Sonntag, 11. Dezember 2016


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Control Risks veröffentlicht RiskMap 2010 - Länder mit neuen Geschäftschancen identifiziert

(lifePR) (Berlin, ) Die internationale Unternehmensberatung für Risikomanagement Control Risks hat gestern die jährliche Studie "RiskMap 2010" veröffentlicht. Hier werden die Geschäftschancen für ausländische Investoren in Ländern weltweit möglichen Risiken gegenübergestellt.

Die Analyse hat ergeben, dass sich für Investoren im Jahr 2010 in vielen Ländern neue Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten eröffnen. "Diese Länder blieben in den vergangenen Jahren aufgrund ihres hohen politischen Risikos weit unter ihrem Potential. Im Jahr 2010 bieten sie dank ihrer positiven Entwicklung im vergangenen Jahr neue Möglichkeiten für Investoren", sagt Jake Stratton, Leiter der Global Risk Analysis bei Control Risks.

In Osteuropa ergeben sich im kommenden Jahr neue Chancen für Unternehmen und Investoren. Vor allem die Ukraine bietet als führender Weizen-Exporteur sowie als Produzent von Kohle und Stahl enorme Potentiale. Außerdem bietet ein noch wenig entwickelter Inlandsmarkt mit fast 50 Millionen Menschen gute Gelegenheiten für Investitionen in Finanzdienstleistungen und im Einzelhandel. Zwar ist die aktuelle Lage nicht nur positiv - geopolitisch gesehen befindet sich die Ukraine zwischen Russland und der Europäischen Union in einer schwierigen Situation mit zudem kaum zu bewältigenden Auslandsschulden. Positive Veränderungen sind aber möglich: Der Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes ist laut Control Risks die Präsidentschaftswahl 2010. Wenn sich nach den Wahlen eine Stabilisierung des Verhältnisses zu Russland sowie ein Reformprogramm abzeichnet, wird die Ukraine für Investoren rasch interessant werden.

In Mittel- und Osteuropa insgesamt werden weiterhin vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen stark unter der Krise leiden, hier sind Investitionen weiterhin schwierig. Für die baltischen Staaten ist positiv zu erwarten, dass diese einen unpopulären aber notwendigen Sparkurs in Kauf nehmen

In Asien gibt die wirtschaftliche Situation insgesamt Grund zu Optimismus. Für Südkorea, Taiwan, Hong Kong, Singapur sowie Thailand und Malaysia ist zu erwarten, dass diese Länder sich von der starken Rezession im Jahr 2009 erholen und im Jahr 2010 wieder wachsen werden. Dennoch: Während im Jahr 2008 die Prognosen für Asien schwerwiegende Befürchtungen beinhalteten und äußerst düster waren, besteht in der zweiten Hälfte 2009 das Risiko, die Ausgangslage für Investitionen und Geschäfte zu unkritisch und positiv zu bewerten.

Unter den kleineren asiatischen Ländern sind insbesondere Vietnam und Bangladesh trotz Krise weiter gewachsen und werden im Jahr 2010 voraussichtlich noch stärker prosperieren. Das größte Potential für positive Entwicklungen im Jahr 2010 sehen die Experten von Control Risks jedoch bei Indonesien. "Indonesien erholt sich von einem schwierigen Jahrzehnt. Ausgangspunkt dieser Erholung ist politische Stabilität und eine solide Steuerpolitik der Regierung von Präsident Susilo Bambang Yudhoyon, der im Juli 2009 mit großer Mehrheit (61 Prozent) wiedergewählt wurde", sagt Stratton. "Investitionen westlicher Unternehmen sind immer noch verhältnismäßig gering. Dies spiegelt zum einen den Protektionismus des Landes in der Vergangenheit wider und zum anderen andauernde Sicherheitsbedenken, die durch die Anschläge in Jakarta im Juli 2009 verstärkt wurden. Indonesien ist dennoch mit seinem Rohstoffreichtum, einem großen Absatzmarkt und einer soliden Wirtschaftspolitik eine Volkswirtschaft in Asien, die sehr gute Voraussetzungen für Geschäfte bietet und die Investoren im Jahr 2010 besonders genau im Auge behalten sollten."

Für Afrika sieht Control Risks in keinem Land rapide Verschlechterungen der Sicherheitslage oder Warnsignale für gravierende Eingriffe der Regierungen in die Geschäftstätigkeiten. Eine Region, die in Afrika im Jahr 2010 besonders viele Chancen bereithält, ist Südostafrika. Die Experten empfehlen Unternehmen, besonders in Mosambik einen Markteintritt zu prüfen, denn hier erwartet die Unternehmensberatung neue Chancen für Unternehmen. Jake Stratton erläutert: "Für ausländische Investoren werden sich 2010 eine Reihe neuer Möglichkeiten eröffnen, insbesondere in der Rohstoffförderung im Öl- und Gassektor. Zudem schafft politische Stabilität eine positive Grundlage für Investitionen".

Dagegen erwartet die Unternehmensberatung, dass die Situation für Geschäfte im Niger risikoreicher als im vergangenen Jahr sein wird. Die kontroverse Entscheidung des Präsidenten Mamadou Tandja im September 2009 für weitere drei Jahre im Amt zu bleiben erhöht die Gefahr einer internationalen Isolation im Jahr 2010, die negative Auswirkungen für Geschäftstätigkeiten im Land haben würde. In Teilen des Landes wird das Sicherheitsrisiko ebenfalls ein größeres Problem darstellen.

Südamerika hat die Wirtschaftskrise bislang gut überstanden, auch dank einer stabilen und soliden Wirtschaftspolitik in den Ländern Brasilien, Chile, Urugay, Kolumbien und Peru. Auch Argentinien und Venezuela konnten mit der Krise besser umgehen als erwartet. Dagegen hat Nicaragua immer noch an den Vorwürfen des Wahlbetrugs im November 2008 zu tragen. Zudem stehen wiederholte Drohungen des Präsidenten Daniel Ortega im Raum, Teile der privaten Wirtschaft zu verstaatlichen. Control Risks befürchtet eine Verfassungsänderung im Jahr 2010, die eine weitere Amtszeit von Ortega möglich machen könnte. Falls dieser Fall eintritt, sollten Investoren dies als Warnsignal werten.

In Peru erwartet Control Risks eine positive Entwicklung im Jahr 2010. Das Land ist ein wichtiger Produzent von Kupfer, Zink, Gold und Übergangsmetallen. "Wir erwarten, dass sich Peru im Jahr 2010 als attraktiver Investitionsstandort weiterentwickelt - auch in Bereichen außerhalb des Bergbaus. Chancenreich sind besonders die Bereiche Energie-Infrastruktur und Finanzdienstleistungen", erklärt Stratton.

Unter Präsident Alan Garcia hat sich das Land politisch stabilisiert und entwickelt, was 2009 zu einer Handelsvereinbarung mit den USA geführt hat. Zudem ist das Sicherheitsrisiko, das von der Guerilla Gruppe Sendero Luminoso (leuchtender Pfad) ausging, mittlerweile nahezu verschwunden, auch wenn soziale Unruhen in anderer Form weiterhin andauern können.

Control Risks Deutschland GmbH

Control Risks ist eine weltweit führende Unternehmensberatung im Bereich Risikomanagement, Sitz in Deutschland ist Berlin. Als Berater von drei Vierteln der Fortune 500-Unternehmen unterstützt Control Risks Unternehmen weltweit, ihre wichtigsten Werte zu schützen: ihre Mitarbeiter, ihre Marke und Reputation sowie ihre Infrastruktur. Control Risks ermöglicht es seinen Kunden rund um den Globus, Risiken adäquat und effizient zu handhaben, seien diese politisch, sicherheitsbezogen oder operativ.

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