Donnerstag, 19. Januar 2017


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DAK: Immer mehr Kinder in Baden-Württemberg schlucken ADHS-Pillen

Jungen viermal häufiger betroffen als Mädchen / Anzahl der Verordnungen um fast acht Prozent gestiegen

(lifePR) (Hamburg, ) Im vergangenen Jahr hat im Schnitt fast ein Kind je Schulklasse in Baden-Württemberg regelmäßig Pillen gegen ADHS, das sogenannte Zappelphillipp-Syndrom, geschluckt. Das teilte die DAK in ihrer jüngsten Erhebung mit. 3,0 Prozent der bei der DAK versicherten Kinder sei 2008 entweder Methylphenidat (zum Beispiel Ritalin) oder Atomoxetin (zum Beispiel Strattera) verordnet worden - das entspricht etwa jedem 34. Kind. "Im Vergleich zum Vorjahr stieg bei uns die Verordnungszahl um 7,6 Prozent", erklärt DAK-Landeschef Markus Saur.

Jungen werden nach DAK-Angaben viermal so häufig behandelt wie Mädchen. Untersucht wurden die Arzneimittelverordnungen an Kindern zwischen 6 und 18 Jahren. Wegen möglicher Nebenwirkungen und Fehlverordnungen ist die Zulassung für Methylphenidat durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) jetzt eingeschränkt worden. Damit reagierte das Institut auf eine Entscheidung der Europäischen Kommission. Unter anderem muss die Behandlung unter Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen erfolgen. Blutdruck, Körpergröße und Gewicht sollen zudem regelmäßig kontrolliert werden.

"Im Zusammenhang mit Methylphenidat sind Nebenwirkungen wie verstärkte Reizbarkeit, Hypertonie und Wachstumshemmungen bekannt geworden. Deshalb begrüßen wir, dass das BfArM die Verschreibung an bestimmte Kriterien gekoppelt hat", sagt DAK-Landeschef Saur. Zur Untersuchung von Langzeiteffekten seien klinische Studien angeordnet worden.

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