Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Sir Ken Adam überlässt der Deutschen Kinemathek sein künstlerisches Werk

(lifePR) (Berlin, ) Der 1921 in Berlin als Klaus Hugo Adam geborene deutsch-britische Production Designer Sir Ken Adam übergibt der Deutschen Kinemathek - Museum für Film und Fernsehen die Sammlung seines künstlerischen Schaffens als Geschenk.

Sir Ken Adam hat 74 Filme als Production Designer ausgestattet. Zu den frühen Arbeiten gehören u. a. CAPTAIN HORATIO HORNBLOWER R. N. (1949) mit Gregory Peck, THE CRIMSON PIRATE (1952) mit Burt Lancaster, AROUND THE WORLD IN 80 DAYS (1955) sowie Stanley Kubricks DR. STRANGELOVE OR: HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB (1962), mit dessen "War Room" Ken Adam Filmgeschichte schrieb. Für AROUND THE WORLD IN 80 DAYS erhält Sir Ken Adam seine erste Oscar-Nominierung. Bei insgesamt acht Bond-Filmen ist er für das Production Design und die Gadgets - die besondere waffentechnische Ausstattung - verantwortlich. Neben DR. NO (1962) waren dies GOLDFINGER (1964), THUNDERBALL (1964/65), YOU ONLY LIVE TWICE (1967), ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE (1968), DIAMONDS ARE FOREVER (1971), THE SPY WHO LOVED ME (1977) und MOONRAKER (1978/79). Mit diesen Filmen setzte Sir Ken Adam einen neuen Standard in der Filmarchitektur.

Nach mehreren Berlin-Aufenthalten seit den 50er Jahren führten ihn die beiden Projekte TAKING SIDES - DER FALL FURTWÄNGLER (2001; Regie: István Szabó) und die Milleniumsausstellung "Sieben Hügel" (2000) im Martin Gropius Bau wieder für längere Zeit in seine Geburtsstadt. Als eines der Gründungsmitglieder ehrenhalber der Deutschen Filmakademie, als Mentor des Talent-Campus der Berlinale, als Festredner der "Metropolis"- Ausstellung der Deutschen Kinemathek war er seither ein regelmäßiger Gast der Stadt.

Für sein Werk erhielt Sir Ken Adam zahlreiche Auszeichnungen, darunter zwei Oscars für das beste Production Design: BARRY LYNDON (1973/74; Regie: Stanley Kubrick) und THE MADNESS OF KING GEORGE (1994; Regie: Nicholas Hytner). 1995 verlieh Königin Elizabeth dem Production Designer den britischen Verdienstorden "Order of the British Empire", womit Ken Adam in den Adelsstand erhoben wurde. Seitdem ist er berechtigt, den Titel "Sir" vor dem Vornamen zu tragen.

Die Sammlung des Filmarchitekten besteht aus rund 4.000 Skizzen zu Titeln aus allen Schaffensperioden. Darüber hinaus erhält die Deutsche Kinemathek Fotoalben zu einzelnen Filmen, Storyboards seiner Mitarbeiter, Motivfotos, Erinnerungsstücke, militärische Orden und Ausweispapiere sowie alle filmischen Auszeichnungen inklusive der zwei Oscars. Ergänzend hat Sir Ken Adam Fotos, Videos und Dokumentationen über sein Leben gesammelt sowie frühe graphische Arbeiten aufbewahrt, die er vor seinem Filmschaffen angefertigt hat.

Seit Jahren bemühen sich deutsche und internationale Filmarchive um die Übernahme der Sammlung von Sir Ken Adam. Im Laufe seiner zahlreichen Wiederbegegnungen mit der Stadt Berlin war er auch mehrfach in der Deutschen Kinemathek zu Gast und zeigte sich insbesondere von der umfangreichen Architekturskizzen-Sammlung beeindruckt. Mit über 15.000 Architekturskizzen von 1919 bis zur Gegenwart hat die Deutsche Kinemathek den Ruf eines zentralen Archivs der klassischen Filmarchitektur. Nach reiflicher Überlegung hat sich Sir Ken Adam entschieden, der Deutschen Kinemathek seine Sammlung zu übergeben. Die Verträge sind bereits unterschrieben, die Sammlung wird im Herbst 2012 in Berlin eintreffen.

Aus Anlass seiner Ehrung mit einem Stern auf dem BOULEVARD DER STARS am 3. September 2012 ist Sir Ken Adam wieder in Berlin und besucht die Deutsche Kinemathek.

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