Dienstag, 06. Dezember 2016


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Energieberater sehen Dämmung und Brandschutz nicht als Widerspruch

DEN: "Brandrisiko bei Polystyrol-Dämmung ernst nehmen, aber nicht dramatisieren!"

(lifePR) (Offenbach, ) Mit großem Interesse verfolgt das Deutsche Energieberater Netzwerk DEN e.V. die neue Debatte um strengere Brandschutzvorschriften für gedämmte Fassaden, bei denen Polystyrol zum Einsatz kam. "Diese Debatte wird eigentlich schon mehrere Jahre geführt, zumindest in Fachkreisen", sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands. "Ein aktueller inhaltlicher Anlass jenseits einer politischen Planskizze ist schwer zu erkennen".

Der Spiegel hatte in seiner jüngsten Ausgabe mit dem Titel "Brennt wie Stroh" und unter Berufung auf ein internes Papier einer Fachgruppe der Landesbauministerkonferenz von drastischen Planungen berichtet, um mangelnden Brandschutz zu gewährleisten. So sollten um gedämmte Gebäude herum angeblich "Schutzzonen" ausgewiesen werden, in denen kein brennbares Material wie Holz oder auch Müllcontainer erlaubt mehr seien. Die Rede ist in dem Blatt auch von Parkverboten für Autos in unmittelbarer Fassadennähe.

Hillebrands: "Diese dramatischen Schilderungen entsprechen nicht unseren alltäglichen und praktischen Erfahrungen als Energieberater. Man hat den Eindruck, dass mit dem Thema 'Brandschutz' selbst ein mediales Feuer entfacht werden soll. Um es klar zu sagen: Dämmung und Brandschutz sind kein Widerspruch!"

Er verstehe durchaus die Verunsicherung von Bauherren angesichts spektakulärer Brände, bei denen Fassadendämmungen aus Polystyrol im Spiel war. "Solche Brände erzeugen Misstrauen - das ist klar und das ist auch richtig so. Aber jenseits der meistens prominenten Berichterstattung hört man nach den Untersuchungen durch Brandsachverständige erstaunlicherweise nichts mehr über die Ursachen."

Der DEN-Vorsitzende plädiert dafür, die nötige Diskussion sachlich zu führen und ein interessengeleitetes Hin und Her zwischen Politik, Wirtschaft und Medien zu vermeiden. Hillebrands: "Es geht hier um technische Antworten auf technische Fragen, leider vor einem politischen und wirtschaftlichen Hintergrund. Das Deutsche Institut für Bautechnik überarbeitet ständig seine Regelungen, nicht nur bei Brandschutz und Fassadendämmung.

Wer als Bauherr trotz medial geführter Debatten um den richtigen Brandschutz nicht auf die energetische Sanierung seines Gebäudes verzichten will, dem empfiehlt Hillebrands den Einsatz mineralischer Dämmstoffe. "Vor allem aber ist es wichtig, einen unabhängigen Energieberater zu Rate zu ziehen, etwa vom Deutschen Energieberater-Netzwerk DEN. Diese Experten wissen um alle technischen Möglichkeiten der Fassadendämmung, von denen der Polystyrol-Einsatz nur eine ist."

Hillebrands unterstreicht: "Nur wenn potentiellen Sanierern das durchaus verständliche Misstrauen in bestimmte Wärmedämmtechnologien überzeugend genommen wird, werden sie auch gerne ihre Immobilien energetisch auf den aktuellen Stand bringen. Das liegt im ureigensten Interesse der WDVS-Hersteller, das liegt im Interesse aller Beteiligten bei professionell ausgeführten Maßnahmen, das liegt vor allem aber auch im Interesse der Bundesregierung. Denn eines ist klar: Ohne einen im Vergleich zu heute erheblich gesteigerten Beitrag bei der energetischen Sanierung bestehender Gebäude werden sich die vereinbarten Klimaziele nicht halten lassen."

Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizienten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.

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