Sonntag, 11. Dezember 2016


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Verbände wehren sich gegen Totalverbot von Tabakwerbung

(lifePR) (Berlin, ) Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) wendet sich in einem gemeinsamen Schreiben der Verbände der Werbewirtschaft an Mitglieder des Bundestages gegen ein drohendes Totalverbot von Tabakwerbung in Deutschland. "Die derzeit diskutierte Regelung käme einer erstmaligen Ausschaltung der kommerziellen Kommunikation für ein legal hergestelltes und vertriebenes Produkt in der Bundesrepublik gleich. Diese Art der staatlichen Bevormundung der Bürger schadet darüber hinaus der deutschen Druckindustrie", kritisiert Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des bvdm das Vorhaben.

Die Maßnahme hätte unter Anderem direkte Konsequenzen für Unternehmen der Druck- und Medienbranche. So sieht der Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vor, die noch verbliebenen Kommunikationsmöglichkeiten der Tabakwarenhersteller auf Plakaten und im Kino zu untersagen. Der Gesetzentwurf geht damit über die Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie hinaus und steht im Übrigen sogar im Widerspruch zum Koalitionsvertrag.

Eine vollständige Kappung des werblichen Kontakts zum erwachsenen Kunden steht im Widerspruch zu den Prinzipien einer freien Markt­wirtschaft. Das verantwortliche Ministerium verweist indessen auf angestrebte gesundheits- und jugendschutzpolitische Effekte. Valide Belege zur Wirksamkeit von Werbeverboten existieren jedoch nicht.

Bundesverband Druck und Medien e.V.

Der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Als Arbeitgeberverband, politischer Wirtschaftsverband und technischer Fachverband vertritt er die Positionen und Ziele der Druckindustrie gegenüber Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Forschungsinstituten. Getragen wird der bvdm von neun regionalen Verbänden. International ist er über seine Mitgliedschaft bei Intergraf und FESPA organisiert. Zur Druckindustrie gehören aktuell rund 8.800 überwiegend kleine und mittelständische Betriebe mit etwa 143.000 Beschäftigten.

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