Dienstag, 24. Januar 2017


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BDSV und ARGE car-net beschäftigen sich mit neuen Aufbereitungsverfahren für Shredderfraktionen

(lifePR) (Düsseldorf, ) Im Rahmen der Gesellschafterversammlung1 der ARGE car-net - ein Zusammenschluss der deutschen Shredderbetreiber - beschäftigten sich die Unternehmen mit zwei neuen Verfahren zur Aufbereitung von Shredderfraktionen. Zum einen wurde in einem Vortrag die "Thermische Verwertung von Reststoffen aus Shredderanlagen" am Standort der Jura-Cement- Fabriken in der Schweiz durch das Unternehmen Wiederkehr AG thematisiert und in einem zweiten Vortrag wurde über die "Biologische Mineralisierung von SLF-Siebresten"
durch das Unternehmen IMA Sanierungszentren GbR berichtet.

Das Unternehmen Wiederkehr AG, vertreten durch Dr. Hans-Joachim Sander, hob hervor, dass das neue Verfahren, das derzeit in der Genehmigung ist, im Wesentlichen auf der thermischen Nutzung der Shredderfraktionen beruht. In einer neuartigen Vergasungstechnik soll vor allem die in der Schweiz anfallende Shredderleichtfraktion genutzt werden. Geplant ist, dass etwa 30.000 t pro Jahr vergast werden können. Mit einem Durchsatz von 4t pro Stunde könnten somit etwa 6.600 kg Industriegas erzeugt werden. Das Unternehmen, das insgesamt 15 Mio. Euro investieren wird, rechnet hierbei mit einem Wirkungsgrad von etwa 80 %. Die Energiebilanz würde nach den Worten von Sander demnach so aussehen, dass aus 21 MW Shreddergut etwa 15 MW Industriegase plus zusätzlicher Nutzwärme gewonnen werden könnten (s. Abb.1). Für den zukünftigen Markt verspricht sich das Unternehmen hochinteressante Vorteile. Aufgrund der hohen Energieeffizienz und dem jährlichen Einsparpotenzial von etwa 15.000 t Kohle könne die Technik auch weit über die Grenzen der Schweiz hinaus guten Absatz finden. Bereits vor wenigen Tagen habe das Unternehmen den ersten Vertrag mit einem japanischen Unternehmen unterzeichnet. Die Inbetriebnahme am Schweizer Standort sei in 2010 geplant. Ob diese Technik sich auch auf dem deutschen Markt durchsetzen könnte, konnte im Verlauf der Sitzung noch nicht eingeschätzt werden.

In einem zweiten Vortrag wurde durch Dr. Bodo Kaun dargestellt, welche Möglichkeiten es zur biologischen Mineralisierung von Siebresten gibt. Dieses Verfahren wird derzeit bereits praktiziert und hat aber einen anderen Verfahrensschwerpunkt. Dadurch, dass die Vorsiebfraktion (Korngröße bis 25 mm) aus der Shredderleichtfraktion seit 2005 gemäß Ablagerungsverordnung nicht mehr deponiert werden darf, muss die Fraktion weiter behandelt werden. Die organischen Reste in dieser Fraktion, die bei der Ablagerung das Problem darstellen, werden in dem so genannten "Mikrofermverfahren" durch stoffwechselaktive und thermotolerante Mikroorganismen behandelt. Nach einer 4-8- wöchigen Behandlung erhält man eine weitgehend mineralisierte Fraktion, welche ablagerungsfähig ist. Die Vorteile des Verfahrens zeichnen sich dadurch aus, dass es relativ kostengünstig und sehr umweltfreundlich ist. Des Weiteren ist keine Vermischung mit anderen Abfällen vor der Ablagerung notwendig.

Rolf Willeke, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied der BDSV und Vorsitzender der ARGE car-net, äußerte sich nach der Vorstellung der beiden Verfahren zufrieden: "Ab 2009 wird es notwendig sein, dass sich unsere Mitglieder weitere Verwertungswege eröffnen, um die Shredderfraktionen, die derzeit noch abgelagert werden dürfen, anderen Verfahren zuzuführen."

Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV)

Die BDSV ist ein bundesweit tätiger Wirtschaftsverband. Sie vertritt die Interessen von über 600 Unternehmen, die in den Bereichen Stahlrecycling und weiteren Entsorgungsdienstleistungen tätig sind. Die Unternehmen beschäftigen derzeit etwa 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von etwa 10 Mrd. Euro. Die BDSV ist damit der größte Stahlrecycling-Verband in Europa.

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