Dienstag, 06. Dezember 2016


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Hugo Boss wird pelzfrei - Deutscher Tierschutzbund lobt vorbildliches Engagement für den Tierschutz

(lifePR) (Bonn, ) Der Deutsche Tierschutzbund zeigt sich erleichtert über die Entscheidung des Modeunternehmens Hugo Boss, das mit dem Start der Herbst/Winter-Kollektion 2016 komplett auf den Einsatz von Echtpelz verzichten will. Das Unternehmen hatte diese Entwicklung kürzlich in seinem Nachhaltigkeitsbericht bekannt gegeben. Vorangegangen waren Diskussionen mit der internationalen Initiative Fur Free Alliance, in der sich auch der Deutsche Tierschutzbund als Mitglied für ein Ende der Zucht und Tötung von Pelztieren einsetzt.

"Hugo Boss hat ein deutliches und vorbildliches Zeichen gegen das Töten von Pelztieren gesetzt und geht in der Modewelt als gutes Beispiel voran", sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Im Vorfeld hatte die Fur Free Alliance Hugo Boss in Gesprächen aufgefordert, Tierquälerei nicht länger zu unterstützen und auf den Einsatz von Echtpelz zu verzichten. "Jedes Modeunternehmen, das weiterhin Pelzprodukte verkauft, unterstützt eine Industrie, die für den Tod von Millionen von Tieren verantwortlich ist, welche auf brutale Weise gehalten und getötet werden - und das für ein überflüssiges Luxusprodukt", sagt Schröder.

Liste der pelzfreien Unternehmen wächst

Hugo Boss reiht sich in eine wachsende Liste pelzfreier Marken und Einzelhändler ein, darunter Asos, Calvin Klein, H&M, Jack Wolfskin, Tommy Hilfiger, S. Oliver und Zara. Die Tierschützer hoffen, dass sich durch die Entscheidung von Hugo Boss der Druck auf diejenigen Unternehmen erhöht, die immer noch Pelz im Angebot haben. Auch den Verbrauchern und Einzelhändlern ist mittlerweile bewusster, welche entsetzlichen Bedingungen auf den Pelzfarmen trotz gegenteiliger Behauptungen der Pelzindustrie weltweit herrschen.

Tierquälerische Käfighaltung und Tötung

In engen Käfigen werden die Pelztiere jeder Möglichkeit beraubt, sich artgerecht zu verhalten. Auf den Farmen werden nicht einmal die Minimalansprüche, die diese Tiere an ihre Umgebung stellen, erfüllt. Hugo Boss hatte 2014 damit begonnen, Fell von Marderhunden zu verkaufen, welches aus tierquälerischer Haltung - zumeist aus China - stammt. Die Tiere vegetieren in kleinen Käfigen dahin. Berichten zufolge kommt es sogar vor, dass ihnen bei der Tötung nur unsachgemäß auf den Kopf geschlagen wird, bevor sie lebendig gehäutet werden. Ebenfalls in der Kritik stand Hugo Boss für den Einsatz von Kaninchenfell, das seit Jahren in den Kollektionen Verwendung fand. Als angebliches Nebenprodukt der Fleischgewinnung beworben, steht aber tatsächlich meist die Fellgewinnung im Vordergrund. Auch diese Kaninchen leben unter katastrophalen Bedingungen - enge strukturlose Käfige sind die Regel.

Weitere Informationen unter:
www.tierschutzbund.de/pelz
Fur Free Alliance: www.furfreealliance.com
Hugo Boss: http://group.hugoboss.com/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsbericht

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