Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 343921

Pflege im Alltag durch innovative Systeme erleichtern

Berlin/ Worms

(lifePR) (Berlin, ) Auf jeden ambulanten Pflegefall kommen statistisch gesehen nur 0,17 Pflegekräfte. Das ist recht wenig. Das Verhältnis im Pflegeheim ist mit 0,86 Pflegekräften auf einen Pflegebedürftigen erheblich besser.

Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes gab es 2009 in Deutschland
- 11.634 Pflegeheime mit 717.000 Pflegebedürftigen und 621.000 beschäftigten Pflegekräften
- 12.026 ambulante Pflegedienste mit 1.620.000 Pflegebedürftigen und 269.000 Pflegekräften.

Diese Zahlen zeigen deutlich: im Bereich der häuslichen Pflege ist viel weniger professionelles Personal im Einsatz. Das hängt auch mit der weitestgehend ehrenamtliche Übernahme von Pflegeaufgaben durch Angehörigen und Freunde zusammen. Deswegen ist es wichtig, die Pflege durch praktische Ideen zu erleichtern.

DGVP-Präsident Candidus erläutert: "Eins steht in jedem Fall schon für jetzt und die nahe Zukunft fest - die Ausstattung mit qualifiziertem Pflegepersonal in beiden Bereichen der Versorgung wird weiter abnehmen. Dies liegt nicht an dem bösen Willen der Gesetzgeber oder der Kranken- und Pflegekassen, sondern an der Finanznot. Durch den demografischen Wandel haben wir immer weniger Einzahler in das Sozialsystem.

Gleichzeitig steigt aber die Zahl der Personen mit Bedarf an Pflegeleistungen von derzeit ca. 2,4 Millionen Bürgern auf ca. 4 Millionen. Wir stehen also unmittelbar vor einer Mangelversorgung für die Pflegebedürftigen."

Als Vertreter der Bürger, der Versicherten und Patienten/ Pflegebedürftigen sieht sich die DGVP e.V. für Gesundheit verpflichtet, auf diese Entwicklung hinzuweisen und nach Möglichkeiten zu suchen, die eine Entlastung des Mangels herstellen könnten. Dazu gehört auch die Beachtung ganz alltäglicher Probleme und Bewertung praktischer Ideen.

"Wie kann man das Leben der Pflegebedürftigen erleichtern und auch die Pflege - egal ob durch professionelle Kräfte oder Angehörige - unterstützen? Das ist ein Thema, mit dem man sich ernsthaft beschäftigen muss", sagt Candidus.

Viele betrifft es, doch keiner redet darüber: Mit zunehmendem Alter wird der Gang zur Toilette nicht nur häufiger, sondern auch beschwerlicher.

Die Beweglichkeit der Senioren und Pflegebedürftigen ist nicht nur durch Erkrankungen, sondern durch das normale Altern eingeschränkt. Das führt dann auch dazu, dass die Reinigung des Genitalbereichs nach dem Toilettengang nur schwer oder gar nicht mehr alleine durchgeführt werden kann. In jedem Fall ist die Einhaltung einer einwandfreien Hygiene für diesen Personenkreis erschwert oder sogar unmöglich. Durch die Störungen in Beweglichkeit und Motorik kann es zu direktem Kontakt mit dem Stuhlgang oder Urin kommen. Kommt dann noch das Problem der unzureichenden Reinigung der Hände dazu, verbreiten sich die Keime im Haushalt des Pflegebedürftigen oder im Pflegeheim.

Um diese Problematik zu minimieren, gibt es aus den asiatischen Ländern wie bspw. Japan innovative und sinnvolle Technologien - etwa Toilettenbecken ohne Rand, die eine komplette Ausspülung der Toilette ermöglichen. Die Becken sind auf der Basis der Nanotechnologie gefertigt und verfügen über eine dauerhaft glatte Oberfläche bei denen Schmutzanhaftungen kaum eine Chance haben. Dadurch reduziert sich die Bakterienrestbelastung auf unter 10% gegenüber den herkömmlichen Toilettenbecken.

Im Toilettenbecken ist ein Stabdüsensystem zur Reinigung des Genitalbereichs mit warmem Wasser integriert. Stärke und Position des Wasserstrahls sowie die Temperatur des Wassers können über eine Fernbedienung einfach eingestellt werden. Die Düse reinigt sich nach jeder Nutzung von selbst, so dass Kontaminationen eingegrenzt werden.

"Wir sind der Überzeugung, dass der Einsatz solcher Technologien die Hygiene verbessert. Noch wichtiger ist uns die Notwendigkeit, die Pflegekräfte und Angehörigen in der Praxis zu entlasten. Für die älter werdenden Menschen wird der Tagesablauf leichter, die Lebensqualität gesteigert und die Intimsphäre und Würde des Menschen respektiert", legt der DGVP-Präsident dar.

"Die Technologie des Toilettensystems aus Asien ist bewährt. Die Anforderungen an Hygiene sind in Japan stärker ausgeprägt als in Deutschland. Es wird deshalb auch mehr Wert auf die entsprechende Ausstattung gelegt. In jedem Fall sollten wir dem Slogan der Japaner entsprechende Rechnung tragen: Die Keime sollten auf der Toilette bleiben!"

Insofern ist eine solche Investition zu empfehlen. Die Nutzung solcher Systeme entlastet das Pflegepersonal, dient zur Verbesserung der Hygiene und zur Steigerung der Lebensqualität für den Menschen mit eingeschränkter Motorik. Angesichts der steigenden Zahl an Pflegebedürftigen und dem bestehenden Fachkräftemangel in der Pflege, sind solche Ideen eine große Erleichterung gerade für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.

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