- Pressemitteilung BoxID 329905
Einbrecher machen keinen Urlaub
Warum man im Internet nicht über Reisepläne sprechen sollte
Dank umfangreicher Aufklärung achten die meisten Urlauber längst darauf, ihre Wohnung oder ihr Haus während ihrer Abwesenheit nicht verwaist erscheinen zu lassen: Nachbarn leeren den Briefkasten, Zeitschaltuhren sorgen für Licht am Abend sowie geöffnete Rollläden bei Tage, damit das Haus für Beobachter bewohnt wirkt. Solche Maßnahmen erschweren es potenziellen Einbrechern anhand äußerer Merkmale zu erkennen, ob ein Haus längere Zeit über leer steht.
Bequemes Ausspionieren im Internet
Wesentlich einfacher können sich Kriminelle ihre Informationen aber heutzutage im Internet besorgen. Denn viele Nutzer geben auf Facebook und Co. freimütig bekannt, dass sie gerade auf dem Weg in den Urlaub sind oder sich übers Wochenende auf einem Kurztrip befinden. Vom Aufenthaltsort werden dann auch noch in Echtzeit Fotos veröffentlicht, um die Daheimgebliebenen an den Erlebnissen teilhaben zu lassen. "Die Informationen sind häufig sehr detailliert und mit genauen Zeitangaben versehen", gibt die Versicherungsexpertin Tanja Cronenberg zu bedenken. "Viele Menschen scheinen dabei darauf zu vertrauen, dass ihre Daten vor fremden Augen sicher sind." Doch das Gegenteil ist oft der Fall. Mittlerweile gibt es im Netz Dienste, die Abwesenheitsmeldungen oder die in vielen Bilddateien unsichtbar hinterlegten GPS-Informationen des Handys auswerten. Die Programme markieren daraufhin Wohnungen und Häuser in speziellen Karten als potenzielle Einbruchsobjekte. Wer dann zuvor noch stolz Fotos von teuren Neuanschaffungen, wie zum Beispiel vom Flachbildfernseher, dem neuen Laptop oder gar vom neu eingerichteten Haus hochgeladen hat, macht seine Wohnung zu einem attraktiven Objekt für Diebe.
So schützen Nutzer Daten und Wertsachen
"Auch wenn es in der Euphorie schwer fällt: Teilen Sie niemals öffentlich mit, wann und für wie lange Sie sich nicht in Ihrer Wohnung aufhalten", betont die Expertin von ERGO. "Stellen Sie außerdem sicher, dass von Ihrem Profil bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken keine Rückschlüsse auf Ihren Wohnort gezogen werden können. Es kann auch sinnvoll sein, nicht den kompletten Namen anzugeben, über den per Suchmaschine oder Telefonbuch schnell die Anschrift gefunden ist. Urlaubsbilder oder Fotos sollten Sie erst nach dem Urlaub veröffentlich", so Tanja Cronenberg. Empfohlen wird außerdem, die "Location-Based Services" auf Smartphones zu deaktivieren. Sicherheit schafft auch, wildfremde Personen niemals als "Freunde" in Online-Netzwerken zu akzeptieren. Die ERGO Expertin weist zudem darauf hin, dass es mit der kritischen Prüfung der eigenen Netzwerkaktivität allein noch nicht getan ist: "Achten Sie auch bei Ihren Kindern unbedingt darauf, welche Informationen diese preisgeben."
Was tun, wenn es doch passiert ist?
Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch Einbrecher ins Haus gelangt sind und Verwüstung hinterlassen haben, gilt erst einmal: Ruhe bewahren. "Rufen Sie umgehend die Polizei und betreten Sie auf keinen Fall die Wohnung, solange Sie nicht sicher sind, dass die Einbrecher nicht mehr im Haus sind", warnt Tanja Cronenberg. Bis zum Eintreffen der Beamten darf nichts angefasst werden. Nach der Spurensicherung sollten die Geschädigten umgehend prüfen, was die Ganoven mitgenommen, beschädigt oder zerstört haben. Eine entsprechende Liste brauchen sowohl die Polizei als auch die Versicherungsgesellschaft. "Benachrichtigen Sie Ihre Versicherung unverzüglich", empfiehlt die ERGO Expertin. "So kann die Regulierung des Schadens schnellstmöglich erfolgen und im Bedarfsfall umso früher ein Gutachter hinzugezogen werden." Damit der Schaden in voller Höhe von der Hausratversicherung erstattet werden kann, muss bei Abschluss eine ausreichend hohe Versicherungssumme vereinbart werden. Um diese zu kalkulieren, empfiehlt es sich, eine Inventarliste anzulegen und den Neupreis aller Haushaltsgegenstände aufzuführen. Im Schadenfall kann die Versicherung dann auf diese Liste zurückgreifen; hilfreich sind auch Quittungen, Fotos oder Videos der entwendeten oder zerstörten Gegenstände. Ein zusätzlicher Tipp der Expertin: "Denken Sie daran, den Wert Ihres Hausrates regelmäßig zu überprüfen und die Versicherungssumme anzupassen, damit auch Neuanschaffungen auf jeden Fall mitversichert sind."
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