Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Rürup und Rische

Rentenrenditen auch in Zukunft positiv in Zukunft positiv

(lifePR) (Berlin, ) Die Renditen in der gesetzlichen Rentenversicherung werden auch langfristig positiv bleiben. Das erklärten der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert Rürup, und der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische.

"Nach den jüngsten Rentenreformen werden sich die Beitragsrenditen in der Rentenversicherung zwar verringern, bleiben aber auch künftig positiv", sagte Bert Rürup. Diese Aussage treffe auch für ledige männliche Versicherte zu, die keine Witwen, Witwer oder Waisen mit Ansprüchen auf Hinterbliebenenrenten hinterlassen. Besonders Frauen und Ehepaare könnten im Vergleich zu männlichen Alleinstehenden mit vergleichsweise höheren Renditen rechnen. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Berechnungen unabhängiger Institutionen wie der Deutschen Rentenversicherung Bund, des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Sozialbeirates der Bundesregierung. Von der Stiftung Warentest wurden diese positiven Ergebnisse in ihrer Zeitschrift "Finanztest" in Heft 5/2006 und 7/2008 bestätigt.

"Die Renditeentwicklung sei daher definitiv kein Anlass, das System der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich in Frage zu stellen, zumal mit den aktuellen Reformen faktisch alle wichtigen Maßnahmen umgesetzt wurden, um die Rentenversicherung dauerhaft gegen die in der Bevölkerungsalterung angelegten Probleme abzusichern", sagte Rische.

Auch die heute vorgelegten Renditeberechnungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) weisen methodische Schwächen auf. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Arbeitnehmer die Möglichkeiten der staatlich geförderten zusätzlichen kapitalgedeckten Alterssicherung nutzen würden. Problematisch ist allerdings, Anreize zum Altersvorsorgesparen über fragwürdige Renditeberechnungen für die gesetzliche Rentenversicherung setzen zu wollen.

Insbesondere bringt das DIA bei ihren Renditeberechnungen auch eine zukünftige Geldentwertung in Ansatz, was notwendigerweise zu niedrigeren, realen Renditen führt. Bei Altersvorsorgeprodukten der Finanz- und Versicherungswirtschaft lassen die Anbieter bei ihren Renditeberechnungen die Inflation jedoch regelmäßig unberücksichtigt. So gibt es nach Informationen der Zeitschrift "Finanztest" keinen Lebensversicherer, der in seiner jährlichen Versicherungsstandsmitteilung eine inflationsbereinigte voraussichtliche private Rente ausweist.

Problematisch ist auch der vom DIA vorgenommene Vergleich der Rendite in der gesetzlichen Rentenversicherung mit Renditen von Finanzprodukten wie Anleihen oder Fonds. Bei der Berechnung der Renditen dieser Produkte hat das DIA das biometrische Risiko der Langlebigkeit vollkommen ausgeblendet. Während die Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung bis zum Lebensende gezahlt wird, kann bei solchen Kapitalmarktprodukten die Absicherung im Rentenalter nur solange reichen, wie Vermögen vorhanden ist. Um das individuelle Risiko der Vorsorge für eine lebenslange Alterssicherung abzusichern, müsste mit dem in den Anleihen oder Fonds angelegten Kapital bei Rentenbeginn eine private Rentenversicherung abgeschlossen werden. Da der Abschluss einer kapitalgedeckten Alterssicherung anders als die gesetzliche Rentenversicherung freiwillig ist, müssen die Anbieter dieser Produkte mit einer längeren Lebenserwartung rechnen als die gesetzliche Rentenversicherung. Die Methode des DIA beim Vergleich der Rendite von Vorsorgeprodukten ignoriert die unterschiedliche Lebenserwartung in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der freiwilligen Alterssicherung dagegen. Der vorge-nommene Vergleich mit der Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung ist von daher problematisch.

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