Sonntag, 11. Dezember 2016


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Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Keine spezifischen Erleichterungen für die Immobilienwirtschaft

(lifePR) (Berlin, ) "Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist kein großer steuerpolitischer Wurf. Stattdessen wurde nur an kleinen Stellschrauben gedreht und ein neues Bürokratiemonster geschaffen", monierte Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, anlässlich der heutigen Verabschiedung des Gesetzentwurfes durch den Bundesrat. Er begrüßte aber die dauerhafte Anhebung der Freigrenze bei der Zinsschranke als wichtige Entlastung für mittelständische Immobilienunternehmen. Auch die gewerbesteuerliche Hinzurechnung bewertete der BFW-Präsident positiv.

"Bei der Grunderwerbsteuer haben wir uns mehr erhofft. Die Umstrukturierungsklausel gilt nur für Konzerne, mittelständische Einzelunternehmen gehen leer aus", so Rasch weiter. Auch bei der Erbschaftsteuer hätte sich der Verband mehr positive Signale gewünscht: "Zwar wird die Lohnsumme herabgesetzt und der Behaltenszeitraum verkürzt, die Kernproblematik der Verfassungsmäßigkeit des neuen Erbschaft-steuergesetzes bleibt jedoch unbeantwortet. Vermieter von Gewerbeimmobilien bleiben weiterhin diskriminiert", erklärte der BFW-Präsident.

Rasch regte zudem ein Sofortprogramm für den Wohnungsbau an: "Wohneigentum bildet eine der zentralen Säulen der privaten Absicherung im Alter. Angesichts gestiegener Baukosten durch die verschärften energetischen Anforderungen wird es aber zunehmend schwerer für Unternehmen, gerade auch im niedrigen Preissegment Eigentumsangebote für Verbraucher zu machen. Dies führt auf Dauer dazu, dass wir weite Teile der Bevölkerung vom Traum der eigenen vier Wände ausschließen", warnte Rasch. Als ersten Schritt regte er eine starke Vereinfachung der Riesterförderung an, um dieser Sparvariante mehr Akzeptanz zu verschaffen. Bei den energetischen Anforderungen müsste außerdem immer auch das Wirtschaftlichkeitsgebot beachtet werden.

Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)

Dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Spitzenverband der unternehmerischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft gehören derzeit rund 1.600 Mitglieder und verbundene Unternehmen an. Sie verwalten momentan einen Wohnungsbestand von rund 3,2 Millionen Wohnungen sowie Gewerberäume von insgesamt 10,4 Millionen Quadratmeter Nutzfläche.

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