Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Die Neue Sammlung München erwirbt Designarbeiten der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle

(lifePR) (Halle, ) Die Neue Sammlung - The International Design Museum Munich gilt als das erste Designmuseum der Welt. Idee und Initiative sind eng mit dem 1907 in München gegründeten Deutschen Werkbund verflochten, 1925 wurde die Neue Sammlung schließlich als Staatsmuseum gegründet. In bewusster Abkehr von der zeittypischen Praxis an den meisten Kunstgewerbemuseen war das Münchner Sammlungs- und Ausstellungsprofil von Anfang an auf die beispielhaft gestalteten "modernen" Dinge des alltäglichen Gebrauchs gerichtet. Heute ist Die Neue Sammlung eines von vier eigenständigen Museen in der Münchner Pinakothek der Moderne. In ihrer Dauerausstellung zeigt Die Neue Sammlung hier eine repräsentative Auswahl aus ihren über 80.000 Designobjekte umfassenden Beständen.

In den Sammlungen des Museums befinden sich auch zahlreiche Designarbeiten von Künstlern und Designern der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle. Bereits 1926, zur ersten Ausstellung der Neuen Sammlung, waren auch Arbeiten aus den Werkstätten der Burg Giebichenstein zu sehen. Noch im selben Jahr wurden Gefäße von Marguerite Friedländer, die seit 1925 in Halle lehrte, in der Ausstellung "Alte und neue Keramik" gezeigt. 1928 widmete die Neue Sammlung den "Werkstätten der Stadt Halle - Staatlich-städtische Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein" eine eigene Ausstellung. Erst dreiundsechzig Jahre später konnte sich die hallesche Hochschule wieder in München präsentieren: Die Neue Sammlung zeigte 1991 die Ausstellung "Design und Kunst: Burg Giebichenstein 1945 - 1990. Ein Beispiel aus dem anderen Deutschland". Im Frühjahr 2009 richtete das Museum der langjährig als Professorin an der Burg lehrenden Schmuckkünstlerin Dorothea Prühl eine Personalausstellung aus. Auch in der permanenten Ausstellung zeitgenössischen internationalen Autorenschmucks in der Danner-Rotunde des Museums sind repräsentative Arbeiten von Professorinnen und Professoren der Burg Giebichenstein zu sehen.

Seit 1989 hat die Neue Sammlung ihren Sammlungsbestand kontinuierlich durch Ankäufe von Designobjekten und Grafikdesignarbeiten der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle erweitert. Darunter sind neben in der DDR entstandenen Designarbeiten auch eine ganze Reihe aktueller Studienarbeiten. Dazu zählen mehrere Betonobjekte von Stephan Schulz, entstanden im Rahmen des Studienprojekts "simply concrete" (Möbel aus Beton) im Studiengang Innenarchitektur bei Prof. Klaus Michel (siehe www.simply-concrete.de) oder die von Stephanie Knust entworfene Tischleuchte "Stella", die Interessenten im Burg-Designshop (www.10literdesign.de) online erwerben können.

Die jüngste Erwerbung des Museums ist das Liegemöbel "Lagen" der Designstudentin Marietta Moraweg. Wie auch die Leuchte von Stephanie Knust entstand diese Liege im Wintersemester 2007/2008 im Rahmen des Projekts "Fat Flat" bei Prof. Klaus Michel im Studiengang Innenarchitektur. Für die Studentinnen und Studenten bestand die Aufgabe darin, Objekte und Möbel zu entwerfen, die per Laserschneidverfahren auf der hochschuleigenen Anlage hergestellt werden können und die sich damit in Kleinserie produzieren lassen. Für die Herstellung der Liege kombinierte Marietta Moraweg das traditionelle Handwerk des Formverleimens von Holz mit moderner CAD Laser-Technik. Die Bezeichnung "Lagen" bezieht sich auf das Volumen gebende Auf und Ab der parallelen Einschnitte, das am Ende ein "Liegen in Lagen" ermöglicht. Marietta Moraweg, 1986 in Bautzen geboren, studiert seit 2004 Innenarchitektur an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle.

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