Samstag, 03. Dezember 2016


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Bausparvertrag: Bei Übertragung auf Förderung achten

(lifePR) (Frankfurt, ) Im Leben läuft bekanntlich nicht alles nach Plan. So kann es passieren, dass der beabsichtigte Kauf einer Immobilie oder der Bau eines Hauses verschoben werden muss oder gar ins Wasser fällt. Besitzer eines zuteilungsreifen Bausparvertrags werden sich in diesem Fall fragen, ob sie das günstige Darlehen nicht an Freunde oder Angehörige weitergeben können. "Kein Problem", erklärt Michael Hoffelder, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank Bauspar AG. "Die Übertragung an Angehörige oder Bekannte ist grundsätzlich möglich."

Ein Rechtsanspruch auf Weitergabe besteht allerdings nicht. Die Grundvoraussetzung zum Übertrag des Darlehensanspruchs ist eine ausreichende Bonität des Empfängers. Hat die Bank Zweifel an der Finanzkraft desjenigen, der den Darlehensanspruch übernehmen will, kann sie die Übertragung verweigern. In der Praxis kommt dies jedoch nur selten vor. Berechtigt zur Übernahme eines Bausparvertrages / Darlehensanspruchs sind nach Paragraph 15 Abgabenordnung in erster Linie Angehörige des Vertragsnehmers, also Ehegatten, Kinder, Geschwister und andere Verwandte und Verschwägerte in gerader Linie. Da die Abgabenordnung jedoch nicht bindend ist, können Bausparkassen abweichende Regelungen treffen und auch mit Nichtangehörigen den Vertrag fortführen.

Da viele Bausparer staatliche Förderung erhalten, ist beim Übertrag eines Bausparvertrags darauf zu achten, dass die Prämie nicht verloren geht. In den meisten Fällen ist das jedoch kein Problem. Die so genannte förderunschädliche Übertragung ist bei bestehenden Bausparverträgen zum Beispiel nach Ablauf der siebenjährigen Bindungsfrist möglich. Dann bleiben Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage erhalten, ganz gleich, was man mit dem Geld macht. Das Gleiche gilt, wenn Angehörige das Geld nur zu wohnungswirtschaftlichen Zwecken verwenden, obwohl die Bindungsfrist noch nicht abgelaufen ist. Erwirbt der neue Darlehensberechtigte eine Immobilie oder baut er ein Haus, entsteht trotz Vertragsweitergabe keine Prämienrückforderung. Dabei ist zu beachten: Für Bausparverträge, die ab dem 1.1.2009 abgeschlossen werden, ist die Gewährung der Wohnungsbauprämie für Bausparer über 25 Jahren auch nach Ablauf der Bindungsfrist an die wohnungswirtschaftliche Verwendung gebunden.

Etwas anderes gilt, wenn der Bausparvertrag an Nicht-Angehörige weitergereicht werden soll. In diesem Fall stehen staatliche Prämien und Steuervorteile auf der Kippe. Um kein Geld zu verlieren, sollten Bausparer vorab prüfen, welcher Verwandtschaftsgrad wie eingestuft wird. Dazu lohnt der Gang zu einer Filialbank, die eigene Bausparverträge offeriert. Deren Finanzierungsberater kennen sich mit solchen Fragestellungen detailliert aus und können außerdem die gängige Praxis des Hauses bei Vertragsweitergaben erläutern.

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