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Tierschutzgesetz-Novellierung: Agrarausschuss des Bundesrates ist gefordert
"Wir setzen jetzt auf den Bundesrat, Tierschutz ist eine föderale Aufgabe. Alles, was bisher auf dem Tisch liegt, reicht nicht aus. Es geht offenbar bei der Bundesregierung nicht um mehr Schutz für Tiere, sondern alles dazu zu tun, damit der Status Quo für die Tiernutzerlobby möglichst unverändert bleibt", kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Widerstand gegen Wildtierhaltung in Zirkussen
Zu Einzelthemen im Gesetzesentwurf bündelt sich nun der Widerstand. Gemeinsam mit 18 anderen Verbänden hat der Deutsche Tierschutzbund eine Stellungnahme für ein Ende der Wildtierhaltung in Zirkussen verfasst. Der Bundesrat selbst hat sich bereits zweimal klar für ein solches Verbot ausgesprochen. Zu Recht: Wildtiere leiden in fahrenden Zirkussen unter ständigen Transporten und unzureichender Unterbringung in mobilen Kleinstgehegen. Es fehlt zudem häufig an ausreichender medizinischer Betreuung durch versierte Fachtierärzte. Monotone und mangelhafte Beschäftigung sowie zum Teil artwidrige Dressuren und Vorführungen quälen die Tiere darüber hinaus. "Die jetzige Formulierung im Gesetzentwurf ist aus unserer Sicht nicht geeignet, eine Umsetzung des letztjährigen Bundesratsbeschlusses für ein Verbot bestimmter Wildtiere zu gewährleisten", stellt Schröder enttäuscht fest. "Hier werden Tiere gequält, statt geschützt, es muss dringend nachgebessert werden."
Das Eckpunktepapier des Deutschen Tierschutzbundes für ein neues Tierschutzgesetz, die Stellungnahme der Tierschutzverbände zu Wildtieren im Zirkus sowie das Rechtsgutachten zur Umsetzung der Tierversuchsverordnung finden Sie hier: http://www.tierschutzbund.de/tierschutzgesetz.html
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