Freitag, 02. Dezember 2016


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Diagnose Diabetes

Und was nun?

(lifePR) (Heidenheim, ) In Deutschland gibt es zurzeit etwa sieben Millionen diagnostizierte Diabetiker, die Dunkelziffer liegt noch weitaus höher. Die Diagnose ist für die Betroffenen oft ein Schock, der direkt viele Fragen aufwirft: "Was heißt das jetzt für mich? Muss ich Insulin spritzen? Hätte ich die Erkrankung verhindern können?" Wichtig ist jetzt der Gang zum Diabetologen: Mit seinem spezialisierten Team aus Diabetesberatern, Podologen und Psychologen berät er die Diabetes-Patienten nicht nur zur medikamentösen Einstellung. In Patientenschulungen vermittelt er auch Hintergrundwissen zur Erkrankung selbst und zum Umgang damit. Auf der Website www.diabetes-news.de finden Betroffene einfach und praktisch per Suchmaske einen Diabetologen in ihrer Nähe.

Diabetes in Zahlen Die wichtigsten Fakten im Überblick

-7 Millionen Diabetiker gibt es derzeit in Deutschland.
-Experten gehen von 3-4 Millionen unentdeckten Betroffenen aus.
-Etwa 25.000 Kinder und Jugendliche sind von Diabetes betroffen.
-Weniger als 300.000 Patienten sehen in ihrem Leben einen Spezialisten.
-Alle 12 Minuten erleidet ein Betroffener einen Schlaganfall.
-Alle 19 Minuten erfolgt eine Amputation bei einem Diabetiker.
-Alle 19 Minuten erleidet ein Patient einen Herzinfarkt, bei dem Diabetes die Hauptursache ist.
-Alle 90 Minuten erblindet ein Diabetes-Patient.
-Alle 60 Minuten wird ein neuer Patient dialysepflichtig.
-Die Lebenserwartung von Diabetikern liegt etwa 8 Jahre unter dem von Menschen mit normalem Blutzuckerspiegel.

Für Diabetes-Patienten sind eine richtige medikamentöse Einstellung und vor allem eine umfassende Betreuung durch ein spezialisiertes Team wichtig. Eine diabetologische Schwerpunktpraxis in ihrer Nähe finden Betroffene auf www.diabetes-news.de.

Experteninterview
Fragen an die Diabetologin Dr. Eva-Maria Fach Vorsitzende des Bundesverbands niedergelassener Diabetologen (BVND)

1) Zu welcher Altersgruppe gehören die meisten Betroffenen?
Ein Großteil der Betroffenen ist zwischen 45 und 65 Jahren. Doch auch die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendliche steigt stetig.

2) Übergewicht gilt als eine Ursache für die Erkrankung. Sind Diabetiker grundsätzlich dick?
Nein, nicht grundsätzlich. Jedoch führt eine schleichende Gewichtszunahme häufig zum Ausbruch von Diabetes mellitus. Besonders der Bauchspeck macht's: Männer sollten nicht mehr als 102 cm Taillenumfang haben, Frauen nicht mehr als 88 cm.

3) Gesunde Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Schlaf - schließen diese Faktoren die Entstehung von Diabetes aus?
Sie vermindern die Wahrscheinlichkeit des Entstehens eines Diabetes mellitus. Ausschließen können aber auch diese Faktoren eine Erkrankung nicht. Denn: häufig ist es mit einer Änderung des Lebensstils nicht mehr getan. Diabetes Typ-2 wird hierzulande häufig zu spät festgestellt. Dann ist bereits zu viel Zucker im Blut und die Gefäßschädigungen setzen ein.

4) Kann man der Entstehung von Diabetes vorbeugen?
Ja, durch das Erhalten des persönlichen Normalgewichts und einer gesunden Lebensweise kann man das Risiko minimieren, an Diabetes zu erkranken.

5) Was ist nach der Diagnose für die Betroffenen besonders wichtig?
Eine umfassende Aufklärung über die Erkrankung. Viele Betroffene sind mit der Diagnose erst einmal überfordert. Des Weiteren ist auch eine Motivation zu gesunder Ernährung, Bewegung und ggf. zur Gewichtsreduktion erforderlich. Eine differenzierte therapeutische Einstellung und Schulung sollte erfolgen.

6) Welche Folgekrankheiten können durch Diabetes auftreten?
Die Risiken für Folgeerkrankungen bei Diabetikern sind bei einem ungesunden Lebensstil relativ hoch. Dazu gehören Verengungen an den großen Gefäßen, die zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Schaufensterkrankheit bis hin zur Amputation der Füße führen können. Verengungen an den kleinen Gefäßen können am Augenhintergrund Erblindung, an den Nieren die Dialyse zur Folge haben. Auch Empfindungsstörungen durch Veränderungen an den Nerven können auftreten.

7) Wie viele diabetologische Schwerpunktpraxen gibt es in Deutschland?
Es gibt ca. 1.100 diabetologische Schwerpunktpraxen in Deutschland.

8) Wie viel Prozent der diagnostizierten Diabetiker müssen täglich Insulin spritzen?
Etwa 1,5 Millionen der Diabetiker werden mit Insulin behandelt.

9) Wie viele Diabetiker gibt es derzeit in Deutschland?
Ca. 10% der Bevölkerung sind betroffen, Tendenz steigend. Die Dunkelziffer ist noch wesentlich höher: Wir gehen von drei bis vier Millionen unentdeckten Betroffenen aus.

10) Wie viele von Ihnen suchen nach der Diagnose einen Diabetologen auf und wann sollte man dies tun?
Dies sind erschreckend wenige: Nur etwa 2-3% der Diabetiker in Deutschland sehen in ihrem Leben einen Spezialisten. Spätestens nach der Diagnose sollten Betroffene zur Klassifizierung und Einteilung der Erkrankung innerhalb des großen Spektrums einen Diabetologen aufsuchen. Gerade eine frühe sehr gute Einstellung ist für eine Verhinderung der Folgeerkrankungen notwendig. Darüber hinaus sind auch regelmäßige Patientenschulungen, die in Schwerpunktpraxen angeboten werden, unbedingt notwendig. Nur gut geschulte Diabetiker können wirklich ihre Stoffwechselsituation verbessern und ihren Lebensstil ändern.

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