Freitag, 09. Dezember 2016


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Nicht alles auf eine Karte setzen

(lifePR) (Berlin, ) Wer seine Ersparnisse allzu einseitig anlegt - zum Beispiel überwiegend in amerikanische Aktienfonds - geht ein hohes Risiko ein. Denn wenn die Kurse fallen, kann er auf einen Schlag sehr viel Geld verlieren. Besser ist es, nicht alles auf eine Karte zu setzen und sein Vermögen möglichst breit zu streuen. Experten empfehlen als risikomindernde Depot-Beimischung sogenannte alternative Investments, die nur wenig mit den Kapitalmärkten in Wechselwirkung stehen.

"Zu alternativen Investments zählen alle Anlageformen, die keine 'traditionellen Investments' wie beispielsweise festverzinsliche Wertpapiere oder Aktien, Renten- und sonstige Investmentfonds sind", erklärt Tilman Fischer, Geschäftsführer der West LB Trust. "Es handelt sich damit zum einen um längst etablierte Anlageklassen wie Immobilien und Schiffsbeteiligungen, zum anderen um noch nicht lange beachtete wie Rohstoffe und eher exotische wie Kunstobjekte oder Wein." Private-Equity-Anlagen, also Beteiligungen an nicht öffentlich gehandelten Unternehmen, zählen ebenfalls zu den alternativen Investments.

Viele professionelle Anleger legen einen hohen Anteil ihrer Gelder in alternativen Investments an. Dazu zählen zum Beispiel die Stiftungen der drei renommierten US-amerikanischen Universitäten Yale, Harvard und Stanford, die teilweise zwei Drittel in derartige Anlageklassen investieren und durchschnittlich jedes Jahr zweistellige Renditen erwirtschaften. Für private Anleger empfehlen sich alternative Investments als Beimischung im Depot, um so von den in der Regel überdurchschnittlichen Renditen profitieren zu können, ohne ein allzu hohes Risiko einzugehen. "Anleger sollten allerdings beachten, dass sich alternative Investments in der Regel nicht so schnell verkaufen oder auflösen lassen wie traditionelle Anlagen", sagt Fischer. "Benötigt ein Anleger dringend Geld und muss sich deswegen von seinem Investment trennen, ist es möglich, dass er zunächst keinen Käufer findet oder einen schlechten Preis erzielt."

Daher eignen sich alternative Investments vor allem für langfristig orientierte Anleger.

Vielen Privatanlegern fehlen das Wissen und die Zeit, um sich mit Einzelanlagen auseinanderzusetzen. Für sie können Dachfonds sinnvoll sein, um das Risiko ausreichend zu streuen. "Hier sollten Anleger unbedingt darauf achten, dass die Fondsmanager langjährige Erfahrung haben und in der Vergangenheit bereits erfolgreich alternative Investments gemanagt haben", so Fischer. "Denn der Renditeabstand zwischen den besten und schlechtesten Managern von Investments im Bereich Private Equity, Schiffen und Immobilien ist wesentlich größer als bei Aktien- oder Rentenfonds."

Anleger sollten nur in Dachfonds von Initiatoren investieren, die das Kapital ausschließlich in Fonds Dritter und nicht in eigene Fonds investieren. "So können sie sicher sein, dass die Fonds-Auswahl unabhängig erfolgt, ausschließlich auf der Qualität der einzelnen Beteiligungen basiert und die Fondsgesellschaft nicht versucht, eigene schlecht laufende Fonds unterzubringen."

Mit Bedacht ausgewählt sind alternative Investments nicht nur ein geeignetes Mittel, um Schwankungsrisiken im Depot zu verringern und die Gesamtrendite zu verbessern. Sie bieten auch einen guten Schutz vor der Geldentwertung durch Inflation.

Deren Auswirkungen haben die meisten Verbraucher in den vergangenen Monaten durch die stark steigenden Preise für Benzin und viele Nahrungsmittel bereits spüren können. "Wer sein Kapital erhalten oder erst ein Vermögen aufbauen will, muss dem jährlichen inflationsbedingten Wertverlust begegnen", sagt Claudia Ulrich, Leiterin Finanzplanung bei der WGZ BANK. Sparbücher, Festgelder oder typische Anleihen leiden laut Ulrich unter dem jährlichen Kaufkraftverlust stärker als Sachwerte wie Immobilien oder Gold. "Für ihren langfristigen Vermögensaufbau sollten die Anleger deshalb Sachwerte bevorzugen."

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