Dienstag, 24. Januar 2017


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Er war einer der großen Ruhelosen des 20. Jahrhunderts: B. Traven Tagung vom 19.03-21.03.2010

(lifePR) (Marbach, ) Anarchist, Räterepublikaner, Räuberromantiker, postkolonialer Entdeckungsreisender, erfolgreicher Romanautor: Den Welten, die sich hinter dem Mythos »B. Traven« verbergen, widmet sich die internationale Tagung »B. Traven. Werk - Autor - Werkgeschichte«. Ausgewiesene Literaturwissenschaftler beleuchten die komplexe Werk- und Textgeschichte Travenscher Romane und Erzählungen und analysieren dessen Erzählstrategien, u.a. der Hamburger Germanist Professor Günter Dammann, der Literaturwissenschaftler Günther Helmes (Flensburg), der Romanist Klaus Meyer-Minnemann (Hamburg) und die Slawistin Galina Potapova (Bremen).

"B. Traven" ist das Pseudonym eines deutschsprachigen Schriftstellers, dessen Lebenslauf bis heute viele Rätsel aufgibt. Er lebte in seiner Hauptschaffenszeit in Mexiko-Stadt, berühmt wurde er mit Abenteuerromanen wie Das Totenschiff (1926) und der Der Schatz der Sierra Madre (1927), seine Bücher wurden in mehr als 24 Sprachen übersetzt. Editionsgeschichtlich und erzähltheoretisch erschließt die Tagung Zugänge zu einem Kultautor, dessen postkoloniales, politisch engagiertes Werk ebenso viele Fragen aufwirft wie die geheimnisvolle Biographie.

Der scheinbar singuläre Autor Traven könnte sich - im Spannungsfeld von Nietzsche-Wirkung und Darwin-Mode, vitalistischem Monismus und Bewegungen der Lebensreform - als den Problemstellungen seiner (in den 1880ern geborenen) Schriftstellergeneration durchaus zugehörig erweisen.

B. Travens Werk im Deutschen Literaturarchiv Marbach ist Teil der umfangreichen Bibliothek des Bietigheimer Lehrers und Sammlers Heinz Neumann (1912- 2001), die neben einer der größten Sammlungen zu Karl May auch die Abenteuerliteratur deutsch- und fremdsprachiger Autoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts umfasst.

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