Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 155784

Trampelpfade - Auf Abwegen in Halle

Ein Projekt von Studierenden der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle zum Kulturellen Themenjahr in Halle 2010

(lifePR) (Halle, ) Trampelpfade, die im öffentlichen Raum angelegt werden, sind oft Ausdruck eines Bedürfnisses, dem die offizielle Planung nicht oder nur unzureichend gerecht wurde. Als "Abstimmung mit den Füssen" können solche direkteren Diagonal-Wege, die in eigener Regie kreiert werden, durchaus als eine Art demokratische Prozessoptimierung gelesen werden, weil sie mehrheitsfähiger sind: Der beste Weg ist oft nicht der geplante und vorgegebene, sondern der mehrheitlich benutzte.

Das ist nicht nur ein Thema der Verkehrsplanung. Gebrauchsspuren dieser Art begegnet man an auch vielen Gebrauchsgegenständen - Tastaturen, Türen, Tellern, Taschen. Solche Spuren sind immer ein starkes Indiz dafür, wo etwas verbesserungsfähig ist, wo ein Defizit besteht oder auch einfach für die Art und Weise, wie etwas benutzt werden sollte, weil es so und nicht anders benutzt wird. Es sind immer Korrekturen am Design, und folglich ein wesentliches Thema des Designs.

Einige dieser Aspekte wurden von Studierenden im Studiengang Industriedesign der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, betreut von Prof. Vincenz Warnke und Prof. Dr. Matthias Götz, aufgenommen, untersucht und - jenseits von bloßen Begehungsaspekten - auf ganz unterschiedliche Objekte und Kontexte angewendet.

Aus diesen vielfältigen Entwürfen wurden Stationen auf einem innerstädtischen Trampelpfad-Parcours installiert, die am kommenden Wochenende (10. und 11. April 2010) - im Rahmen des Kulturellen Themenjahr in Halle 2010 "Halle verändert" - auf abwegigen Stadtführungen zu erleben sind:

Führungen auf dem Trampelpfad im Stadtzentrum von Halle:

Samstag, 10. April 2010
15 Uhr
Start/Treffpunkt: im Foyer der Franckesche Stiftungen
Sonntag, 11. April 2010 11 Uhr und 17 Uhr
Start/Treffpunkt: im Foyer der Franckesche Stiftungen

Das Projekt Trampelpfade endet am Sonntag, dem 11. April, um 19 Uhr am KIOSK am Reileck. Der Kiosk wird von Studenten der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle betrieben, die den Kiosk wiederbeleben und als Interaktions­fenster zur Öffentlichkeit zu nutzen. Sie haben zu diesem Zweck den "hr. fleischer e. V." gegründet. Zur Finissage von Trampepfade wird das Versorgungsfenster geöffnet sein und der Kiosk für ein paar Stunden der Versorgung mit den Waren des täglichen Bedarfs dienen - auch wenn das vielleicht nicht ganz wörtlich zu nehmen ist.

Finissage des Projekt Trampelpfade:

Sonntag, 11. April 2010, 19 Uhr
KIOSK am Reileck / Händelstraße 1

Bretter vorm Kopf von Daniela Susan Träbert
Ort: Marktplatz

"Bretter vorm Kopf" ist eine Installation aus Holzlatten mit besonders auffälligen Astlöchern, durch die man die Wahrzeichen der Stadt auf dem Marktplatz entdecken kann. Der "Lattenzaun" soll den hektischen Stadtmenschen ausbremsen und ihn dazu bringen, seine Stadt mal wieder genauer anzusehen.

Biker's Comfort von Daniel Kòsa
Ort: Franckeplatz

Fahrradfahrer hinterlassen Spuren an Haus­wänden und Ampeldrückern. Überall zu sehen: Fahrradfahrer-Pfade. Hier schafft "Biker's Comfort" Abhilfe. Fix den Lenkergriff von rechts oder links einklemmen - so wird die Hauswand vor Kratzspuren geschützt und an roten Ampeln kann man ganz bequem warten ...

Standbild "Auszeit" von Ulrike Mutschke
Verkehrsinsel Große Ulrichstraße/Große Steinstraße

Der Trampelpfad abseits vom Strom: die Entschleunigung. Langsamer werden, be­wusster wahrnehmen, stehen bleiben, ver­weilen, erleben und genießen, was Ruhe heißt - das passiert nicht von allein. Diese Installation soll daran erinnern, dass es Zeit wird, mal wieder die Natur zu genießen. Warum nicht in einem der idyllischen Naturparks Sachsen-Anhalts? Anregungen gibt es vor Ort!

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