Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Susanna Mälkki debütiert beim DSO mit Konzerten in München und Berlin

Auf den Programmen steht die Uraufführung und Berliner Erstaufführung von Bernhard Ganders Konzert für Akkordeon, Flügelhorn und Orchester >Dirty Angel<

(lifePR) (Berlin, ) Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin ist auch in diesem Jahr zu Gast bei der Münchener Biennale. Gemeinsam mit der finnischen Dirigentin Susanna Mälkki, die ihr Debüt beim DSO gibt, wird das Orchester am 1. Mai Bernhard Ganders >Dirty Angel< als Auftragswerk der Landeshauptstadt München zur Uraufführung bringen, ein Konzert für Akkordeon, Flügelhorn und Orchester. Am 3. Mai spielt das DSO unter Susanna Mälkki dieses Konzert erstmals in der Berliner Philharmonie.

Bernhard Gander, geboren 1969 in Lienz in Osttirol, ist ein Mann mit ausgeprägtem Eigensinn. Als Schüler schrieb er Songs für eine Rockband. Werke von Iannis Xenakis, Paul Hindemith und Arnold Schönberg wirkten auf den Heranwachsenden wie ein Aha-Erlebnis. Den entscheidenden Anstoß für die Komponistenlaufbahn erhielt er durch seine Arbeit in elektronischen Studios. Neue Musik und Heavy Metal schließen sich für den Komponisten nicht aus, von Horrorfilmen lässt er sich ebenso inspirieren wie von moderner Bildender Kunst.

Ganders Auftragswerk für die Münchener Biennale nannte er >Dirty Angel<. Mit Flügelhorn und Akkordeon sieht Gander zwei Soloinstrumente vor, die in der älteren populären Musik zu Hause sind und inzwischen fast avantgardistische Karrieren gemacht haben. Dafür sind auch Musiker verantwortlich, die, wie Gander, die Leidenschaft für die »Musik von unten« mit der urmusikalischen Neugier nach ungeahnten Klängen verbanden. Zu ihnen gehören der Schwede Anders Nyqvist und der Bulgare Krassimir Sterev, die mit Flügelhorn und Akkordeon die Solopartien des Konzerts übernehmen. Beide Musiker sind Mitglieder des Klangforums Wien.

Erstmals arbeitet das DSO mit der finnischen Dirigentin Susanna Mälkki zusammen. Sie kommt, wie die meisten Erfolgskollegen ihres Landes und ihrer Disziplin, aus der Schule von Jorma Panula. Ihr Debüt beim Ensemble Intercontemporain in Paris geriet so überzeugend, dass sie als Chefdirigentin engagiert wurde. Inzwischen hat sie ihre Kompetenz im überlieferten und im aktuellen Repertoire bei renommierten Orchestern unter Beweis gestellt: bei den Berliner und Münchner Philharmonikern, beim Amsterdamer Concertgebouw Orkest und beim Boston Symphony Orchestra.

Das Programm am 3. Mai beginnt mit Mozarts so genannter »kleiner« g-Moll- Symphonie. In ihr erprobte der Komponist, was er später als tragende Elemente des »großen Stils« einsetzte. Strawinsky wiederum holte volkstümliches Material in seine Ballettmusik >Petruschka<. Es ist alten, zum Teil sehr alten Ursprungs; und es lag gewiss nicht auf der Erwartungslinie damaliger Zeitgenossen. Das DSO spielt die durch den Komponisten bearbeitete Fassung von 1947.

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