Samstag, 21. Januar 2017


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Jaybo Aka Monk - As far as you can see

Die Urban Art Einzelausstellung eröffnet in der Circleculture Gallery Berlin am 20. November 2008

(lifePR) (Berlin, ) Jaybos nächste Ausstellung wird im November in der Circleculture Gallery in Berlin unter dem Motto "As far as you can see" stattfinden und sich mit den Themen des Horizonts, der Weite und Leichtigkeit auseinandersetzen. Der Titel klingt nach Aufbruch und kündigt schon jetzt so manche visuelle Überraschung an.

Jaybos Werke innerhalb einer bestimmten Kunstrichtung verorten zu wollen, scheint angesichts seiner kreativen Impulsivität und Experimentierfreude nur schwer möglich, und genau darin liegt der Reiz seiner Arbeiten. Ihnen fällt eine bedeutende Vermittlerrolle zwischen Pop Art, Graffiti und Street Art zu. Dabei schwingen in unbefangener Weise Elemente von Dada und Surrealismus mit - Eklektizismus? Jaybo ist zu originär, um nicht Jaybo zu sein - der Künstler ist stets im Bild!

Jaybo ist ein runaway, ein Ausreißer und Wanderer im physischen wie im kreativen Sinn. In jungen Jahren von seinem Zuhause im Süden Frankreichs weggelaufen, ließ er sich Anfang der 1980er Jahre in Berlin-Kreuzberg nieder. Dort betätigte er sich zunächst als Graffiti- Writer, Straßenschauspieler und Hip-Hop-Musiker. Mit den Gründungen des Streetwear Labels "Irie Daily" und des Kulturmagazins "Style" zu Beginn der 1990er Jahre prägte er maßgeblich die Berliner Jugendkultur und Fashionszene. Urbane Subkultur ist bis heute die Triebkraft seiner künstlerischen Aktivitäten.

Dies gilt insbesondere für seine Malerei. Sie ist versatzstückhaft, unberechenbar und chaotisch. Thematisch erlangt sie oftmals psychologische Tiefe: Leichtigkeit trifft auf existenzialistische Schwermut, Aggressivität auf Leidenschaft, und immer müssen wir mit einer romantischen Ader und visionären Dimension rechnen.

In manchen Gemälden erinnern Pinselschwung und Figurenauffassung an Francis Bacon, der Einfluss asiatischer Kunst wird spürbar, oder es erscheinen Bruchstücke aus Walt Disney's Welt, wie zuletzt in der Projektion auf dem Berliner Dom, den Jaybo in eine Flutwelle aus Mickey-Mouse-Händen verwandelte. Jaybo selbst bezeichnet derartige stilistische Anleihen und Zitate als "visuelle Reflexe", die den Betrachter aufgrund ihres hohen Grads an Vertrautheit in das Bildgeschehen involvieren sollen. Es obliegt dem Publikum, die Phantasie spielen zu lassen, die Bilder mit eigenen Erfahrungen - beispielsweise aus der Kindheit - zu überblenden und so ihren Gehalt zu ergründen.

In der kommenden Ausstellung wird Jaybo einmal mehr unter Beweis stellen, dass er einer der vielseitigsten und interessantesten Protagonisten jener Strömung ist, die zur Zeit unter dem Begriff der Urban Art zu fassen versucht wird.

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