Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Elternleitfaden fürs Diktattraining

Interview mit Lernhilfen-Autoren

(lifePR) (Berlin, ) Diktattexte bearbeiten, gezielt Rechtschreibschwerpunkte üben oder Merkregeln einprägen - für viele Eltern schulpflichtiger Kinder mitunter ein Stück harter Arbeit. Wie geht man das Diktat- und Rechtschreibtraining daheim gezielt an? Ein Interview mit Dorothee Raab, Herausgeberin der Rufus-Rabenschlau-Reihe, und Marion Clausen, Autorin der Lernhilfe 150 Diktate (Cornelsen Verlag Scriptor, 7,95 Euro):

Was brauchen Eltern und Kinder für optimales Diktattraining?

Raab: Kinder können auf einen Schreibblock oder in ein Heft schreiben. Sollen die Diktate aufgehoben werden, um die Leistungsentwicklung des Kindes zu überprüfen, eignet sich ein Heft besser. Als Schreibgerät ist ein Bleistift (Stärke HB) empfehlenswert, weil man Fehler wegradieren kann.

Clausen: Achten Sie auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Die Stimmung zwischen Ihnen sollte möglichst entspannt und ruhig sein. Der Arbeitsplatz sollte aufgeräumt und freundlich wirken. Am besten setzen Sie sich an einem Tisch gegenüber. Wenn Sie eine feste Übungszeit verabreden, spielt sich das Üben leichter ein. Bearbeiten Sie nicht mehr als ein Diktat auf einmal.

Wie bereitet man sein Kind auf ein Diktat am besten vor?

Raab: Sie können selbstverständlich einen Text "aus dem Stand" diktieren, ohne dass sich Ihr Kind speziell vorbereitet hat; diese Vorgehensweise entspricht der Situation in der Schule, wenn unbekannte Diktate geschrieben werden. Jedoch werden die Rechtschreibthemen und schwierigen Wörter für Diktate in der 3. und 4. Klasse meist vorher geübt - und das kann Ihr Kind auch zu Hause in diesen drei Schritten tun: 1. Den Text langsam und genau lesen. 2. Wörter, die schwierig sind, unterstreichen und herausschreiben. 3. Überlegen, ob die Schreibung der Wörter erklärt werden kann: durch Regeln (zum Beispiel: Am Satzanfang immer großschreiben), durch Verlängern (zum Beispiel: das Reh - die Rehe, dann hört man das h), durch verwandte Wörter (zum Beispiel: die Schublade - schieben, also mit b).

Wie diktiert man richtig?

Clausen: Achten Sie auf eine sehr deutliche Aussprache. Lesen Sie zu Beginn den ganzen Text einmal vor. Wenn Ihr Kind etwas nicht verstanden hat, erklären Sie es ihm. Dann lesen Sie einen ganzen Satz vor und wiederholen ihn in Abschnitten. Die Stellen für eine Sprechpause sind in der Lernhilfe mit Längsstrichen (|) markiert. Warten Sie, bis es diesen Text aufgeschrieben hat. Die Kleinen sollten beim Schreiben genügend Platz zwischen den Zeilen lassen. Unterbrechen Sie den Schreib uss nicht und weisen Sie zwischendrin auch nicht auf falsche Schreibweisen hin. Zum Schluss wiederholen Sie noch einmal den ganzen Text, damit Ihr Kind überprüfen kann, ob es ein Wort vergessen oder falsch verstanden hat.

Wie soll das Diktat bewertet werden?

Clausen: Es geht in erster Linie darum, dass Ihr Kind lernt, möglichst fehlerfrei zu schreiben. Der Weg, bis ein Wort sicher im Gedächtnis verankert wird, ist lang. Je öfter das Wort niedergeschrieben wird, desto besser. Darum ist die Freude am Schreiben sehr wichtig und sollte unbedingt erhalten bleiben. Eine Benotung wie in der Schule ist zu Hause nicht nötig. Selbstverständlich sind wenige Fehler besser als viele. Aber gerade wenn Schüler rechtschreibschwach sind, zählt das Sich-Verbessern (auch in kleinen Schritten) mehr als die Anzahl der Fehler.

Raab: Vergessen Sie nicht zu loben! Jede Verbesserung sollte beachtet werden, und ein ganz fehlerfreies Diktat hat ohnehin eine kleine Belohnung verdient. Wenn Sie auch nach regelmäßigem Üben keine Verbesserung bemerken, besprechen Sie mit der Deutschlehrerin, wie Sie weiter vorgehen können.

Wie können die Rechtschreibleistungen noch verbessert werden?

Clausen: Ermutigen Sie Ihr Kind, bei jeder Gelegenheit kleine Alltagstexte zu schreiben, ob eine Einkaufsliste, einen Brief, eine E-Mail oder eine Unsinnsgeschichte. Und schauen Sie dann nicht vorrangig auf Fehler, sondern loben Sie auch die Idee. Nutzen Sie geeignete Spiele für die Verbesserung der Rechtschreibkenntnisse, zum Beispiel Scrabble, Kreuzworträtsel, Buchstabenspiele, Stadt-Land-Fluss. Schwierige Wörter kann Ihr Kind auch auf diese Weise üben: mit dem Finger in die Luft schreiben, laut buchstabieren, sich mit geschlossenen Augen das Wort vorstellen, das Wort im Gehen vor sich hin buchstabieren, den Rhythmus des Wortes klatschen, zehn Wörter nach dem Alphabet ordnen, Sätze mit je einem oder mehreren schwierigen Wörtern bilden oder Fremdwörter und ihre deutsche Entsprechung in ein Vokabelheft eintragen.

Raab: Ein Kind, das viel liest, wird nebenbei auch sicherer in der Rechtschreibung. Erkunden Sie gemeinsam die Stadtbücherei: Dort gibt es viel Lesestoff, auch Zeitschriften oder Comics. Kindern macht es oft Spaß, einen Text mit dem Computer zu schreiben. Auch das trainiert. Es gibt zudem spezielle Rechtschreibsoftware, mit der man am Computer üben kann. Eine Lernwörterkartei ist eine weitere sinnvolle Übungsmöglichkeit.

Lernen mit Rufus Rabenschlau Preis ISBN

Diktate trainieren 3. Klasse € (D) 4,95 978-3-589-22403-6 Mein großes Diktat-Übungsbuch 3./4. Klasse € (D) 7,95 978-3-589-22638-2 150 Diktate 3./4. Klasse € (D) 7,95 978-3-589-22637-5

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