Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Road Departure Protection: Systeme von Continental vermeiden Unfälle durch Abkommen von der Fahrbahn

(lifePR) (Hannover, ) .
- In den USA werden 55 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle dadurch verursacht, dass ein Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt. In Deutschland ereignen sich 60 Prozent der Verkehrsunfälle mit Todesfolge auf Landstraßen.
- Continental entwickelt zurzeit zwei verschiedene Systeme, um Fahrer und Fahrzeug vor dem Abkommen von der Fahrbahn zu schützen.

Wenn man mit dem Fahrzeug von der Straße abkommt, kann dies tödliche Folgen haben, zumal die meisten dieser Unfälle auf Autobahnen und Landstraßen passieren. Nach Angaben der Federal Highway Administration im US-Verkehrsministerium werden 55 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle in den USA dadurch verursacht, dass ein Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt bzw. die Mittellinie überquert. In Deutschland ereignen sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 60 Prozent der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang und 25 Prozent der Unfälle ohne Todesopfer auf Landstraßen. Um diese Unfälle künftig zu verhindern, arbeitet der internationale Automobilzulieferer Continental an einem neuen Road Departure Protection-System, welches das ungewollte Verlassen der Straße verhindern soll. Entwickelt werden eine Basisversion und ein erweitertes System, mit denen tödliche Unfälle durch das Abkommen von Autobahnen und Landstraßen verhindert werden sollen.

Die heutigen Spurhaltesysteme sind in diesen Fällen nicht ausreichend. Daher entwickelt Continental ein spezielles System, mit dem ein Abkommen von der Fahrbahn verhindert werden kann. Hierbei werden die vorhandenen Fahrerassistenzsysteme um eine aktive Spurhaltung im Notfall erweitert - das System greift rechtzeitig ein, bevor das Abkommen von der Fahrbahn aus fahrdynamischen Gründen unabwendbar ist. Technologien zur Erkennung des Straßenrands oder zur Voraussage des Straßenverlaufs bilden die Grundlage, anhand derer die Systeme erkennen, wenn die Fahrbahn unbeabsichtigt verlassen wird und greifen dann aktiv ein. Durch die automatisierte Fahrzeugsteuerung halten diese Systeme das Fahrzeug auf der Fahrbahn und bieten somit einen besseren Schutz vor Unfällen mit Überschlag sowie vor Kollisionen mit Hindernissen am Straßenrand oder mit dem Gegenverkehr.

Die Road Departure Protection-Systeme lenken das Fahrzeug automatisch auf die Fahrbahn zurück, falls es unerwartet beginnt, von der Straße abzuweichen oder über die Mittellinie in den Gegenverkehr zu geraten. Die Systeme unterscheiden sich von Spurhalteassistenten und Spurverlassenswarnern dadurch, dass sie besonders die Fahrbahnbegrenzung überwachen und aktiv eingreifen, um das Fahrzeug innerhalb der vorgesehenen Spur zu halten.

"Das System dient als virtuelle Leitplanke und schützt das Fahrzeug und die Insassen vor dem unbeabsichtigten Verlassen der Fahrbahn. Hierdurch wird die Gefahr eines potenziell tödlich verlaufenden Unfalls auf Grund von Fahrfehlern, Ablenkung oder Müdigkeit deutlich verringert", erklärt Steffen Linkenbach, Leiter Systems & Technology Nordamerika der Continental Division Chassis & Safety. "Durch das Road Departure Protection-System wird unser Angebot an Fahrassistenzsystemen um eine intuitive Lösung erweitert, die über die Warnphase hinausgeht und aktiv in die Lenkung eingreift, um das Fahrzeug wieder zurück auf die Spur zu bringen, wobei der Fahrer durch ein Warnsignal auf die potenziell gefährliche Situation aufmerksam gemacht wird."

Das Road Departure Protection-System lenkt das Fahrzeug zurück in die Spur

Das Basissystem verwendet eine Mono-Frontkamera zur Erkennung der Fahrbahnbegrenzung. Es überwacht die Lenkradstellung und die Fahrtrichtung anhand der bestehenden Fahrdynamikregelung (ESC) und verwendet außerdem Chassis-Bewegungssensoren um zu erkennen, ob das Fahrzeug die Fahrbahnbegrenzung verlässt. Wenn dies geschieht, wird die vorhandene Fahrdynamikregelung genutzt, um die einzelnen Räder zu bremsen und das Fahrzeug automatisch wieder auf die Straße zu lenken. Gleichzeitig wird der Fahrer gewarnt und die Fahrzeuggeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen reduziert. Auf diesen aktiven Eingriff wird in dem Moment hingewiesen, in dem die Sensoren das Verlassen der Fahrbahn melden. Die Leistung des Systems wird durch Rüttelstreifen am Fahrbahnrand verbessert, so dass neue Assistenzsysteme in Kombination mit einer entsprechenden Verkehrsinfrastruktur eine besonders wirkungsvolle Lösung ergeben. Möchte der Fahrer die Fahrbahn beabsichtigt verlassen, erkennt dies das System.

Neben dem Road Departure Protection-System, das sich auf eine Monokamera und die Fahrdynamikregelung (ESC) stützt, arbeitet Continental parallel an einem erweiterten System. Dieses System verwendet eine Stereokamera und einen Fernbereichsradar zur besseren Erkennung der Fahrbahnbegrenzung, insbesondere auf Landstraßen in Europa. Mit dem Fernbereichsradar und der Stereokamera kann das erweiterte System eine Belegungskarte erstellen, die belegte und freie Flächen für einen mosaikförmig analysierten Bereich im Sichtfeld des Fahrzeugs enthält. Diese Belegungskarte trägt zusätzlich dazu bei, dass der Fahrer effizient vor dem Verlassen der Straße und möglichen Kollisionen mit stabilen Fahrbahnbegrenzungen wie Bordsteinen, Leitplanken oder Baustellenausrüstung gewarnt wird. Hierbei sollen Fahrbahnbegrenzungen selbst dann erkannt werden können, wenn keine Fahrbahnmarkierungen vorhanden sind. Ein koordinierter Eingriff in den Brems- und Lenkvorgang erhöht die Effizienz dieses Systems.

Durch die weitere Integration von Kartendaten und des eingebauten Global Positioning Systems (GPS) wird außerdem erreicht, dass dank einer verbesserten Vorausschau-Funktion der Fahrdynamikregelung auch vor Kurven der Straßenverlauf erkannt wird. Auf Grundlage des berechneten Kurvenverlaufs wird der Fahrer in Situationen mit kritischer Fahrdynamik unterstützt. So wird das Fahrzeug auch dann innerhalb der gegebenen Straßenbegrenzung gehalten, wenn es sich einer Kurve auf einer Landstraße mit zu hoher Geschwindigkeit nähert oder wenn Kurven besonders eng sind.

Alfred Eckert, Leiter Zukunftsentwicklung der Continental Division Chassis & Safety: "Mit diesem kaskadierten Ansatz entwickeln wir eine fortschrittliche Systemfunktion, mit der weltweit ein beträchtlicher Teil der Verkehrsunfälle und Todesfälle im Straßenverkehr vermieden werden kann. Beide Systeme haben das Potenzial, die Fahrzeug- und Fahrsicherheit zu steigern und zur "Vision Zero" der Vision vom unfallfreien Fahren von Continental beizutragen."

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