Sonntag, 22. Januar 2017


  • Pressemitteilung BoxID 67546

Kampf gegen Piraterie braucht internationale Standards

DSM erinnert am Weltschifffahrtstag an die aktuelle Gefahr für Seeleute durch Piratenüberfälle.

(lifePR) (Bremen, ) Der diesjährige Weltschifffahrtstag steht ganz im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums der IMO (International Maritime Organisation), einer Einrichtung der UNO. Die Deutsche Seemannsmission (DSM) ist dort durch die ICMA (International Christian Maritime Association) ebenfalls vertreten und wird in den Beratungen als Beisitzer gehört. Das Hauptziel der IMO ist es, internationale Standards für Seeleute und ihre Sicherheit an Bord zu definieren, zu vereinbaren und durchzusetzen. Der Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission, Pastor Hero Feenders sagte gestern dazu: "Das ist besonders in diesen Tagen aktuell. Vermehrt werden Schiffe von Piraten überfallen und deutsche Reeder sind davon auch betroffen. Seeleute brauchen deshalb Fürsprecher an Land, die ihre Interessen wahrnehmen und vertreten, während sie selbst auf See sind. Durch die regelmäßigen Besuche an Bord in 17 Häfen weltweit und 16 Häfen in Deutschland erfahren wir sehr direkt und ungeschminkt, wie sich das Leben der Seeleute an Bord verändert und unter welchen Bedingungen die Arbeit geschieht. Durch die Ausarbeitung und Formulierung von internationalen Übereinkommen gelingt es der IMO, die Interessen der Seeleute zu schützen und deren Sicherheit zu erhöhen. Daher erscheint es lohnenswert, ebenso wie bei der Umsetzung des ISPS-Code, kurzfristig internationale Übereinkommen zu treffen, um die Piraterie zu unterbinden." Eine solche Maßnahme könne das Wohl der Seeleute an Leib und Seele schützen und dafür stehe die DSM mit ihrem selbst formulierten Auftrag support of seafarers' dignity, so Feenders weiter.

Deutsche Seemannsmission e.V.

Die Deutsche Seemannsmission e.V. unterhält im Ausland über 17 Seemannsstationen, die eine 'Heimat in der Fremde' für Seeleute bieten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen an Bord und sind für Gespräche, für die Sorgen und Nöte der Seeleute da, die lange Fahrenszeiten und immer kürzere Liegezeiten in den Häfen haben. In Deutschland sind 16 Stationen mit eigenständigen Inlandsvereinen unter dem Dach der DSM organisiert. Die diakonisch-missionarische Arbeit an Seeleuten wird von der Deutschen Seemannsmissionen seit über 150 Jahren getan. DSM e.V. ist als anerkannter Fachverband für die Arbeit an und mit Seeleuten weltweit ein Mitglied des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (Stuttgart/Berlin). Die Tätigkeit der DSM wird finanziell wesentlich durch die Ev. Kirche Deutschland, die Bundesregierung, private Spenden und freiwillige Abgaben von Reedereien unterstützt. Der Gesamthaushalt 2009 umfasst knapp 2,4 Mio. Euro.

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