Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Recycling- und Entsorgungswirtschaft kann bis zu einem Drittel zum EU-Klimaschutzziel beitragen

Kreislaufwirtschaft birgt großes Zukunftspotential

(lifePR) (Brüssel, ) Die Recycling- und Entsorgungswirtschaft kann einen großen Beitrag leisten, um die EU-Klimaschutzziele zu erreichen, das war das Fazit einer Veranstaltung "Ressourcen- und Klimaschutz durch Recycling", die das Bayerische Umweltministerium gemeinsam mit dem bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. gestern Abend in der Vertretung des Freistaates Bayern in Brüssel durchführte.

Bis zum Jahr 2020 könnten, je nach den politischen und gesetzlichen Vorgaben, zusätzlich bis 244 Mio. Tonnen an CO2-Äquivalenten eingespart werden, das sei fast ein Drittel des von der EU angestrebten EU-Klimaschutzzieles.

Die bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml betonte die große Bedeutung der Klimaschutzanstrengungen. Danach dürfen nur noch 750 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben werden, wenn das 2- Grad- Ziel erreicht werden solle. Bliebe der Ausstoß auf heutigem Niveau, wäre das Budget schon in 25 Jahren erschöpft.

Melanie Huml: "Die Kreislaufwirtschaft trägt erheblich zum Ressourcenschutz - und damit zum Klimaschutz - bei. Allerdings ist das nicht allen Menschen bewusst. Deshalb ist es so wichtig, Recycling und Kreislaufführung zum Thema zu machen, und damit das Augenmerk darauf zu richten: "Denn die Kreislaufwirtschaft birgt große Zukunftspotentiale sowohl für die Wirtschaft als auch genauso für die Umwelt!"

Die steigende Nachfrage mache Abfall, als Sekundärrohstoff und Sekundärenergieträger, für die Wirtschaft attraktiv, betonte die Staatssekretärin in ihrer Rede und verwies darauf, dass sich mittlerweile ein Kampf um die Ressource Abfall entwickle, der die bisherigen Verwertungswege auf den Prüfstand stellen werde. Ziel aller Bemühungen müsse deshalb ein Rohstoff-Management sein, das Umweltschutz, Klimaschutz sowie Rohstoff- und Energieersparnis mit dem ökonomischen Nutzen zusammenführe.

Der Präsident des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Burkhard Landers, wies auf den ernsthaften Beitrag zum Klimaschutz hin, den die Branche schon jetzt leiste. Er zeigte sich jedoch davon überzeugt, dass es ein großes Potenzial gebe, noch mehr für Ressourcen- und Klimaschutz zu tun.

Landers verwies auf Zahlen der Prognos AG, die ermittelt hatte, dass die in der Abfallwirtschaft realisierte Reduzierung von CO2-Emissionen für die 27 EU-Mitgliedsländer insgesamt 206 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente betragen habe. "Alleine durch das Aufbereiten verschiedener Abfallströme zu Sekundärstoffen, die die Primärstoffe ergänzen, wird ganz praktisch eine große Menge an Treibhausgasen eingespart", erläuterte der bvse-Präsident.

Um das Potential der Branche für Klima- und Ressourcenschutz auszuschöpfen müssten jedoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen. Burkhard Landers: "Dazu müssen Deponien geschlossen, die stoffliche Verwertung, also das Recycling, forciert und letztlich, am Ende der Verwertungskaskade, die thermische Verwertung mit Kraft-Wärmekopplung optimiert werden."

Auf der Veranstaltung hielten der Vorsitzende des Sachverständigenrates für Umweltfragen, Herr Prof. Dr. Martin Faulstich und Herr Holger Alwast von der Prognos AG bemerkenswerte Vorträge. Eine Berichterstattung darüber folgt noch.

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