Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Deutschland sollte klimafreundliche Energiepolitik selbstbewusst vorleben

DEN: "Treffen der G7-Energieminister verdeutlicht unterschiedliche Interessen"

(lifePR) (Offenbach, ) Mit großem Interesse nimmt das Deutsche Energieberater Netzwerk DEN e.V. die Ergebnisse des Treffens der G7-Energieminister in Hamburg zur Kenntnis. "Es ist einmal mehr deutlch geworden, wie unterschiedlich die Interessen der sieben größten Industrieländer bei der Energieproduktion und -versorgung sind. Es reicht langfristig aber nicht, Lippenbekenntnisse für mehr Klimaschutz abzugegen, um sich anschließend der eigenen Energieindustrie ein 'Weiter so!' zuzurufen", kommentiert der Vorsitzende des Deutschen Energieberater Netzwerkes DEN e.V., Hermann Dannecker.

Deutschland hat derzeit den Vorsitz der G7 inne. Im Rahmen ihrer Präsidentschaft im Jahre 2015 hat die Bundesregierung die Themen Klimawandel und Klimaschutz auf die Agenda der Gruppe gesetzt. Beim jüngsten Treffen der Energieminister in Hamburg wurden diese Themen zwar erörtert; Beschlüsse mit Blick auf die Weltklimakonferenz am Jahresende in Paris gab es aber keine.

"Damit wurde wieder einmal ein Chance vertan", meint der DEN-Vorsitzende Dannecker. "Die Kernkraft soll in den USA und in Japan weiter gefördert werden, Kohle und Erdgas sollen weiterhin zentrale Energieträger bleiben. Aber wenn alle nur immer ihren eigenen Profit im Auge haben und auf den eigenen Technologien beharren, wird es nie zu einer Initiative kommen, die den Klimawandel effektiv bekämpft."

Dannecker regt vor diesem Hintergrund an, dass Deutschland seinen Weg unbeirrt weitergeht und auf erneuerbare Energiequellen sowie auf größtmögliche Energieeffizienz setzt. "Da liegt ökonomisch ein Millardenmarkt der Zukunft, und ökologisch wird es ohnehin nicht ohne eine drastische Reduzierung des Treibhausgas-Ausstosses gehen. Allein im Heizungs- und Wärmebereich lassen sich durch neue Technologien und energetische Sanierung von Bestandsgebäuden noch erhebliche klimapolitische Potentiale mobilisieren."

Der Ingenieur rät in diesem Zusammenhang zu Konsequenz und Selbstsicherheit. "Die Bundesrepublik sollte klimafreundliche Energiepolitik selbstbewusst vorleben. Und das heißt in den nächsten Jahrzehnten: Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die von Deutschland eingeleitete Energiewende ist ja keine politische Laune, sondern ein Generationenprojekt. Der Umbau unseres Energieversorgungssystems - nicht nur beim Strom - wird 30 bis 40 Jahre dauern. Dann aber wird Deutschland über ein System verfügen, um das uns andere Länder beneiden werden!"

Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 700 Ingenieuren, Architekten und Technikern. Alle Mitglieder verbindet das gemeinsame Arbeitsgebiet der Beratungs- und Planungsleistungen zur effizienten Energienutzung und Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebestand, der Wohnungswirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie für Kommunen. Ihre Beratung erbringen sie neutral und unabhängig.

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