Sonntag, 22. Januar 2017


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Freiwillige Selbstkontrolleinrichtungen Multimedia-Diensteanbieter und Fernsehen bündeln Kompetenzen

FSM und FSF beschließen intensive langfristige Kooperation und Verzahnung der Prüfverfahren von Medieninhalten

(lifePR) (Berlin, ) Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)und die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V. (FSF) werden in Zukunft eng zusammenarbeiten.
Das haben die Vorstände beider Selbstkontrollen beschlossen. Hintergrund ist die fortschreitende Konvergenz der Medien, die ermöglicht, gleiche Inhalte über verschiedene Vertriebskanäle abzurufen.

Die FSM-Vorstandsvorsitzende Gabriele Schmeichel erklärt dazu: "Wir sehen viele Möglichkeiten, in wichtigen Bereichen zukünftig stärker zusammenzuarbeiten. Durch die zunehmende Verwertung identischer Inhalte im Internet und im Fernsehen sind heute sowohl FSM als auch FSF für deren Bewertung zuständig - mit der Gefahr unterschiedlicher Urteile. Das wollen wir durch unsere Zusammenarbeit vermeiden und so den Jugendschutz weiter stärken."

Auch der Vorstandsvorsitzende der FSF, Dieter Czaja, begrüßt die engere Zusammenarbeit der Selbstkontrolleinrichtungen: "Die bisherige Aufteilung der Kompetenzen von Selbstkontrollen, aber auch der Aufsicht, nach Vertriebswegen, wird durch die zunehmende parallele Verwertung derselben Inhalte auf DVD, im Fernsehen und im Internet überholt. Für den Jugendschutz gilt es, vergleichbare Standards mit auswertungsspezifischen Differenzierungen zu schaffen. Das gegenwärtige, auch für Fachleute unübersichtliche Jugendschutzsystem ist den derzeitigen Entwicklungen nicht mehr angemessen."

Neben der Zusammenführung der fachlichen Arbeit wollen FSM und FSF auch die unterschiedlichen Kompetenzen ihrer Prüfer aufeinander abstimmen und ihre Aktivitäten im Bereich Prävention und Medienpädagogik stärker koordinieren. Dazu wollen beide Einrichtungen so bald wie möglich eine gemeinsame Geschäftsstelle eröffnen. Schmeichel und Czaja erklärten, dass bereits seit längerem über eine bessere Zusammenarbeit aller am Jugendschutz beteiligten Einrichtungen diskutiert wird. Mit den jetzigen Beschlüssen sei nun zum ersten Mal ein konkreter Schritt getan worden.

Beide betonten, das Kooperationsmodell stehe auch für die FSK (Kino, Video, DVD) und die USK(Computerspiele) offen.

Über die FSF:

Ziel der FSF ist die Verbesserung des Jugendschutzes im Fernsehen. Kern ihrer Arbeit ist die Prüfung von derzeit ca. 1.200 Sendungen jährlich vor der Ausstrahlung unter Jugendschutzgesichtspunkten. Darüber hinaus fördert sie den wissenschaftlichen Diskurs über Medienwirkungen und erstellt neben inhaltlichen Fachpublikationen zahlreiche Materialien für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.

Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) ist die anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Der Verein engagiert sich in erster Linie für den Jugendmedienschutz - insbesondere die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich jedermann kostenlos wenden kann, um jugendgefährdende Online-Inhalte zu melden.

Die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern gehört zu den weiteren Aufgaben der FSM. Unter dem Dach der FSM sind neben der Selbstkontrolle Mobilfunk auch die Selbstkontrolle der Suchmaschinenanbieter sowie die Selbstkontrolle der Chatanbieter angesiedelt.

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