Sonntag, 11. Dezember 2016


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Aufschwung am Arbeitsmarkt geht zu Ende

(lifePR) (Bonn, ) Der rasante Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt wird schon bald zu Ende sein. Die Volkswirte der Deutschen Postbank AG rechnen im laufen-den Jahr mit einem Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen um saisonberei-nigt gut 1,25 Prozent. Im letzten Jahr waren es noch 1,7 Prozent gewesen. "Im Jahr 2009 sind keine nennenswerten Zuwächse mehr zu erwarten", sagt Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Postbank. "Wir rechnen mit einem minimalen Anstieg um 0,2 Prozent. Die durchschnittliche Arbeitslo-senquote wird im kommenden Jahr bei 7,6 Prozent liegen, das ist keine Verbesserung gegenüber dem aktuellen Stand."

Damit geht eine mehrjährige Erfolgsgeschichte zu Ende: Von März 2005 bis August 2008 sank die Zahl der Arbeitslosen saisonbereinigt von 5,03 Millionen auf 3,2 Millionen. Im gleichen Zeitraum ist die Arbeitslosenquote um 4,5 Prozentpunkte zurückgegangen, von 12,1 Prozent im März 2005 auf 7,6 Prozent. Heute ist die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit gut 16 Jahren. Gleichzeitig kam es zu einem fulminanten Beschäftigungsaufbau. Die Zahl der Erwerbstätigen kletterte im Juli in sai-sonbereinigter Rechnung auf 40,3 Millionen. Seit März 2005 erhöhte sie sich damit um gut 1,5 Millionen Personen.

Deutlich profitiert haben zuletzt auch die Langzeitarbeitslosen. So hat sich die Zahl derjenigen Arbeitslosen, die länger als zwölf Monate arbeitslos sind, in den letzten Monaten stark verringert. Im Juli galten noch knapp 1,1 Millionen Personen als langzeitarbeitslos, das sind rund 300.000 weni-ger als im Vorjahr. Ihr Anteil an den gesamten Arbeitslosen ist damit von 41 Prozent auf 37 Prozent zurückgegangen. Fortschritte gab es auch bei der Erwerbstätigkeit älterer Menschen. Die Zahl der sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigten im Alter von 50 bis 65 Jahren stieg 2007 um 5,8 Prozent gegenüber 2006. In der Altersgruppe von 25 bis 50 Jahren betrug der Zuwachs dagegen lediglich knapp ein Prozent.

Noch immer bereitet allerdings der Arbeitsmarkt im Osten der Republik Sorgen. Zwar hat sich die Arbeitslosenquote Ostdeutschlands saisonberei-nigt von März 2005 bis August dieses Jahres von 19,4 Prozent auf 12,9 Prozent reduziert. Sie liegt damit aber noch immer deutlich über der west-deutschen Arbeitslosenquote, die zuletzt 6,3 Prozent betrug. Eine weitere Schwachstelle: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Deutschland hat zwar stark abgenommen. Im internationalen Vergleich ist sie aber immer noch hoch.

Die vollständige Studie "Postbank Perspektiven" für den September und zurückliegende Monate finden Sie auch im Internet unter www.postbank.de/research.

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