Dienstag, 21. Mai 2013


  • Pressemitteilung BoxID 332488

Nachhaltige Leistungen der Agrarwirtschaft anerkennen!

DRV fordert Versachlichung der Nachhaltigkeitsdebatte

(lifePR) (Berlin, ) Der DRV begrüßt die Einführung von Nachhaltigkeitskonzepten in der Lebensmittelwirtschaft. "Nachhaltigkeitsprogramme, die zur Erhöhung der Produktionskosten führen, kann es aber nicht zum Nulltarif geben", erklärt Dr. Henning Ehlers, Generalsekretär des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. (DRV).


Aufgrund der Komplexität und Vielfalt der Produktionsprozesse in der Lebens- und Futtermittelwirtschaft ist für die erfolgreiche Entwicklung eines Nachhaltigkeitskonzeptes die Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich. "Nachhaltigkeitsstrategien dürfen aber keinesfalls dazu führen, dass bestimmte Produktionsweisen oder der Einsatz bestimmter Produktionsmittel ohne eine sachgerechte Begründung komplett abgelehnt werden", so der DRV-Generalsekretär weiter.

Der DRV unterstützt beispielsweise Initiativen zur nachhaltigen Verbesserung der Produktion regionaler Futterrohstoffe. Diese können als Ergänzung, auf absehbare Zeit jedoch nicht als Ersatz für Futterimporte aus Drittländern dienen. Eine Umkehr der globalen Handelsströme ist illusorisch. Der DRV warnt deshalb davor, die derzeit insbesondere im Bereich der Lebensmittelwirtschaft geführte Nachhaltigkeitsdiskussion zu emotionalisieren.

Die wissenschaftlich nicht haltbare Verknüpfung von Nachhaltigkeit mit dem generellen Verbot des Einsatzes gentechnisch veränderter Pflanzen verhindert die Nutzung züchterischen Fortschritts im Pflanzenbau. Letztlich gefährdet eine künstliche Verknappung der Rohstoffverfügbarkeit die hocheffiziente und zugleich nachhaltige Produktion der deutschen Veredelungswirtschaft.

"Die Raiffeisen-Genossenschaften fühlen sich den Grundsätzen einer nachhaltigen Produktion verpflichtet. Für das Bestehen auf nationalen und internationalen Märkten muss allerdings die Wettbewerbsfähigkeit gesichert bleiben. Letztlich entscheiden die Verbraucher, ob sie die Aufwendungen einer nachhaltigeren Produktion honorieren", betont Dr. Ehlers.

Über den Deutscher Raiffeisenverband e.V.

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich organisierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 2.531 DRV-Mitgliedsunternehmen im Agrarhandel und in der Verarbeitung von Agrarerzeugnissen mit rund 100.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 48,2 Mrd. Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

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