Montag, 05. Dezember 2016


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Papst Franziskus redet Klartext und fordert Klimaskeptiker heraus

DEN: "Enzyklika sollte jedermann zu umweltfreundlichem Verhalten motivieren!"

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Das Deutsche Energieberater Netzwerk DEN e.V. nimmt mit großer Sympathie die neue von Papst Franziskus verkündigte Enzyklika "Laudato si" auf, die sich vor allem mit dem Zustand unserer Umwelt und der Zukunft des Klimas auseinandersetzt. "In dieser seiner zweiten Lehrschrift fordert Papst Franziskus viele heraus, die den lässlichen Umgang mit unserer Umwelt als Kavaliersdelikt ansehen, allen voran die sogenannten Klimaskeptiker", sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker: "Der Papst bezeichnet die Erde als 'Müllhalde' und das Verhalten vieler Menschen als 'selbstmörderisch'. Deutlicher geht es ja wohl nicht mehr!"

Der Ingenieur begrüßt insbesondere die Eindeutigkeit der Enzyklika. Dannecker: "Papst Franziskus tadelt heftig die Wegwerfgesellschaft, die Umweltzerstörung und die globale Gleichgültigkeit. Und er verbindet - ganz im Sinne nachhaltigen Denkens - seine Kritik an ökologisch desaströsen Entwicklungen mit den sozialen Problemen weltweit. Umweltschutz und Armutsbekämpfung gehören zusammen."

Dannecker zufolge seien mit dieser Enzyklika umwelt- und klimapolitische Fragen weltweit wieder ins Rampenlicht gerückt worden: "Einige Jahre lang hat man gedacht, man könne so weitermachen wie bisher. Aber nachdem erst vor kurzem auch der G7-Gipfel im bayerischen Elmau den Klimaschutz als eine der wichtigsten politischen Zukunftsaufgaben definiert hat, muß die Klimakonferenz am Jahresende in Paris wirklich liefern." Auf dieser Konferenz soll eine neue globale Klimaschutz- Vereinbarung in der Nachfolge des Kyoto-Protokolls beschlossen werden.

Es sei bedeutsam, dass der Papst in seiner Enzyklika auch konkret den Verzicht auf Kohle zur Energieerzeugung gefordert habe, erläutert Dannecker: "Das ist Rückenwind für die Befürworter des Kohleausstiegs in Deutschland. Jetzt kann die Regierung beweisen, ob sie es wirklich ernst meint mit der Umsetzung dieser wichtigen Klimaschutzmaßnahme."

Überhaupt müsste nach der Lehrschrift aus Rom mancher Politiker sein Handeln an den konkreten Vorschlägen des Papstes messen lassen. "Diese Enzyklika richtet sich nicht nur an Katholiken, sondern an alle Menschen guten Willens. Jetzt darf man gespannt sein, wie etwa die Landesregierung des mehrheitlich katholischen Bayern künftig ihre Drohungen begründen wird, die klimafreundliche Energiewende zu verhindern, nur damit der Freistaat von Stromtrassen und Atommüll-Lagern verschont bleibt", ergänzt Dannecker.

"Die Reaktionen der Menschen zeigen, dass viele auf derart deutliche Worte aus Rom gewartet haben. Jetzt kann jeder guten Gewissens beim Klimaschutz aktiv werden, etwa durch Sparsamkeit beim Energieverbrauch", so Dannecker.

Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von über 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizienten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.

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