Donnerstag, 08. Dezember 2016


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"Mittelstand braucht Entlastungen"

DRV-Vizepräsident Hans Doldi appelliert an die Politik

(lifePR) (Berlin, ) "Womit der Mittelstand wieder in Fahrt kommt"- unter diesem Titel diskutierten auf dem diesjährigen 13. Tourismusgipfel Branchenvertreter mit der Politik. Hans Doldi, Vizepräsident des Deutschen ReiseVerbands (DRV), forderte auf dem vom Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) am Montag, den 16. November veranstalteten Branchentreffen in Berlin von der neuen Bundesregierung ein klares Programm für Wachstum und finanzielle Entlastungen - besonders für den Mittelstand. Denn, so Doldi, gerade die Reisebranche und besonders das Segment der Reisebüros und Reiseveranstalter seien deutlich mittelständisch geprägt. Über 2,8 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Tourismusbranche, davon über 74.000 bei Reisebüros und Reiseveranstaltern. "Nach der Gesundheitsbranche ist der Tourismus einer der beschäftigungsintensivsten Segmente der deutschen Wirtschaft", untermauert Doldi deren wirtschaftliche Bedeutung. Konkret formulierte DRV-Vizepräsident Doldi folgende zentralen Forderungen des Branchenverbands an die Politik:

- Keine Steuer- und Abgabenerhöhungen: Insbesondere eine erneute Anhebung der Mehrwertsteuer würde den Konsum und damit die Konjunktur in Deutschland ausbremsen. Vielmehr muss es Steuersenkungen für Unternehmen geben, also gezielte Entlastungen für den Mittelstand bei der Unternehmensbesteuerung.

- Erbschaftssteuer ersatzlos streichen: Sie belastet besonders bei der Übergabe von kleinen Betrieben die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer.

- Investitionen fördern: Höhere Abschreibungsmöglichkeiten, etwa für geringwertige Wirtschaftsgüter, erleichtern die Investitionsbereitschaft.

- Kreditvergabe erleichtern: Die neue Bundesregierung muss dafür Sorge tragen, dass die für die Mittelstandsfinanzierung wichtigen Kreditinstitute nicht durch erhöhte Eigenkapitalanforderungen in ihrer Kreditvergabemöglichkeit eingeschränkt werden.

- Bürokratische Hürden abbauen: In Verwaltung und Behörden müssen Entscheidungsprozesse beschleunigt werden.

- Bildungsausgaben und Förderung erhöhen: Wichtig für die Zukunftssicherung sind gut ausgebildete Fachkräfte. Die staatlichen Ausgaben in und für Bildung müssen angehoben werden. Aber auch mehr Unterstützung bei der Weiterbildung ist gefordert, denn gerade kleinere Betriebe müssen sich Weiterbildungsmaßnahmen finanziell und vor allem auch personell leisten können.

- Kurzarbeitszeitraum verlängern: Eine Ausdehnung auf 24 Monate auch nach dem 31. Dezember 2009 hinaus würde dem Mittelstand eine weitere Möglichkeit der Überbrückung von Krisenzeiten eröffnen.

- Befristung ausweiten: Ebenfalls könnte gerade dem Mittelstand eine Verlängerung der Befristung von Arbeitsverträgen auf über zwei Jahre eine Erleichterung bringen.

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