Freitag, 09. Dezember 2016


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CB Richard Ellis: Investitionsvolumen in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 zufrieden stellend

Transaktionsvolumen liegt bei 12,1 Milliarden Euro

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Während sich die Vermietungsmärkte in den deutschen Bürohochburgen recht robust gegen die Finanzmarktturbulenzen stemmen, kam es an den nationalen wie internationalen Investmentmärkten laut CB Richard Ellis (CBRE) gegenüber dem Rekordjahr 2007 zu dem erwarteten signifikanten Rückgang beim Transaktionsvolumen. Ingesamt registrierte CBRE in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 ein Investitionsvolumen von rund 12,1 Milliarden Euro (- 53,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum), das jedoch im langfristigen Durchschnitt ein zufrieden stellendes Ergebnis darstellt.

Dabei wurde im ersten Quartal 2008 mit knapp 7,5 Milliarden Euro ein gutes Ergebnis erzielt, wovon rund 4,0 Milliarden Euro allein auf die Investmenttransaktionen von Arcandor, Deutsche Post und dem SonyCenter entfielen, die noch im Jahr 2007 maßgeblich verhandelt wurden, jedoch erst Anfang dieses Jahres zum Abschluss kamen. Dagegen war die Investitionsstimmung in den darauf folgenden drei Monaten mit einem Umsatzvolumen von rund 4,6 Milliarden Euro wieder etwas gedämpfter.

Fabian Klein, Investment-Chef bei CB Richard Ellis in Deutschland: "Auf den ersten Blick ist das sicherlich ein markanter Einschnitt, aber im Vergleich zu der Zeit vor den beiden Rekordjahren 2006 und 2007 ein Trend zur Normalität mit eher marktkonformen und risikoadjustierten Preisen, vor allem in den weniger etablierten Lagen und Märkten."

Im Wesentlichen lässt sich laut CBRE die verminderte Investitionsdynamik mit dem Anstieg der Referenzzinsen um etwa 50 Basispunkte sowie mit dem unverändert schwierigen Finanzierungsumfeld für Gewerbeimmobilien begründen. Klein: "Die Banken gehen bei der Kreditvergabe deutlich selektiver und restriktiver hinsichtlich des Rendite-/Risiko-Profil der zu finanzierenden Objekte vor, was mit den stark verteuerten Krediten einher geht."

Das Investmentmarktgeschehen des ersten Halbjahres war maßgeblich durch mit Eigenkapital unterlegte Transaktionen geprägt. Insbesondere beobachtet CB Richard Ellis, dass sich die deutschen institutionellen Investoren - wie Versicherer, Pensionskassen, Versorgungswerke und die offenen Immobilienfonds - neben ihrem internationalen Engagement auch wieder vermehrt dem heimischen Markt zugewendet haben und weiterhin zuwenden. Dabei konzentriert sich deren Anlagestrategie im Wesentlichen auf erstklassige Immobilien in den Core-Lagen der deutschen Top-Standorte. Fabian Klein: "Daneben registrieren wir auch eigenkapitalstarke ausländische Investoren, die Deutschland nach wie vor in ihrem Anlagefokus haben. Entsprechend verzeichnen wir in diesem Immobilienmarktsegment weiterhin stabile Spitzenrenditen."

Die deutlich geringere Transaktionsdichte lässt sich darüber hinaus auch mit dem Auseinanderfallen der Preisvorstellung auf Käufer- und Verkäuferseite begründen. Infolge der noch ausstehenden Preisanpassungen an das neue Risikoszenario gerade bei B- und C-Objekten in peripheren Lagen fehlt es weiter an Vergleichswerten.

Wurden im Vorjahreszeitraum überwiegend großvolumige Portfolio-Transaktionen abgeschlossen, finden diese unter den herrschenden Finanzierungsbedingungen am Markt derzeit keine Abnehmer. Dagegen registriert CBRE wieder vermehrt Einzeldeals in der Größenordnung zwischen 20 und 150 Millionen Euro.

Im internationalen Vergleich ist die Wert- bzw. Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt zwar nach wie vor weniger volatil, jedoch geht CB Richard Ellis vor allem für Nicht-Core-Objekte in den Nebenlagen im weiteren Jahresverlauf von eher rückläufigen Preisen und damit steigenden Anfangsrenditen um etwa 100 Basispunkte aus.

Klein: "Dagegen werden sich unserer Meinung nach Top-Objekte mit geringem Leerstand und bonitätsstarken Mietern in sehr guten innerstädtischen Lagen behaupten können und ohne Preisabschläge zu vermarkten sein. Vor allem auch deshalb, weil zum einen die Mietpreise für erstklassige Büroflächen in den deutschen Toplagen im europäischen Vergleich auf weit unterdurchschnittlichem Niveau stabil sind. So liegt die deutsche Finanzmetropole Frankfurt mit einer Spitzenmiete von aktuell 39,00 Euro pro Quadratmeter monatlich auf dem 15. Platz im CBRE-Mietpreisranking für Bürozentren in der EMEA-Region und damit weit hinter dem Londoner West End (136,10 Euro pro Quadratmeter monatlich), Moskau (89,96 Euro pro Quadratmeter monatlich), Paris (64,33 Euro pro Quadratmeter monatlich) oder Zürich (49,26 Euro pro Quadratmeter monatlich). Zum anderen werden weiterhin die hochqualitativen Flächen in Top-Lagen von international tätigen Unternehmen rege nachgefragt."

Eine Melange aus hoher Inflation und sinkenden Konjunkturerwartungen sorgt aktuell für eine zunehmende Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven. So zeigen die Frühindikatoren, dass die einheimische Wirtschaft, nach einem recht starken ersten Halbjahr mit positiven Signalen vom Arbeitsmarkt und einer regen Investitionstätigkeit, vom konjunkturellen Abschwung erfasst wird und sie sich nicht von der europäischen bzw. globalen rückläufigen Entwicklung abkoppeln kann.

"Die eigentliche Immobilienbewirtschaftung spielt gerade in einem schwierigeren Finanzmarkt und einem tendenziell abkühlenden makro-ökonomischen Umfeld eine noch größere Rolle. So wird es für die Bestandshalter in den kommenden Monaten noch entscheidender sein, welche positiven Beiträge aus dem eigenen Asset Management durch Mieterhöhungen bzw. Leerstandssenkungen generiert werden können", so Klein abschließend.

CBRE GmbH

CB Richard Ellis (CBRE) ist mit über 29.000 Mitarbeitern in mehr als 300 Büros weltweit das größte Dienstleistungsunternehmen auf dem gewerblichen Immobiliensektor. Als Immobiliendienstleister für Eigentümer, Investoren und Nutzer von gewerblichen Immobilien ist CBRE in Deutschland mit den Schwerpunkten Investment, Agency, Valuation, Global Corporate Services, Research, Retail, Property Management sowie Public Advisory Services beratend tätig. CBRE wird von BusinessWeek zu den 50 "Best in Class Companies" weltweit gezählt. Hauptsitz des börsennotierten Unternehmens (NYSE:CBG) ist Los Angeles, USA. Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München.

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