Sonntag, 11. Dezember 2016


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Erste Ergebnisse der Kasseler Forscher zeigen höhere Zufriedenheit bei fastenden Probanden

Neue deutsche Fastenstudie: Weniger Stress, mehr Bewegung und mehr Zufriedenheit durch eine standardisierte Gesundheitsfastenwoche

(lifePR) (Oberursel, ) "Ich bin mit meinem Leben zufriedener, ich fühle mich seltener gestresst, ich bin körperlich aktiver." Dies gaben rund Dreiviertel aller Fastenteilnehmer drei Monate nach der aktuellen Präventionsstudie an, die der Kasseler Sportwissenschaftler Prof. Dr. Kuno Hottenrott von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem ILUG-Institut in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fastenakademie durchgeführt hat. Ein Großteil der leicht übergewichtigen Teilnehmer wünscht sich eine Wiederholung der Gesundheitsfastenwoche.

Die medizinisch-wissenschaftliche Präventionsstudie untersuchte den primärpräventiven Nutzen eines neuen standardisierten Fastenprogramms mit täglicher Bewegung, Entspannung und Ernährungsschulung. Eine Kontrollgruppe absolvierte dasselbe arbeitsbegleitende Gesundheitsprogramm, aber mit Mischkost statt strenger Fastenverpflegung. Auf diese Weise lassen sich laut Hottenrott zusätzliche Präventionseffekte des Fastens herausstellen. Das Gesundheitspräventionsprogramm wurde von Prof. Hottenrott und seinem Team für vorwiegend übergewichtige, wenig aktive Menschen entwickelt.

Bei einer Umfrage, drei Monate nach dem Ende der Studie, gaben 64% der Faster an, sich in den letzten Monaten deutlich zufriedener und weniger gestresst zu fühlen als davor. Im Vergleich dazu schnitten hier die Mischköstler mit 54% ab. Gleichzeitig hat sich bei rund 68% der Fastenteilnehmer (54% bei den Essern) die körperliche Aktivität im Alltag, z.B. durch Sport, wesentlich erhöht. "Das sind deutlich stärkere Effekte als jene in der Mischkostgruppe. Das Fasten scheint wie ein Katalysator des erfolgreichen Gesundheitsprogramms zu fungieren. Diese Erkenntnis deckt sich mit den Beobachtungen in anderen Studien [1,2,3,4]", so Ernährungswissenschaftler Andrea Ciro Chiappa von der Deutschen Fastenakademie.

Sowohl jahrzehntelange Erfahrungen als auch Forschungen wie die aktuelle Kasseler Fastenstudie belegen immer stärker körperliche Gesundheitserfolge, sowie auch das stimmungsaufhellende und lebensstilmodifizierende Potential des Fastens nach der Buchingermethode. Laut Chiappa wird der Organismus durch die bewusste Nahrungspause entlastet, während das Gesundheitstraining Veränderungsprozesse stimuliert. Auch verändern sich im Fastenstoffwechsel die Spiegel körpereigener Botenstoffe wie z.B. Serotonin. Dieses Hormon wirkt harmonisierend auf das Nervensystem und trägt dazu bei, dass Gesundheitsfastenkonzepte zunehmend auch als präventive Maßnahme gegen seelische Beschwerden und Stress eingesetzt werden - beispielsweise bei Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren oder ersten Anzeichen eines Burnouts.

Die Balance zwischen Aktivität und Ruhe im immer schneller werdenden Alltag zu bewahren, ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Erfahrungen und Studien zeigen zunehmend, dass ein kombiniertes und standardisiertes Fastenprogramm mit Gesundheitstraining eine nachhaltig wirksame Strategie im Rahmen des Stressmanagements sein kann. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass auch viele Teilnehmer aus der Mischkostgruppe sich für die im Herbst geplante Wiederholung der Gesundheitsfastenwoche interessieren.

Weitere Ergebnisse der Studie werden im Rahmen der Jubiläumstagung der Deutschen Fastenakademie anlässlich ihres 35-jährigen Bestehens in Bad Nauheim vom 18. bis 20. September 2015 vorgestellt.

Hintergrund zur dfa-Gesundheitsfastenstudie:

56 Probanden nahmen an der Studie in Kassel teil zum Thema: "Einfluss eines 6-tägigen, berufsbegleitenden Gesundheitsprogramms einschließlich Bewegungs-, Entspannungs- und Ernährungsschulung mit und ohne Fastenprogramm nach Buchinger/Lützner auf die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit, die Körperzusammensetzung, das Körpergewicht und den Säure-Basen-Haushalt sowie weitere Gesundheitsparameter und den Lebensstil leicht übergewichtiger Erwachsener."

Zur Untersuchung drei Monate nach Programmende kamen 35 Teilnehmer.

Mehr Informationen unter http://goo.gl/Rbx2U8

Quellen:
[1] Metabolic and Psychological Response to 7-Day Fasting in Obese Patients with and without Metabolic Syndrome. Forsch Komplementmed; 2013, 20, 413-420
[2] Fasting Therapy for Treating and Preventing Disease - Current State of Evidence. Forsch Komplementmed, 2013, 20, 444-453
[3] Incorporation of fasting therapy in an integrative medicine ward: evaluation of outcome, safety, and effects on lifestyle adherence in a large prospective cohort study. Journal of Alternative and Complementary Medicine, 2005, 11, (4), 601-607
[4] Psychosoziale Aspekte bei Adipositas. Patientenprofile vor und nach stationärer Rehabilitation. Prävention und Rehabilitation, 1999, 11, 123-133

Deutsche Fastenakademie e.V.

Die Deutsche Fastenakademie e.V. (dfa) ist seit 1980 eingetragener Verein mit dem Ziel, das Fasten als festen Bestandteil einer regelmäßigen Gesundheitspflege im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Durch die Kooperation mit medizinischen und gesellschaftlichen Verbänden betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit und bilden ärztlich geprüfte Fastenleiter aus, die professionelle Begleitung bei Fastenkursen anbieten. Mehr Informationen unter www.fastenakademie.de

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