Sonntag, 04. Dezember 2016


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Deutsche Bank-Umfrage: Mittelständische Unternehmen rüsten sich für Energiewende

Energiekosten in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen / Zwei Drittel der Unternehmen wollen Energieeffizienz des Betriebs steigern

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Laut einer repräsentativen Umfrage der Deutschen Bank wollen viele mittelständische Unternehmen in Deutschland die Energieeffizienz des Betriebes steigern. Für die kommenden fünf Jahre rechnen zwei Drittel der Unternehmen mit steigenden Investitionen in Energieeffizienz, das sind zehn Prozent mehr als 2008. Jeder dritte Mittelständler (36 Prozent) will bereits in den kommenden zwölf Monaten in energiesparende Maßnahmen investieren. Unter den größeren Betrieben wollen dies sogar 44 Prozent der Befragten. In kleinen und mittleren Betrieben planen 28 Prozent der Unternehmer konkrete Maßnahmen.

Andreas Sengpiel, verantwortlich für das Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank in Karlsruhe: "Wir beobachten, dass seit Beginn der Energiewende Finanzierungen im Bereich Energieeffizienz verstärkt nachgefragt werden. Die Energiekosten sind in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen, allein der Ölpreis hat sich seit Ende 1998 verzehnfacht. Der Mittelstand in Karlsruhe hat schnell reagiert, konnte Preissteigerungen durch Sparmaßnahmen größtenteils ausgleichen und will nun weiter in Energieeffizienz investieren."

Vor dem Hintergrund der Energiewende soll in erster Linie der Energiebedarf im Unternehmen gesenkt werden. Die Mehrheit der investitionsbereiten Firmen will die Gebäudetechnik effizienter gestalten (81 Prozent). Vier von zehn Betrieben, die aktuell Energie sparen wollen, planen den Einsatz energieeffizienter Geräte (43 Prozent) oder die Effizienz der Produktionsanlagen, der Fahrzeuge und der Logistik (jeweils 42 Prozent) zu steigern. Für die kommenden zwölf Monate rechnet jedes zweite investitionsbereite Unternehmen (52 Prozent) mit Maßnahmen in einer Größenordnung von bis zu 500.000 Euro, 23 Prozent der Betriebe wollen mehr als eine Million Euro einsetzen.

"Es gibt eine Reihe von öffentlichen Förderprogrammen, die Unternehmen nutzen können, um in effizientere, umweltschonendere Produktionsanlagen und -prozesse oder moderne Gebäudetechnik zu investieren", erläutert Andreas Sengpiel. "Bei der Deutschen Bank beraten auf Förderprogramme spezialisierte Experten Unternehmer, welche Fördermittel in Frage kommen und wie sie optimal für Energiesparmaßnahmen im Unternehmen eingesetzt werden können."

Bei der Planung von Effizienzmaßnahmen stehen wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund. Laut Umfrage erwarten 46 Prozent der Unternehmer, dass Investitionen in Energieeffizienz die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebes verbessern. Einen Wettbewerbsvorteil sehen diese Betriebe vor allem in einer optimierten Kostenstruktur (85 Prozent) und in der Möglichkeit, eingesparte Mittel für neue Investitionen einzusetzen (84 Prozent). Darüber hinaus erwarten 70 Prozent der Firmen positive Auswirkungen auf das Unternehmensimage.

Die Untersuchung:

Im Juni und Juli 2012 wurden im Auftrag der Deutschen Bank Interviews mit 400 Unternehmen geführt. Befragt wurden Finanzentscheider in 200 Unter­nehmen mit einem Umsatz von 1 Million bis 25 Millionen Euro und in 200 Unter­nehmen mit einem Umsatz von mehr als 25 Millionen Euro.

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