Montag, 05. Dezember 2016


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Wohin geht die Reise? Zukunftsfrage Migration

Diskussionsrunde über Immigration und Integration im Rahmen der Blue Hour des Alumni-Clubs der Donau-Universität Krems

(lifePR) (Krems, ) Kann Zuwanderung gesteuert werden? Sind Einwanderer immer die Bösen? Ist Österreichs Migrationspolitik gescheitert und hat sie überhaupt stattgefunden? Die DiskutantInnen bei der Blue Hour Podiumsdiskussion am 10. März im Leopoldmuseum in Wien stellten sich komplexen Fragen und lieferten historisch, rechtlich und politisch erhellende Antworten und Einblicke.

"Das wünscht sich jedes Land, aber funktionieren tut es nirgendwo so", erteilt Univ.-Prof. Mag. Dr. habil. Gudrun Biffl der gesteuerten Zuwanderung gleich zu Beginn eine Abfuhr. Als Leiterin des Departments für Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems wird sie als Expertin im Laufe des Abends noch mehrfach mit historischen Exkursen aufzeigen, wie die aktuelle Situation in Österreich entstanden ist, wann welche Zuwanderungsströme passiert sind und wie teilweise versäumt wurde, darauf zu reagieren.

"Es ist kaum möglich, Migration sachlich zu diskutieren, das Thema ist emotional." Sektionschef Dr. Mathias Vogl, Leiter der Rechtssektion im Innenministerium, gelingt mit diesem Satz das Kunststück, Recht zu haben und sich dennoch selbst zu widerlegen: Sehr sachlich stellt er unter anderem dar, dass Österreich sich nicht als Einzelkämpfer sehen darf, sondern Migrationspolitik nur im europäischen Rahmen verstanden werden kann.

Wer sind die anderen?

Mag. Emel Yahsi hatte viele Stolpersteine zu überwinden. Als Kind türkischer Gastarbeiter kämpfte sie sowohl mit Vorurteilen innerhalb ihrer Familie als auch gegen die Chancenungleichheit. Die Qualitätsmanagerin geht heute in Schulen und versucht dort gegenseitiges Verständnis unterschiedlicher Gruppen zu entwickeln: "Das größte Problem ist es, dass es kein Interesse, kein Nachfragen bei den jeweils anderen gibt."

Vorbild Unternehmen

Mag. David Sperl löst gewissermaßen täglich Migrationsprobleme - als Human Resource Manager von Western Union ist es unter anderem sein Job, Menschen in einer fremden Gesellschaft auf gewisse Zeit zu integrieren. "Wir bereiten die Leute auf die Aufgabe im Ausland vor, begleiten sie vor Ort und nutzen die Integrationsmöglichkeiten, die das Gastland uns bietet. Vorbereiten, begleiten und kooperieren wäre eventuell auch aus staatlicher Sicht ein Modell für Migrationspolitik."

Doppelt provokanter Abschluss

Moderator Dr. Michael Prüller, stellvertretender Chefredakteur "Die Presse", befeuert die Diskussion gegen Ende einerseits mit der Frage, ob die Versäumnisse überhaupt noch aufzuholen seien und andererseits mit der Frage: "Wie hätten Sie im Fall Zogaj entschieden?"

Die letzte Frage bleibt unbeantwortet, bezüglich Versäumnissen ist aber klar, dass "wir immer den Ansatz nehmen müssen: Was können wir tun? Es ist nie zu spät und je besser Integration funktioniert, um so größer ist der soziale Friede", bringt es Mathias Vogl auf den Punkt.

Österreich steht bei der Integrationsfrage noch ganz am Anfang, darin sind sich alle am Podium einig; ebenso ist es klar, dass es gelungene Integration nicht zum Nulltarif geben wird und Forschung als Grundlage politischer Entscheidungen notwendig sein wird.

Alumni-Club der Donau-Universität Krems

Im Rahmen der "Blue Hour", einer Veranstaltungsreihe des Alumni-Clubs der Donau-Universität Krems, finden regelmäßig Gespräche und Diskussionen mit prominenten Persönlichkeiten in angenehmer Atmosphäre statt. Die "Blue Hour" bietet damit den AbsolventInnen der Donau-Universität Krems die Möglichkeit, aktuelle Themen zu diskutieren, neue ExpertInnen kennen zu lernen und Erfahrungen mit den ehemaligen StudienkollegInnen auszutauschen. Die Diskussionsreihe findet in Kooperation mit der Tageszeitung "Die Presse" statt.

Nähere Informationen unter www.donau-uni.ac.at/alumni Nächste Blue Hour: 28. April 2010

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