Sonntag, 11. Dezember 2016


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"The Complete METROPOLIS"

Sonderausstellung des Museums für Film und Fernsehen, Berlin 21. Januar bis 25. April 2010

(lifePR) (Berlin, ) Vor seiner Uraufführung 1927 in Berlin wurde Fritz Langs METROPOLIS als teuerster und größter Film der Welt beworben. Zögerlich in nur einem Berliner Kino gestartet, wurde der Film zu einem Misserfolg, der die finanzielle Krise der Ufa beförderte. In den weltweiten Verleih ging eine um fast ein Drittel gekürzte und inhaltlich verstümmelte Fassung. Erst in den 1970er Jahren gelangte METROPOLIS als epochales Meisterwerk des deutschen Stummfilms zu Ruhm. Eine ganze Generation von Filmemachern sah in ihm das Mutterschiff aller Science-Fiction-Filme. George Lucas formte den Roboter C-3PO in seiner STAR-WARS-Saga (USA 1977) nach dem Beispiel der Maschinen-Maria. Ridley Scott schuf in BLADE RUNNER (USA 1982) Gebäude nach den Vorlagen des Filmklassikers, Pop-Stars wie Queen und Madonna zitierten METROPOLIS in ihren Musik-Videos.

Die verloren gegangene Uraufführungsfassung des Films wurde erst im Jahr 2008 in Buenos Aires wiederentdeckt. Zurzeit wird METROPOLIS von der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung gemeinsam mit Partnern rekonstruiert und restauriert und wird am 12. Februar 2010 in Berlin (60. Internationale Filmfestspiele Berlin) und in Frankfurt uraufgeführt.

Anlass genug für das Museum für Film und Fernsehen, mit "The Complete METROPOLIS" die Geschichte der künstlerischen Vision und der gigantischen Produktion des Films zu erzählen. Die Ausstellung rückt die Schauplätze des Films ins Zentrum und entfaltet entlang eines Parcours durch die Stadt Metropolis vielfältige Quellen und Originalobjekte: Romanvorlage und Drehbuch, mehrere Hundert Werkfotos, Requisiten, Arbeitsmaterialien, filmtechnische Geräte, Kostüm- und Szenenbildentwürfe, Trickgemälde und die Noten der Filmmusik. Die Originalkostüme aus dem Film sind nicht erhalten, jedoch wurden zwei der Kostüme eigens für die Ausstellung von dem Kostümhaus Theaterkunst nachgeschneidert, das den Film in den 1920er Jahren ausstattete. Darüber hinaus wird der aktuelle Restaurierungsprozess der verschollenen Szenen veranschaulicht - von dem beschädigten 16mm-Filmmaterial bis hin zu den überarbeiteten digitalen Bildern. Ein Audio-Guide liefert ergänzend Ausschnitte der Filmmusik und Berichte von den Dreharbeiten.

Die Zusammenfassung der Exponate aus den umfangreichen Sammlungen der Deutschen Kinemathek und der Cinémathèque française in Verbindung mit den Filmausschnitten der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung ermöglicht ein neues und tieferes Verständnis des Films.

Die Sonderausstellung "The Complete METROPOLIS" entsteht in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und wird aus den Mitteln des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht.

Zur Ausstellung erscheint im Belleville-Verlag das Buch "Fritz Langs Metropolis", herausgegeben von der Deutschen Kinemathek, mit Beiträgen zur Geschichte und Bedeutung des Films, zur Überlieferung und Rekonstruktion der unterschiedlichen Fassungen sowie zu der Wiederentdeckung der Premierenfassung. Mit umfangreichem Bildteil, ca. 400 Seiten.

Presserundgang: 20. Januar, 11 Uhr

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