Montag, 05. Dezember 2016


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Drei Wochen nach dem CO2-Unfall in Lackdepot : Über 700 Besucher zum Tag der offenen Tür

(lifePR) (Mönchengladbach, ) Drei Wochen nach dem CO2-Unfall im Lackdepot der Dyrup GmbH in Mönchengladbach hat das Unternehmen die Anwohner am 6. September zum Tag der offenen Tür eingeladen. Weit über 700 Besucher ließen es sich trotz des schlechten Wetters nicht nehmen, diesem Aufruf zu folgen.

"Wir haben nichts zu vertuschen - wir möchten den Anwohnern zeigen, dass unsere Sicherheitssysteme auf dem neuesten Stand der Technik sind und höchste Sicherheit für Mensch und Umwelt bei uns oberste Priorität hat", betont Jürgen David, Geschäftsführer der Dyrup GmbH. "Deshalb haben wir uns entschlossen, bei einem Tag der offenen Tür unserer gesamten Nachbarschaft unsere Sicherheitstechnik zu zeigen und in Gesprächen zu dem bedauerlichen CO2-Unfall Stellung zu nehmen", so David.

Unter Leitung des Hausinspektors Friedhelm Müllers konnten die Besucher persönlich das CO2-Löschsystem und dessen Funktionsweise inspizieren und sich über den theoretischen Ablauf im Brandfall informieren. Vom Unfall betroffene Anwohner erhielten ausführliche Antworten auf ihre Fragen, so auch zum Verhalten bei derartigen Unfällen und zu eventuellen Folgen für die Gesundheit. Experten des Instituts für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Umwelt, des Büros für Arbeitssicherheit sowie der Löschanlagenfirma Minimax und der TAS Telefonbau Arthur Schwabe, Hersteller von Brandmeldeanlagen, stellten sich ebenfalls den vielen Fragen der Besucher.

Anwohner sehen wie die CO2-Löschgasanlage funktioniert

Müllers erklärt: "Unser Löschtank fasst über 50.000 Liter CO2. Er versorgt im Brandfall über Rohrleitungen die drei Lagerhallen. Der Tank steht auf einer Waage und schon beim Verlust geringster Mengen wird ein Alarm ausgelöst." Die Frage eines Besuchers, ob die Feuerwehr im Notfall schon mit Atemschutz anrücke, beantwortet Müllers mit einem eindeutigen Ja. Die Feuerwehr kenne das Sicherheitskonzept und wisse, dass es sich um eine CO2-Löschgasanlage handele. In der Brandschutzzentrale der Firma erfahren die Anwohner: "Sobald die Rauchmelder anschlagen, läuft bei der Feuerwehr der Alarm auf und bei uns heult eine Sirene. Gleichzeitig schließen sich automatisch alle Dachluken, die Schotttüren zwischen den drei Lagerhallen sowie die Außentüren. In dieser Zeit müssen alle Mitarbeiter die Halle verlassen, danach strömt innerhalb weniger Minuten das CO2 in die Halle und verdrängt den Sauerstoff. Über Notschalter kann der Einströmvorgang unterbrochen werden, für den Fall, dass jemand auf dem Weg nach draußen stürzt."

Dyrup freut sich über Besucherresonanz

"Durchweg alle Besucher fanden es prima, dass wir ihnen alles gezeigt haben und sehr offen mit den Dingen umgegangen sind", freut sich Prokurist Bernd Kaltenbach. Gelobt wurden vor allem die Gespräche mit den Experten. "Wir haben gelernt, dass wir hier eine tolle Nachbarschaft haben, die uns trotz des CO2-Unfalls positiv gegenüber steht. Dafür sind wir sehr dankbar." Geschäftsführer David ergänzt: "Auch wenn immer noch nicht feststeht, was die Ursache für den Austritt des CO2-Löschgases war, prüfen wir derzeit alle Möglichkeiten, unsere Sicherheitsstandards weit über die gesetzlichen Standards hinaus anzuheben und zu verbessern".

Dyrup GmbH

Die Dyrup GmbH gehört zur Monberg&Thorsen Holding mit Hauptsitz in Dänemark. Die deutsche Niederlassung in Mönchengladbach beschäftigt sich mit dem Vertrieb von Farben, Lacken und Lasuren. Produziert wird hauptsächlich in Dänemark. In Deutschland unterhält Dyrup keine Produktionsstätte. Dyrup ist mit seinen Produkten im Bereich der Holzveredelung europäischer Marktführer. 85 Mitarbeiter/innern versorgen vom Hauptdepot in Mönchengladbach Kunden in Deutschland und Österreich. Das Depot hat eine Gesamtfläche von 6.600 m² und verfügt über 7.500 Palettenstellplätze.

Die CO2-Löschanlage ist speziell auf die Räumlichkeiten und Bedürfnisse des Unternehmens ausgelegt und verfügt über einen Tank mit 50.000 Litern CO2-Gas. Die Anlage ist in der Lage, jeden Brand innerhalb weniger Minuten zu löschen. Das Warnsystem ist direkt mit der Leitstelle der Feuerwehr verbunden. Alle Räumlichkeiten sind mit Brandschutzmeldern ausgestattet.

Weshalb am 16. August 2008 das CO2 unkontrolliert aus dem Gebäude entweichen konnte, wird von den Behörden zurzeit noch untersucht. Am 22. Juli 2008 wurden im Rahmen einer Routineüberprüfung keinerlei Beanstandungen an der Löschanlage festgestellt.

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