Mittwoch, 18. Januar 2017


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EZB veröffentlicht "Report on the lessons learned from the financial crisis with regard to the functioning of European financial market infrastructures"

(lifePR) (Frankfurt, ) Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute den oben genannten Bericht über die aus der Finanzkrise gezogenen Lehren für das Funktionieren der europäischen Finanzmarktinfrastrukturen veröffentlicht.

Die Finanzmarktinfrastrukturen waren während der Krise als stützender Faktor für die Liquidität und Stabilität der Finanzmärkte von entscheidender Bedeutung. Das von den europäischen Finanzmarktinfrastrukturen entsprechend den Überwachungsanforderungen der Zentralbanken und der Wertpapieraufsichtsbehörden ausgestaltete Risikomanagement trug dazu bei, die systemischen Auswirkungen des Ausfalls wichtiger Geschäftspartner einzudämmen.

Im Mittelpunkt des Berichts stehen die Herausforderungen, denen die europäischen Finanzmarktinfrastrukturen und die beteiligten Finanzinstitute während der Finanzkrise gegenüberstanden, nämlich

- der Informationsfluss nach einem Ausfall
- Regelungen zum Ausfall eines Teilnehmers
- verhaltensbedingte Faktoren, die sich negativ auf die Liquiditätsversorgung des Marktes auswirkten, und
- Fragen im Zusammenhang mit den Märkten für den außerbörslichen Handel (OTC-Märkten).

Auf Grundlage der Erfahrungsberichte hat das Eurosystem aufgezeigt, welche Verfahren und Regeln verbessert werden könnten, damit die Finanzmarktinfrastrukturen, deren Teilnehmer und die zuständigen öffentlichen Stellen in Zukunft besser gerüstet sind, um ähnliche Ereignisse zu bewältigen.

Das Eurosystem unterstützt die Bemühungen, die aus der Finanzkrise gezogenen Lehren umzusetzen. Mit der Folgearbeit zu den in diesem Bericht enthaltenen Erkenntnissen wurde bereits begonnen; dies geschah auf Initiative oder zumindest unter Mitwirkung des Eurosystems in seiner Rolle als Überwacher und Katalysator und in enger Zusammenarbeit mit anderen maßgeblichen öffentlichen Stellen sowie insbesondere mit der Europäischen Kommission. Diese Arbeit umfasst folgende Bereiche:

- die Verbesserung des Informationsaustauschs zwischen Behörden und, soweit möglich, den Finanzmarktinfrastrukturen und ihren Teilnehmern,
- die Stärkung der Koordination/Kooperation zwischen Überwachungsbehörden sowohl auf europäischer als auch auf globaler Ebene,
- die Prüfung, ob eine Harmonisierung von Regelungen miteinander verbundener Finanzmarktinfrastrukturen zum Ausfall eines Teilnehmers erforderlich ist,
- die Überprüfung der bestehenden internationalen Überwachungsstandards für Finanzmarktinfrastrukturen, einschließlich der Liquiditätssteuerungsstandards, und
- die Schaffung einer soliden Infrastruktur für OTC-Derivate.

Im Bericht werden vom Eurosystem noch weitere Maßnahmen angeführt, die sich vor allem an Finanzmarktinfrastrukturen und deren Teilnehmer richten. Dazu gehören beispielsweise

- die Verbesserung der direkten Überwachung der Bonität wichtiger Geschäftspartner,
- die Festlegung von Kriterien für wichtige Geschäftspartner und deren Bestimmung sowie
- der Ausbau von Stresstests für Finanzmarktinfrastrukturen.

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