Freitag, 09. Dezember 2016


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"Rheuma bewegt uns alle" ist der diesjährige Slogan zum Welt-Rheuma-Tag

(lifePR) (Bonn, ) Mit dem diesjährigen Welt-Rheuma-Tag am 12. Oktober 2015 stellt die Deutsche Rheuma-Liga ihr gesellschaftspolitisches Engagement in den Fokus. "Rheuma bewegt uns alle" lautet der Slogan, mit dem sich der Verband als Interessenvertretung rheumakranker Menschen präsentiert und mehr Beachtung und Unterstützung für die 20 Millionen Erkrankten in Deutschland einfordert. Mit Text- und Videoportraits von vier engagierten Rheumabetroffenen, die stellvertretend für viele andere stehen, gibt die Rheuma-Liga einen sehr persönlichen Einblick in ihr Engagement und den Lebensalltag. Aktion Mensch und DRV Bund haben das Projekt als Teil der mehrjährigen Kampagne "Selbstbestimmt leben, Gesellschaft verändern" gefördert. Pünktlich zum Welt-Rheuma-Tag stellt die Deutsche Rheuma-Liga ihre Internetseite zur Kampagne sowie begleitende Broschüren und Plakate vor.

"Jeder vierte Deutsche ist an einer der vielgestaltigen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises erkrankt, sei es Arthrose, entzündliches Rheuma, Fibromyalgie, Osteoporose oder chronischer Rückenschmerz. Rheuma kann jeden treffen. In jedem Alter", erklärt Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, Rheumatologin und Präsidentin des 290.000 Mitglieder zählenden Patientenverbandes.

"Das Engagement unseres Verbandes zielt verstärkt auf gesellschaftliche Veränderung, Teilhabe und Stärkung der Betroffenen", erläutert Marion Rink, die als Vizepräsidentin und Vertreterin der Patientenorganisation unter anderem im Gemeinsamen Bundesausschuss mit Krankenkassen und Ärztevertretern für eine bestmögliche Versorgung kämpft. Doch der Verband nimmt die Verbesserung der Lebenssituation von rheumakranken Menschen konkret selbst mit in die Hand. Beratung, Bewegungsangebote und viele Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches bieten die Landes- und Mitgliedsverbände mit ihren Ehrenamtlern vor Ort.

Soeben wurde ein neues Kursangebot entwickelt: "Herausforderung Rheuma - nimm dein Leben in die Hand", in dem geschulte Betroffene als Trainer tätig sind. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfahren in diesem Kurs ganz pragmatisch, wie sie ihren Alltag besser in den Griff bekommen oder wie sie auf Augenhöhe mit den Ärzten sprechen und eine bestmögliche Therapie einfordern.

Rheumatische Erkrankungen treffen auch junge Menschen. Egal, ob im Kindergarten, in der Schule, in der Freizeit, an der Uni oder im Berufsleben: Betroffene stoßen immer wieder auf Unverständnis. "Man sieht uns das Rheuma ja oft nicht an", so die Erfahrung der 25-jährigen Karen Baltruschat, die an entzündlichem Rheuma leidet und sich für mehr Verständnis stark macht. "In der Schule wollte mein Sportlehrer nicht einsehen, dass ich zwar ein paar Schritte laufen, aber mit meiner Knieentzündung nicht über den Bock springen konnte." Deshalb engagieren sich die Jungen Rheumatiker unter 35 gezielt in der Öffentlichkeitsarbeit: Sie gehen mit der Aktion "Rheuma, ich zeig's dir" auf die Straße.

Die Rheuma-Liga fördert zudem eigene Forschungsprojekte und bringt die Patientensicht auch in externe Forschung ein. "Für diese anspruchsvolle Aufgabe bildet die Rheuma-Liga erstmals engagierte Betroffene aus. "In Deutschland hat das Pioniercharakter", so Forschungspartner Dieter Wiek. Der pensionierte Studiendirektor und Bechterew-Patient engagiert sich zudem auf europäischer Ebene. "Da sind wir schon wesentlich weiter, was die Patientenbeteiligung in der Forschung anbelangt."

Auch in der ärztlichen Weiterbildung sind Rheumabetroffene als Experten aus Betroffenheit gefragt. Josef Röper diskutiert als so genannter Patient Partner mit angehenden Ärzten auf Augenhöhe. "Ich sehe da eine große Chance, bereits in der Universität im Gespräch mit den Studenten für den Beruf des Rheumatologen zu werben."

www.rheuma-liga.de/welt-rheuma-tag
www.rheuma-liga.de/mediencenter/presseinformationen/

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

Die Deutsche Rheuma-Liga ist mit aktuell 290.000 Mitgliedern die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich. Der Verband informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen. Die Rheuma-Liga bietet Menschen mit rheumatischen Erkrankungen Rat und praktische Hilfen, zum Beispiel Funktionstraining, unterstützt aber auch Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen und tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein. Die Rheuma-Liga finanziert ihre Arbeit vorrangig durch Mitgliedsbeiträge, Förderungen der Kranken- und Rentenversicherer, Projektmittel und Spenden.

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