem Profil auf alle deutschen Mitglieds-unternehmen von Ernst &Young Global Limited (EYG), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht. Jedes EYG Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen.

Ernst & Young AG

Ernst & Young* ist eine der drei großen deutschen Prüfungs- und Beratungsorganisationen. In der Steuerberatung ist Ernst & Young deutscher Marktführer. Ernst & Young beschäftigt rund 7.150 Mitarbeiter an 21 Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2008/2009 einen Umsatz von 1,12 Milliarden Euro. Gemeinsam mit den 144.000 Mitarbeitern der internationalen Ernst & Young-Organisation betreut Ernst & Young Mandanten überall auf der Welt.

Ernst & Young bietet sowohl großen als auch mittelständischen Unternehmen ein umfangreiches Portfolio von Dienstleistungen an: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung, Advisory Services und Immobilienberatung.

Zusätzliche Informationen entnehmen Sie bitte folgender Internetseite: http://www.de.ey.com

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