Sonntag, 04. Dezember 2016


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DREWAG baut Biogasanlage in Klotzsche

(lifePR) (Dresden, ) Am Standort des DREWAG - Heizkraftwerks Dresden-Klotzsche wird eine Biogasanlage errichtet. Für die Biogaserzeugung kommt ein konventionelles Nassvergärungsverfahren zum Einsatz. Als Substrate für den Betrieb dieser Biogasanlage dienen Maissilage und Rindergülle. Die energetische Verwertung des erzeugten Biogases erfolgt in einem BHKW (Blockheizkraftwerk) mit einer elektrischen Leistung von 834 kWel. Die Abwärme dieses BHKW mit einer Leistung von 885 kWth wird in das Fernwärmenetz Dresden-Klotzsche eingespeist. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für August 2010 geplant.

Der Standort des Heizkraftwerk Dresden-Klotzsche ist aufgrund seiner Lage am nördlichen Stadtrand ideal für eine Biogasanlage mit vollständiger Wärmenutzung geeignet. Der Antransport der Einsatzstoffe von den landwirtschaftlichen Flächen ist mit relativ geringem Aufwand möglich, und das Fernwärmesystem Klotzsche kann die gesamte erzeugte Wärme abnehmen.

Der Kraftwerksstandort ist Teil des Industrieparks Klotzsche. Die Biogasanlage wird auf Flächen errichtet, die nach dem Abriss des alten Heizkraftwerkes Klotzsche im Jahr 2009 frei wurden. Damit ist ein einfacher Betrieb des HKW Dresden-Klotzsche und der Biogasanlage im Verbund möglich.

Die gewählte Anlagentechnologie ist ein kontinuierliches, einstufiges Nassvergärungsverfahren mit Hauptfermenter, Nachgärer und gasdicht abgedecktem Lagerbehälter für flüssige Gärreste.

Die Biogasanlage besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten: Vorlagebehälter Gülle mit Biofilter, Abtankstation, Annahmebunker mit Eintragsvorrichtung, Fermenter, Nachgärer, Gärrestlager, Pumptechnik, Fackel, Biogasaufbereitung, Blockheizkraftwerk (BHKW), Pumpen und Rohrleitungen, Elektro- und Leittechnik, Straßen, Wege und Außenanlagen.

Die Maissilage wird vom anliefernden Fahrzeug direkt in einen unterirdisch installierten Dosierbunker (Feststoffdosierer) gekippt. Von dort wird das Substrat über ein Schneckenfördersystem direkt in den Hauptfermenter einbracht. Rindergülle wird aus einem Vorlagebehälter in den Fermenter gepumpt. In Abhängigkeit der dosierten Einsatzmenge strömen äquivalente Mengen der Fermenterflüssigkeit in die jeweils nachfolgende Stufe (Nachgärer, Gärrestlager). Im Gärrestlager wird der flüssige Gärreststoff zwischengespeichert, bis er als wertvoller natürlicher Dünger wieder auf den Feldern ausgebracht werden kann. Durch den vollständig geschlossenen Prozess werden mögliche Geruchsemissionen auf ein Mindestmaß begrenzt.

Das Biogas entsteht in einem mehrstufigen biologischen Prozess unter Sauerstoffabschluss und bei einer Temperatur von etwa 38 - 40°C. Dazu wird das Substrat in den Fermenterbehältern beheizt und kontinuierlich gerührt.

Das erzeugte Biogas sammelt sich in den Membrangasspeichern oberhalb der Fermenterbehälter und wird über eine Entschwefelungsanlage dem BHKW zugeführt. Im BHKW-Motor wird elektrische Energie mit einer Leistung von 834 kW erzeugt und in das Mittelspannungsnetz der DREWAG eingespeist. Die Abwärme von 885 kW wird vollständig in das 21 km lange Fernwärmenetz Dresden-Klotzsche abgegeben und ergänzt die Versorgung von über 200 Industrie- und Haushaltskunden.

Die Anlage soll vollautomatisch und ohne ständige Besetzung betrieben werden. Die Überwachung erfolgt über die zentrale Leitwarte der DREWAG im HKW Dresden-Reick. Tägliche Kontrollgänge und eine ständige Prozessüberwachung sollen einen optimalen und störungsfreien Betrieb der Anlage sichern.

Die Gesamtbaukosten inklusive Gaserzeugung und BHKW belaufen sich auf ca. 3,5 Mio. EUR.
Durch den Einsatz der Biogasanlage ergibt sich eine CO2-Einsparung von 3.051 Tonnen pro Jahr.

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