Montag, 05. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 69132

Die deutsche Zahlungsbilanz im August 2008

Leistungsbilanzueberschuss gesunken

(lifePR) (Frankfurt, ) Der Ueberschuss in der deutschen Leistungsbilanz fiel im August - gemessen an den Ursprungsdaten - mit 7,3 Mrd ¤ um 4,6 Mrd ¤ niedriger aus als im Vormonat. Dieses Ergebnis ist auf einen geringeren Aktivsaldo in der Handelsbilanz und ein hoeheres Defizit im Bereich der "unsichtbaren" Leistungstransaktionen zurueckzufuehren, welche Dienstleistungen, Erwerbs- und Vermoegenseinkommen sowie laufende Uebertragungen umfassen.

Nach vorlaeufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verringerte sich der Außenhandelsueberschuss im August gegenueber dem Vormonat um 3,2 Mrd ¤ auf 10,6 Mrd ¤. Nach Ausschaltung von Saison- und Kalendereinfluessen nahm er um 1,5 Mrd ¤ auf 13,1 Mrd ¤ zu. Dabei gaben die wertmaeßigen Ausfuhren um 0,5 % und die Einfuhren um 2,5 % nach. Im Mittel der Monate Juli/August sanken die nominalen Exporte saisonbereinigt um 0,5 % gegenueber dem Durchschnitt des zweiten Jahresviertels. Die Importe legten um 6,1 % zu; dies lag zu mehr als einem Viertel an hoeheren Preisen, vor allem fuer Energie und andere Rohstoffe.

Der negative Saldo bei den "unsichtbaren" Leistungstransaktionen vergroeßerte sich im August auf 2,4 Mrd ¤, nach 1,0 Mrd ¤ im Juli.

Ausschlaggebend hierfuer war die zu einem großen Teil ferienbedingte Ausweitung des Defizits in der Dienstleistungsbilanz um 1,5 Mrd ¤ auf 4,0 Mrd ¤. Dagegen verbesserte sich der Aktivsaldo in der Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen leicht um 0,1 Mrd ¤ auf 4,2 Mrd ¤. Die Netto-Ausgaben bei den laufenden Uebertragungen blieben mit 2,6 Mrd ¤ im Vergleich zum Vormonat unveraendert.

Weitere Netto-Kapitalzufluesse im Wertpapierverkehr

Im grenzueberschreitenden Wertpapierverkehr traten im August - wie in den drei vorangegangenen Monaten - Netto-Kapitalimporte auf (16,0 Mrd ¤). Nach einer voruebergehenden Abschwaechung verstaerkten auslaendische Portfolioinvestoren wieder ihr Engagement in Deutschland (15,6 Mrd ¤, nach 7,7 Mrd ¤ im Juli). Sie fragten dabei vor allem Schuldverschreibungen nach (21,6 Mrd ¤), und zwar insbesondere öffentliche Anleihen und Geldmarktpapiere. Hingegen trennten sie sich erneut von Aktien (5,6 Mrd ¤, nach 4,4 Mrd ¤). Die Wertpapiertransaktionen deutscher Anleger glichen sich im August nahezu aus (0,4 Mrd ¤). Sie veraeußerten auslaendische Schuldverschreibungen (2,3 Mrd ¤), erwarben aber in geringem Umfang Investmentzertifikate (1,1 Mrd ¤) und Aktien (0,8 Mrd ¤).

Im Bereich der Direktinvestitionen waren im August mit 1,0 Mrd ¤ geringere Netto-Kapitalexporte zu verzeichnen als im Monat davor (10,2 Mrd ¤).

Ausschlaggebend fuer den Rueckgang war, dass auslaendische Firmen ihre hiesigen Niederlassungen wieder mit Kapital ausstatteten (2,0 Mrd ¤), nachdem sie noch im Vormonat Mittel abgezogen hatten (7,0 Mrd ¤). Auch deutsche Unternehmen fuehrten ihren auslaendischen Filialen und Töchtern Kapital zu (3,0 Mrd ¤). Dies geschah mittels reinvestierter Gewinne und der Aufstockung von Beteiligungskapital (zusammen 5,2 Mrd ¤). Hingegen flossen ihnen im Rahmen der Kreditbeziehungen zu ihren Niederlassungen im Ausland Gelder in Höhe von 2,2 Mrd ¤ zu.

Der uebrige statistisch erfasste Kapitalverkehr, der sowohl Finanz- und Handelskredite (soweit diese nicht zu den Direktinvestitionen zaehlen) als auch Bankguthaben und sonstige Anlagen umfasst, verzeichnete im August Netto-Kapitalexporte in Höhe von 16,3 Mrd ¤. Dabei entfielen auf Nichtbanken Abfluesse in Höhe von 4,4 Mrd ¤. Entscheidend hierfuer waren die Dispositionen staatlicher Stellen (7,0 Mrd ¤). Diese tilgten kurzfristige Finanzkredite im Ausland und erhöhten ihre Bankguthaben jenseits der Grenzen. Bei Unter­nehmen und Privatpersonen kamen hingegen Gelder im Umfang von 2,6 Mrd ¤ auf. Das Bankensystem schloss mit einem Netto-Kapitalexport in Höhe von 12,0 Mrd ¤. Dieser war auf den erhöhten Forderungsbestand der Bundesbank gegenueber dem Ausland (12,5 Mrd ¤) zurueckzufuehren, der in erster Linie im Rahmen des Großbetragszahlungsverkehrssystems TARGET2 entstand. Bei den Kreditinstituten kamen dagegen in geringem Umfang Mittel auf (0,5 Mrd ¤).

Die Waehrungsreserven der Bundesbank sind im August - zu Transaktions­werten gerechnet - nahezu unveraendert geblieben.

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