Freitag, 02. Dezember 2016


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Johannes Heisig & Walter Eisler

24. März - 05. Juni 2010 / DIE GALERIE Frankfurt am Main

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Erstmals in einer gemeinsamen Doppelausstellung präsentiert DIE GALERIE in Frankfurt am Main die Künstlerbrüder Johannes Heisig und Walter Eisler.

1953 und 1954 als Söhne des renommierten Malers Bernhard Heisig in Leipzig geboren, wachsen beide im Kreise der bekannten deutschen Künstlerfamilie Heisig auf. Ihr Vater Bernhard Heisig (* 31. März 1925 in Breslau, Sohn des Malers Walter Heisig) gilt als Vertreter der Leipziger Schule zusammen mit Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer als einer der führenden Köpfe der DDR-Kunst, die über den offiziellen sozialistischen Realismus hinaus ihren künstlerischen Weg suchten. Trotz - oder gerade wegen - dieser gemeinsamen familiären künstlerischen Wurzeln unterscheiden sich die Bildsprachen beider Künstler grundlegend voneinander, lediglich ein ähnliches Interesse an der thematischen Auseinandersetzung mit persönlicher Geschichte, mit Familie und Herkunft ist ihren Werken gemein.

Johannes Heisigs Arbeiten zeugten lange von jenem expressiv vorgetragenen Pathos der Malerei der früheren DDR, der auch die Werke Bernhard Heisigs prägt. Spätestens seit seinem 1990 begonnenen Rückzug aus allen öffentlichen Ämtern hat sich Heisigs imposante Bildsprache jedoch zugunsten einer Konzentrierung des Blicks, einer Ausnüchterung des Sujets verändert. Heute treibt ihn vor allem die Leidenschaft, etwas von den Beobachtungen und der visuellen Kraft des Erlebens der eigenen Zeit zu vermitteln. Er schichtet Farben zu Landschaften, Porträts und Stillleben im Stile eines expressiven Impressionismus und führt auf diese Weise das realistische Abbild aus dem Vertrauten heraus, verfremdet und transformiert es schließlich - häufig nach monatelangem Übermalen - in etwas für den Betrachter Unbekanntes und Einmaliges.

Walter Eislers Werke hingegen zeichnen sich durch eine besondere Form der Bildsprache aus, die auf dem Zusammenspiel der einzelnen Elemente beruht, welche trotz des realen Bezugs sowohl in seinen thematischen Bildern als auch in seinen Stadt- und Industrieszenarien, Landschaften oder Königsbildern immer ausdrücklich zeichenhaft sind. Eislers eigentliches Thema kreist um den Prozess von Werden und Vergehen. Während seine frühen Landschaften den (biologischen) Verfallsprozess durch ihre lebendige Fülle und das Aussterben ihrer faszinierenden Schönheit versinnbildlichen, stellt er in den "Städtebildern" vorzugsweise "architektonische Fundstücke" dar. Formale Strenge und eine stark flächige Farbigkeit prägen Eislers diagonal im Bild angelegten Architekturen, die er auf diese Weise zu einem metaphysisch überhöhten und inhaltlich aufgeladenen Konstrukt umformt. Während Eisler Leben und Entwicklung reflektiert, spielen Momente wie Macht und Ohnmacht in seinen "Königsbildern" eine zusätzliche Rolle. Das königliche Spiel, Schach, weitet das Panorama des Lebens zu schockierenden Ansichten. Das Spiel wird zum Theater umfunktioniert und als Bühne benutzt - solche Vokabeln in der Formensprache zeigen die nur vorgebliche Eindeutigkeit, statt dessen verführt Eislers Bildwelt zum Rätseln, Fantasieren und Entschlüsseln.

Ausstellung / Exhibition:
Johannes Heisig & Walter Eisler

Vernissage: 24. März 2010, 18.30 Uhr
Dauer: 24. März - 05. Juni 2010

DIE GALERIE
Grüneburgweg 123
D-60323 Frankfurt am Main

MO-FR 9 - 18, SA 10 - 14

Für weitere Informationen und Materialien kontaktieren Sie bitte DIE GALERIE, Frau Maren Kirchhoff, per E-Mail an info@die-galerie.com oder telefonisch unter 069/ 971471 0.
Der Abdruck der beigefügten Pressebilder ist honorarfrei. Fotonachweise bitte wie folgt: DIE GALERIE, Frankfurt am Main. Ein Belegexemplar wird erbeten.

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