Montag, 16. Januar 2017


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Der einzige Ort im Heiligen Land, an dem sich Christen streiten und Moslems und Juden vermitteln

Dokumentarfilm über die Jerusalemer Grabeskirche im Cinema mit Regisseurbesuch

(lifePR) (Münster, ) Am kommenden Montag, 22. März, wird um 19:00 Uhr der Regisseur Hajo Schomerus seinen Film "Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen" persönlich vorstellen. Der Dokumentarfilm zeigt die sechs christlichen Glaubensgemeinschaften in der Grabeskirche in Jerusalem und ihren Konflikt um den jeweiligen Anteil am gemeinsamen Gotteshaus.

Das Heilige Grab in Jerusalem gilt als heiligste Stätte der Christenheit. So leben dort sechs christliche Konfessionen Tür an Tür unter einem Dach: griechisch-orthodoxe Christen, römisch-lateinische Franziskaner, syrische Christen, armenische Christen, äthiopische Abessinier und ägyptische Kopten.

Eine muslimische Familie verwahrt den Schlüssel zur Kirche und schließt die Haupttür morgens auf und abends wieder zu. In diesem Status Quo befindet sich die Kirche seit der osmanischen Zeit.

Die einzelnen Glaubensgemeinschaften wachen verbissen über die ihnen zugeteilten Anteile und beobachten eifersüchtig die anderen. Die abessinischen Christen, die ihren Platz in der eigentlichen Kirche verloren haben, quartierten sich kurzerhand auf dem Dach der Kapelle ein, die koptischen Christen, die den Haupteingang des Grabes nicht benutzen dürfen, bauten sich eine kleine Kapelle an der Rückseite der Grabkammer und die Griechisch-Orthodoxen verteidigen raubeinig den Vordereingang.

Zu hohen Festtagen kommt es manchmal zu absurden Schlachten religiöser Leidenschaft. Die Prozessionen geraten sich gegenseitig in die Quere, und Gläubige aus aller Welt verkeilen sich untereinander. Aber nachts, wenn die unfreiwillige Wohngemeinschaft in der Kirche eingeschlossen ist, beten die Mönche vor dem Grab. Dann verwandelt sich die Kirche in einen mystischen Ort der Hingabe und Sehnsucht nach erfülltem Glauben.

Der Eintritt beträgt 6,90 Euro/5,40 Euro.

Näheres unter www.cinema-muenster.de

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