Samstag, 03. Dezember 2016


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Erneutes Zeichen zur Stärkung des Schulsports gesetzt

(lifePR) (Frankfurt/Main, ) Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die Kultusministerkonferenz und die Sportministerkonferenz haben ein erneutes Zeichen zur Stärkung des Sports für Kinder und Jugendliche im Allgemeinen und des Fußballsports an Schulen im Besonderen gesetzt. Auf dem 2. Fußball-Kongress am 6. und 7. Oktober 2008 in Potsdam erarbeiteten rund 200 Fachleute neue Leitlinien für die Zukunft. "Unser Ziel ist es, die Sport- und Fußballangebote für Mädchen und Jungen in den Ländern zu erweitern, nachhaltig zu stärken, und damit nicht nur für den Fußball selbst neue Impulse zu setzen, sondern ebenso zu einem gesunden Lebensstil beizutragen", fasste DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger die Ergebnisse zusammen.

Grundlage aller Überlegungen ist, dass der Sport integraler Bestandteil der schulischen Bildung ist. "Er trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei und seine Bedeutung wird sich weiterhin verstärken, da das Leben zunehmend durch technische Entwicklungen und verringerte alltägliche Bewegungsanlässe bestimmt wird", erklärte Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Der Fußball hat dabei im Sportunterricht einen hohen Stellenwert, da er für die Erziehung zahlreiche Beiträge leisten kann. "Er fördert die ganzheitliche Entwicklung der Kinder, die über den körperlich-motorischen Bereich hinaus weitere Entwicklungsdimensionen anspricht", so Thomas Lenz, Staatssekretär im Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der den Vorsitzenden der Sportministerkonferenz, Lorenz Caffier, vertrat.

Um dieses Potenzial zu nutzen, bedarf es jedoch einer entsprechenden Herangehensweise. Das heißt, es muss ein auf die unterschiedlichen Fähigkeiten und Ansprüche des Kindes abgestimmtes, ansprechendes und vielseitiges Angebot geschaffen werden. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, der in seinen Thesen von der sportwissenschaftlichen Seite durch Prof. Dr. Klaus Roth, Direktor des Instituts für Sport und Sportwissenschaft, gestützt wird, äußerte dazu in seinem Vortrag: "Entwicklungsgerechte Bewegungsförderung in der Schule heißt, die Unterrichtsinhalte sollen sich am individuellen Entwicklungsstand der Schüler orientieren. Dabei muss eine Vielseitigkeit sichergestellt sein, die die Grundlage für eine später zunehmende Spezialisierung bildet. Die Freude an der Bewegung und Könnenserlebnisse im Sport sind motivierende Faktoren und können ein positives Verhältnis zum Sporttreiben bewirken."

Eine fachliche Herausforderung in zweierlei Hinsicht - sowohl pädagogisch als auch sportlich. Um Lehrkräfte bei der Vermittlung der Sportart Fußball zu unterstützen, bietet der DFB schon seit geraumer Zeit ein Fortbildungsangebot an. Mit der ersten Reihe der Qualifizierungsmaßnahmen zur Förderung des Schulfußballs werden vornehmlich Lehrerinnen der Primarstufe angesprochen. Der DFB verfolgt dabei das ehrgeizige Ziel, in den kommenden Jahren mehr als 20.000 Lehrkräfte auszubilden. Bereits im Jahr 2007 hatte der DFB mehr als 20.000 Grundschulen in Deutschland mit so genannten Starterpaketen ausgestattet, in denen sich unter anderem Bälle, Markierungshemden und Trainingsgeräte befanden.

Zum Einsatz sollen die Utensilien und das Fachwissen aber nicht nur gemäß Lehrplan kommen. Auf dem 2. Fußball-Kongress wurde angeregt, das Fußball-Angebot im außerunterrichtlichen Schulsport zu erweitern. Denn dort ist der Fußball in der Regel als freiwilliges Angebot zu verstehen. Dieses gewinnt gerade im Zusammenhang mit dem Ausbau der Ganztagesangebote an Schulen zunehmend an Bedeutung, weil sich Schüler damit im Rahmen des schulischen Betreuungsangebots für eine sportliche Betätigung entscheiden können.

Die Lernerfolge durch den Schulsport, sprich die eigene Leistungsfähigkeit, soll schließlich auch im Wettbewerb erprobt werden können. "Sich dem Vergleich mit anderen zu stellen, ist konstitutiver Bestandteil sportlichen Handelns und macht einen Großteil der Faszination des Sports aus", sagt Dr. Theo Zwanziger. Und um der zu entsprechen, werden auch in Zukunft Schulsportwettbewerbe angeboten, deren Bandbreite von Turnieren auf Schulebene bis zu den Höchstleistungen bei einem Bundesfinale des Wettbewerbs JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA reicht. In diesem Zusammenhang wird es auch eine Modifizierung des "Sepp-Herberger-Tages" geben. Die Grundidee, an diesem Tag ein Schulfußball-Turnier auszurichten, bleibt bestehen. Die Optimierung besteht darin, den Fußball zu einem fachübergreifenden und fächerverbindenden Projekt zu machen.

Weitere Möglichkeiten zu Schulfußball-Aktivitäten entstehen durch den Bau von 1.000 modernen Mini-Spielfeldern durch den DFB. Hier sollen als Ergebnis erfolgreicher Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen flächendeckend und regelmäßig kleine Fußballfeste möglichst viele Kinder ansprechen und für den Sport begeistern. Eine Nachhaltigkeit vornehmlich im Bereich des Mädchenfußballs wird zudem durch die Kampagnen zur Frauen-Weltmeisterschaft 2011 angestrebt. Hierfür soll unter anderem der bereits bestehende DFB-Vereinswettbewerb weiterentwickelt werden. "Im Mädchenfußball steckt ein enormes Potenzial, das wir gerade auch mit Hilfe der Schule erreichen wollen. Wir wollen an den Schulen Strukturen schaffen, die über 2011 hinaus greifen", sagte Steffi Jones, Präsidentin des WM-Organisationskomitees, in Potsdam.

Als weiteres Ziel wurde auf dem 2. Fußball-Kongress der Ausbau des Netzwerks der Eliteschulen des Fußballs formuliert. Bis zu 50 Einrichtungen - davon bis zu zwölf für Mädchen - sollen das dafür notwendige Zertifikat erhalten. Um die in Zusammenarbeit von DFB, KMK, SMK und DFL vergebene Auszeichnung zu erhalten, muss ein umfangreicher Kriterienkatalog erfüllt werden. Die Eliteschulen des Fußballs helfen den Schülern, ihre Doppelbelastung von schulischen Anforderungen und sportlichen Höchstleistungen zu meistern.

Zudem wurde die integrative Kraft des Fußballs unterstrichen. "Fußball fasziniert die Menschen aller Nationen, Kulturen und Schichten. Daher sollte der Fußball genutzt werden, um das Zusammenleben von Menschen, insbesondere für Kinder und Jugendliche verschiedener Kulturen, zu erleichtern. Die gewonnenen Erfahrungen und die Potenziale des Fußballs als Integrationskraft sollten für den Sport und die Gesellschaft genutzt werden", sagt Dr. Theo Zwanziger.

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